Homeoffice mit Hund: Deine Checkliste, ob du jetzt bereit für einen Vierbeiner bist!

Wie nahezu alle Blogs, Beiträge und Meldungen dieser Tage hat auch mein neuer Blogbeitrag etwas mit dem Coronavirus zu tun – wenn auch eher entfernt. Es geht mir um das Thema Homeoffice und dem damit einhergehenden Welpen-Boom in Deutschland.

Angefangen, überhaupt etwas davon zu merken, habe ich durch unseren Freundeskreis. Eine Freundin hat sich als Erste kurz nach ihrem Beginn im Homeoffice einen kleinen Welpen zugelegt. Kurz darauf ein anderes befreundetes Paar – und wiederum ein dritter Freund hat bereits engen Kontakt mit einem Labradorzüchter und wartet sehnsüchtig auf seinen Welpen.

Und nun ja, was soll ich sagen: Das ist Tofu (ja, das ist der Name unseres 5 Monate alten Mischlingswelpen), das neue Familienmitglied in unserem Heim.

Unser Freundeskreis stellt hier keinen Einzelfall dar. Deutschlandweit berichten Hundezüchter und Tierheime von einem absoluten Welpen-Boom, welcher mit der gewonnenen Zeit durch Kurzarbeit oder der gewonnenen Flexibilität durch das Homeoffice zu erklären ist.

Nach knapp zwei Monaten mit Tofu möchte ich für alle, die ebenfalls drauf und dran sind, sich einen Vierbeiner anzuschaffen, eine kurze „Sind wir bereit für einen Hund?“-Checkliste durchgehen. Denn ein weiterer Trend zeichnet sich aktuell leider auch ab: Es werden so viele Hunde wie selten zuvor in Tierheimen oder Hundeklappen abgegeben, da der Aufwand, den ein Tier mit sich bringt, oftmals unterschätzt wird. Dieser Beitrag soll aber vor allem den Fokus auf den Arbeitsalltag im Homeoffice mit Hund legen.

Legen wir los:

#1 – Magst du Routine?

Dein Hund nämlich schon. Bist du als Kreativer gewohnt, bis 10 Uhr auszuschlafen? Willst du es dir freihalten, jeden Tag für Stunden verschwinden zu können? Falls ja, kann es schon schwierig werden mit deinem Wunsch nach einem Hund.

Natürlich ist es so, dass man flexibler ist, wenn man zu Hause arbeiten kann. Mal kurz spielen oder eine spontane Runde mit dem Hund, die nicht täglich zur exakt gleichen Zeit erfolgen muss. Dennoch hilft es deinem Hund, möglichst viel Routine in eurem Alltag zu haben.

Gerade in den ersten sechs Wochen im neuen Heim eines Welpen benötigt dieser enorm viel Zuwendung, Zeit, Übung und Nähe. Ist das nicht immer möglich, kann es eine gute Option sein, einem älteren Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu schenken. Dieser ist vermutlich bereits stubenrein und erfordert nicht den Initialaufwand eines Welpen. Dennoch solltest du es dir zweimal überlegen, einen Hund anzuschaffen, wenn du ihn täglich mehrere Stunden alleine lässt. Hunde sind Rudeltiere und nicht dafür gemacht, den Tag über allein zu bleiben.

#2 – Ist dein Büro hundetauglich?

Ein wohl einfacher, aber nicht unwichtiger Punkt ist das richtige Umfeld für deinen neuen Freund. Genauso wie du einen Bürostuhl und einen Tisch benötigst, braucht dein Hund einen festen und gemütlichen Platz nah bei dir. So gewöhnt sich der Hund daran, dass an diesem Platz Entspannung angesagt ist und er auch nicht permanent die Aufmerksamkeit des Herrchens oder Frauchens erhält. Statte ihn oder sie noch mit dem Lieblingsspielzeug oder einem Kauknochen aus und dein Vierbeiner sollte sich relativ schnell an den neuen Platz gewöhnen.

Außerdem ist gerade bei Welpen wichtig, dass nichts Gefährliches wie Kabel etc. angebissen werden kann. Vorsicht gilt auch rund um heruntergefallene Radiergummis, Büroklammern oder Bleistifte.

#3 – Magst du Frischluft?

Wenn du im Homeoffice mit Hund arbeiten willst, ist eins ab sofort fester Bestandteil: Spaziergänge!

Denn nur ein ausgelasteter Hund ist ein zufriedener Hund. Die Zeit, die du morgens durch den fehlenden Stau sparst, kannst du in frühmorgendliche Gassigänge um den Block oder in den Park investieren. Deine Mittagspause verbringst du regelmäßig mit längeren Runden in der Natur. Nach frischer Luft und Bewegung wird der Vierbeiner entspannt und zufrieden dösen.

Stell dir einfach die Frage, wie sehr es dich stört, bei Wind und Wetter mit dem Hund rauszumüssen. Bist du ohnehin ein Mensch, der viel draußen ist und morgens beispielsweise joggen geht? Dann wirst du nur müde über diesen Punkt lachen können. Wenn aber selbst den Müll runterzubringen eine Hürde für dich darstellt, solltest du intensiv über diesen Punkt nachdenken.

#4 – Hast du Ausweichmöglichkeiten?

Es kommt (hoffentlich) auch eine Zeit nach Corona. Kannst du also auch alle Punkte erfüllen, wenn du wieder öfter ins Büro musst? Meine Schwester und meine Schwiegermutter sind seit der Ankunft von Tofu noch unverzichtbarer geworden. Egal wie flexibel man im Homeoffice ist, irgendwann kommt immer der Moment, in dem man Unterstützung braucht und jemanden, der auf den Hund aufpasst.

Gehe Freunde und Familie in deinem Umfeld durch und überlege dir, wer deinen Hund im Zweifel nehmen könnte, wenn du doch dringend ins Büro musst. Gibt es niemanden, hast du natürlich immer noch die Möglichkeit, einen Hundesitter zu engagieren.

Hund und Homeoffice – das geht!

Aber bitte nur überlegt und nicht aus einer Laune heraus. Wenn du für dich die meisten Fragen nicht positiv beantworten kannst und trotzdem ein Haustier willst, solltest du vielleicht lieber über eine Katze nachdenken.

Wie sieht es aber bei dir aus? Arbeitest du schon länger im Homeoffice und wie organisierst du deinen Arbeitsalltag mit Hund?

Sinisa Jovanovic

Sinisa Jovanovic

Ich bin Sinisa Jovanovic und seit mehreren Jahren Führungskraft und Berater. Was mich begeistert ist die Veränderung. Change-Management ist für mich der zentrale Antrieb meines beruflichen Werdegangs. Ich habe als Change Agent drei Jahre lang die Einführung von Lean Management Prozessen initiiert und habe mehrjährige Führungserfahrung im Bereich Maintenance and Development.
Ich habe ich mich intensiv mit dem agilem Mindset und den zugrundeliegenden Methoden wie Scrum, Design Thinking und Servant Leadership auseinandergesetzt und als Scrum Master erfolgreich eingeführt. Ich bin stets auf der Suche nach neuen kreativen Frameworks und Methoden.
Die tiefe Überzeugung einer dienenden und visionären Führungsrolle, die Wertschätzung und das Vertrauen in die Selbstorganisation der Mitarbeiter ist mein Verständnis von moderner Führung. Als Business Coach, Agile Coach/Scrum Master, Speaker und CEO möchte ich den New Work Gedanken weiterentwickeln und Unternehmen bei diesem Wandel begleiten.

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