Gehetzt, rastlos, unter Strom: Gedanken zur Zeit

Zeit- und Selbstmanagementkurse, Selbstoptimierungstools, modernes Projektmanagement: Du hast schon alles Mögliche versucht, um es loszuwerden. Dieses ständige Gefühl, rastlos zu sein. Zwischen Meetings, Mittagspause, Familie, Kinoabend und Yogastunde hin und her zu hetzen und einfach nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Selbst am Wochenende, eigentlich die Phase, um die Akkus wieder ein wenig aufzuladen und zur Ruhe zu kommen, hechelst du gefühlt ständig einer nicht enden wollenden ToDo-Liste hinterher.

Von der Projekt- zur Urlaubsoptimierung

Und auch vor den Auszeiten macht das nicht halt: Sofern man dich im Urlaub nicht gerade alleine auf eine einsame Berghütte verfrachtet, hechtest du auch hier noch von einem Erlebnis, von einem Event, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Kein Wunder – wer nicht täglich seine Umwelt mit aufregenden Neuigkeit versorgt, der hat seine Freizeit gefühlt nicht genutzt. Es mag ein Zeichen der heutigen (Arbeits-)Gesellschaft sein: Trotz immer effizienteren Abläufen scheint einfach nie mehr Zeit zu bleiben, sei es im Job oder in der Freizeit. Im Gegenteil: Die Tage, obwohl sie gleich lang bleiben, scheinen doch immer knapper an Zeit zu werden.

Gib den Dingen die Zeit, die sie brauchen. Auch dir selbst!

Klar ist: Du musst was tun, so kann es nicht weitergehen. Vielleicht könnte dir da ja ein grundsätzlicher Blick auf deine Einstellung zur Zeit helfen. Zum Beispiel auf die, die du für die Erledigung deiner Aufgaben benötigst. Vergessen werden hier allzu schnell die Zeit für die Meta-Aufgaben, die sich aus den Aufgaben ergeben. Die ja auch wieder Zeit brauchen. Vergessen wird auch gerne, dass es auch mal störungsfreie Zeit-Biotope braucht, um die Jobs gut erledigen zu können. Einfach mal in Ruhe arbeiten eben. Und natürlich, auch für die Organisation deiner Projekte entsprechend Zeit einzuplanen – besonders in kleineren Unternehmen wird fälschlicherweise oft erwartet, dass das mal so eben nebenbei läuft. Denk drüber nach, wie viel Zeit deine Aufgaben wirklich in Anspruch nehmen, die Organisation und die Gespräche dazu mit Kollegen, mit Kunden oder dem Chef. Die wichtige Sozialzeit: Teeküchengespräche, die du ebenso mit einplanen und nicht als unnötigen Luxus betrachten solltest. Schau auch auf deine Eigenzeiten. Heißt: Wann kann ich was besonders gut erledigen? Wann brauche ich Pausen und wie viele? Welcher Arbeitsbeginn und welches Ende tun mir gut? All das kann dafür sorgen, dass dir die Tage am Ende dann wieder ein wenig länger und entspannter vorkommen.

Ganz viel Weiteres Wissens- und Lesenswertes zum Thema bietet das Haufe-Buch „Zeitumstellung“ von Frank Michael Orthey.

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