Downshifting – weniger Arbeit, mehr Lebensqualität?

Du hast schon länger das Gefühl, zu viel Zeit in der Arbeit zu verbringen? Du musst dich morgens aus dem Bett quälen und kommst abends schlecht gelaunt nach Hause? Du schaust während der Arbeit immer wieder auf die Uhr – in der Hoffnung, dass die Stunden dadurch schneller vergehen? Dann ist es vielleicht Zeit für dich, über Downshifting nachzudenken. Worum es hierbei geht und was du dabei beachten solltest, dazu findest du hier einige Tipps.

Mitgefangen, mitgehangen?

Obwohl sich zahlreiche Berufstätige eine sinnvollere Arbeit wünschen und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben einen immer wichtigeren Faktor darstellt, sehen viele Menschen keine reelle Alternative zu ihrer beruflichen Lage. Und finden sich deshalb mehr oder minder damit ab.

Auch Fragen des Geldes und der Anerkennung können Hemmungen hervorrufen, sich mit einer Veränderung der Jobsituation ernsthaft auseinanderzusetzen. Doch solche zunächst gewichtig erscheinenden Nachteile können sich im Denk- und Handlungsprozess als weniger entscheidend herausstellen. Und vor allem durch die neugewonnene Lebensqualität aufgewogen werden.

Gerade für Menschen, die nicht vorhaben, ihr Leben vollkommen umzukrempeln, kann Downshifting – zu Deutsch „Runterschalten“ – interessant sein, weil es hier um eine Verringerung der Arbeitszeit geht. Indem du das Arbeitspensum an deine individuellen Bedürfnisse anpasst, ist es möglich, wieder mehr Kontrolle über deine Lebenszeit zu erlangen. Und dass, ohne die Berufsrichtung wechseln oder ganz aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen.

Downshifting – das Richtige für dich?

Um herauszufinden, ob Downshifting eine geeignete Lösung für dich sein könnte, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Welche Werte haben meine Berufswahl beeinflusst? Welche Werte sind jetzt für mich wichtig?
  • Welche Menschen waren bei meiner Berufswahl für mich wichtig? Welche sind es jetzt?
  • Wie viel Zeit meines Lebens will ich mit welchen Tätigkeiten füllen?
  • Was will ich am Ende meines Arbeitslebens erreicht haben? Wie viel Zeit habe ich noch bis dahin?
  • Welche künftigen Entwicklungen wünsche ich mir?
  • Habe ich jetzt genug Einfluss auf meine Lebensweise oder hätte ich gern mehr?

Den Fragenkatalog kannst durch beliebig viele Fragen, die dich beschäftigen, ergänzen. Nicht alle Fragen müssen dabei gleich oder definitiv beantwortet werden. Die Hauptsache ist, Unsicherheiten überhaupt zuzulassen sowie eigenständig zu denken und zu fühlen. Durch solch eine aktive Haltung gelingt es dir, selbst zu bestimmen, was für dich sinnvoll ist und was nicht. Hab also keine Angst davor, die Kontrolle über deine eigene Zeit zurückzugewinnen. Und dadurch das Tempo und den Inhalt deines Lebens wieder selbst in der Hand zu haben.

Team Karriere Boost

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