Wut & Ärger: So kommst du damit klar

Du rastest aus oder frisst alles in dich hinein, wenn dich die Wut packt? Wir geben dir einige Tipps, wie du mit diesen Gefühlen besser umgehen kannst.

Wut ist eine der stärksten Kräfte, die wir haben. Die Gründe dafür, wütend zu sein, sind vielfältig: Wir fühlen uns ungerecht behandelt. Nicht gewertschätzt. Falsch verstanden. Oder wir sehen Seiten an anderen, die wir entweder gerne hätten. Oder an uns selbst überhaupt nicht mögen – andere dafür zu kritisieren ist natürlich einfacher, als mit uns selbst ins Gericht zu gehen. Wie wir reagieren, wenn sich die Wut ihren Weg vom Bauch ins Gehirn bahnt, das ist ebenfalls ganz unterschiedlich. Entweder wir rasten komplett aus und wüten durch den Raum wie Rumpelstilzchen. Oder wir brodeln lange vor uns hin um dann irgendwann wie ein Vulkan auszubrechen. Dass beide Arten weder besonders gesundheitsförderlich noch sozial verträglich sind, liegt auf der Hand.

Wut: Wirklich nur negativ?

Klar, lässt man seiner Wut – sei es nach innen oder nach außen gerichtet – freien Lauf, kann das auf die Dauer zu ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen führen. Rückenbeschwerden, Magenprobleme, Bluthochdruck, um nur einige zu nennen. Denn wie gesagt: Die Wut ist eine starke Kraft und entfaltet das auch in ihrer destruktiven Ausprägung. Ebenso kann Wut aber auch positive Auswirkungen haben. Sie kann uns dazu motivieren, unsere Denkweisen und Handlungen zu überdenken. Kann uns helfen, Grenzen zu setzen. Sie kann uns zeigen, welche Wünsche und Bedürfnisse gerade nicht erfüllt werden. Wenn wir bereit sind, den Gründen für unsere Wut auf den Grund zu gehen.

Das 4-Punkte-System für einen kühlen Kopf

Was also tun, wenn der Chef dich vor allen anderen grundlos zusammenfaltet? Wenn der Kollege einen blöden Spruch auf deine Kosten reißt? Oder du noch einen Stapel auf deinen ohnehin schon vollgepackten Schreibtisch bekommst und am liebsten das Mobiliar kurz und klein schlagen möchtest? Nun, folgende vier Schritte können dir helfen, besser mit deiner Wut umzugehen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen:

  • Stabilisierung. Achte darauf, ob dein Körper bereits im Angriffsmodus ist. Sind deine Fäuste geballt? Deine Kiefermuskeln angespannt? Und dein Rücken gestrafft? Dann sorge für eine Haltung, die dich erdet. Stell beide Beine fest auf den Boden, halte Rücken und Kopf gerade und atme ruhig ein und aus. Hier hilft es auch, eine Hand auf den Bauch zu legen und so deinem Atem zu folgen. Währenddessen kannst du dich auch mental stabilisieren. Etwa mit Sätzen wie: „Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei.“.
  • Analyse. Hinterfrage deine Gefühle: Wer oder was ist der Grund für die Wut? Wie nehme ich wahr, dass ich wütend werde? Wie reagiere ich alleine, wie in der Gesellschaft von anderen? Wann empfinde ich die Wut als hilfreich, wann als Einschränkung? Gab es in der Vergangenheit bereits gute Strategien, um mit der Wut umzugehen? Diese Fragen kannst du dir entweder alleine oder auch mit jemanden zusammen beantworten. Wichtig ist, herauszufinden, woher die Wut kommt, was sie mit dir macht und ob du bereits Wege kennst, mit ihr umzugehen.
  • Unterstützung holen. Für Menschen, die oft und heftig zu Wutanfällen neigen, kann die Arbeit mit einem Coach oder Therapeuten hilfreich sein. Für einzelne Wutattacken kann man sich auch mit dem „inneren Team“ auseinandersetzen. Hier kommen deine unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmale zum Tragen, denn du hast nicht nur die Wütende/den Wütenden in dir. Auch Problemlöser, Kritiker oder Beobachter sind da. In Coachingsitzungen werden für jedes Teammitglied Stühle aufgestellt, die je nach Rolle eingenommen werden. In der akuten Wutsituation kannst du das alles im Kopf durchspielen und mit deinem inneren Team zu einer Lösung gelangen.
  • Weitermachen. Ebenso wie wir beim Radfahren als Kind nicht nach dem ersten Sturz aufgeben, solltest du versuchen, die Wut-Energie in positive Energie umzuwandeln und weiterzumachen. Helfen kann dabei, die kleinen Erfolge zu feiern. Du hast deine Kollegin nicht wie immer angeschnauzt? Prima, darauf kannst du stolz sein. Dein Gehirn belohnt dich dafür mit Glückshormonen und merkt sich dieses Erfolgserlebnis.

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