Resilienz: So stärkst du dein Krisen-Immunsystem

Es müssen nicht immer die ganz großen Krisen wie der Verlust des Jobs sein, die unsere Resilienz auf die Probe stellen – auch im „normalen“ Arbeitsalltag können wir in schwierige Situationen geraten, in denen wir mentale Widerstandsfähigkeit brauchen. Sei es der Konflikt mit dem Kollegen, übermäßiger Stress oder auch die plötzlichen Selbstzweifel angesichts einer neuen Herausforderung: Können wir damit nicht gut umgehen, stürzen uns auch diese kleinen Nadelstiche in große Krisen. Wie aber kannst du deine Psyche fit machen für solche Herausforderungen?

Resilienz? Mit Sicherheit!

Widerstandsfähig sind wir, wenn wir uns sicher fühlen. Innere Unsicherheit und auch bedrohliche Faktoren von außen sorgen allerdings dafür, dass wir eben nicht immer über die nötige Sicherheit verfügen, um belastende Situationen und Krisen gut zu überstehen. Hier ein paar Tipps, wie du neue Sicherheit tanken kannst:

  • Wenn wir die Gewissheit haben mit schwierigen Situationen gut umgehen zu können, dann gibt uns das Sicherheit. Dazu benötigen wir auch Feedback von außen. Bitte in kritischen Situationen deine Kollegen und Vorgesetzten um Rat. Hol dir von ihnen mutig und direkt Rückmeldungen über deine Fähigkeiten und Kompetenzen.
  • Das Gefühl gebraucht zu werden ist gut. Gut ist aber auch zu wissen, dass auch alles mal ohne dich läuft. Das erzeugt echte Sicherheit. Installiere also zuverlässige Backups und Vertretungen, damit du die Möglichkeit zu kurzen Auszeiten oder Urlauben hast und dich auch im Krankheitsfall entspannt auskurieren kannst.
  • Gerade in unsicheren Zeiten können feste Regeln und Routinen dir helfen, Sicherheit zu bewahren. Bestimmte Rituale zu Beginn oder am Ende eines Arbeitstages können dir helfen, in stressigen Zeiten ein Gefühl von Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit zu bekommen.
  • Ebenso verhält es sich mit Strukturen und Zuständigkeiten. Ist klar, an wen du dich wenden kannst, wenn du Hilfe brauchst oder wer im Ernstfall was entscheidet, fällt es dir leichter, mit Krisen oder unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen.

Use it or lose it

Resilienz ist keineswegs nur einigen Glücklichen in die Wiege gelegt. Doch ebenso, wie sich Resilienz trainieren und aufbauen lässt, kann sie im Lauf des Lebens wieder abnehmen. Menschen, die sich allzu sicher in ihrer Komfortzone eingerichtet haben, kommen durch neue und unbekannte Herausforderungen gerne mal ins Schleudern. Ihre gewohnte Souveränität ist dann mit einem Schlag dahin. Alte Muster und Ängste brechen auf und das kann einen dann in ernsthafte Krisen stürzen.

Daher: Nimm Herausforderungen an, wenn sie sich bieten – auch, wenn du vielleicht im ersten Moment Angst vor ihnen hast oder dir das nicht zutraust. Das Gehirn merkt sich, wenn du dich auf unbekanntem Terrain bewiesen und Herausforderungen bestanden hast. Es entwickelt eine Art Krisen-Kompetenz, die dich in Zukunft vor allzu harten Niederschlägen bewahrt.

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