Manage your Boss: 3 Strategien für Problem-Chefs

Viele Chefs haben Züge von Psychopathen – das wurde in zahlreichen Untersuchungen festgestellt. Dies immerhin als Trost, wenn du unter einem cholerischen oder narzisstischen Chef leidest: Du bist nicht alleine. Doch es gibt Strategien, wie du besser mit deinem komplizierten Vorgesetzten klarkommst.

Strategie 1: Abstand schaffen

Lass dich keinesfalls auf einen Wettbewerb ein, wer von euch lauter brüllen kann. Das bringt gar nichts, vor allem dir nicht. Brennt die Luft im Raum, zieh dich aus der Situation raus. Allerdings nicht, indem du weinend rausläufst, wenn es sich vermeiden lässt. Bleib ruhig und sag ihm, dass das Feedback bei dir angekommen ist und du sofort erste Maßnahmen ergreifen möchtest. Ein Tipp, falls es zu persönlichen Angriffen oder Demütigungen kommt: So etwas solltest du nicht auf sich beruhen lassen. Denn so etwas geht einfach nicht. Sag in klaren Worten, dass du die Kritik in der Sache verstehst. Aber Tiefschläge auf der persönlichen Ebene nicht tolerieren wirst. Folgt dann der nächste Wutausbruch, lies am besten gleich den letzten Absatz dieses Beitrags.

Strategie 2: Sei ihm einen Schritt voraus

Schwierige Chefs sind oft Kontrollfreaks und neigen zu der diffusen Sorge, dass sich hinter ihrem Rücken Dinge abspielen, die sie nicht kontrollieren können. Sei deinem Chef also einen Schritt voraus und berichte proaktiv, was du gerade so machst. Stehst du vor Herausforderungen oder gibt es irgendein Problem, berichte frühzeitig – und hab unbedingt auch immer gleich Lösungsvorschläge in der Tasche. Entsteht der Eindruck, dass du nur zum Jammern gekommen bist, könnte das den Wutpegel ganz schnell nach oben katapultieren.

Strategie 3: Versuche, die Gründe dahinter zu verstehen

Auch schwierige Chefs sind nur Menschen. Klar, auf viele wirkt so ein Wutanfall erstmal einschüchternd. Je harmoniebedürftiger du bist, desto schlimmer. Aber erstens solltest du das nicht persönlich nehmen, denn das ist es in den allerseltensten Fällen. Und: Versuch zu verstehen – oder auch durch Nachfragen herauszufinden –, was hinter diesem Ausbruch steckt. Vielleicht ist deine Chefin oder dein Chef gerade selbst enorm unter Druck. Die Gründe dafür kennt bisher niemand – schlicht, weil bisher niemand danach gefragt hat. Zudem: Die meisten Mitarbeiter wünschen sich von ihren Vorgesetzen Wertschätzung und Anerkennung. Und vergessen dabei, dass auch Führungskräfte hin und wieder Feedback brauchen. Frag doch einfach mal nach, wie es deinem Chef so geht. Oder sprich ein Lob aus oder bedank dich – zum Beispiel für die schöne Weihnachtsfeier oder dass er es ermöglicht hat, dass du an deinem Wunschtermin Urlaub machen kannst.

Und wenn das alles nichts bringt?

Love it, change it or leave it. Wird die Belastung zu groß und die Schikanen zu häufig, solltest du ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenken. Wenn deine vorrangige Aufgabe darin besteht, deinen Chef zu besänftigen und du ständig weggeduckt durchs Büro schleichst, um ja keine Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen, ist weder kreatives noch zufriedenes Arbeiten möglich.

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