Positives Feedback: Kudo-Box

Kudo-Box: Wohlfühl-Boost für Teams

Wann hast du dich das letzte Mal bei deiner Kollegin oder deinem Kollegen bedankt? Oder bei deinem Chef? Das agile Instrument „Kudo-Box“ sorgt dafür, dass das „Dankeschön“ in eurem Team institutionalisiert wird. Gemeinsame Wohlfühlmomente gibt’s gratis dazu.

Die Kollegin hat dir in einer schwierigen Situation den Rücken gestärkt? Dein Team hat dir eine tolle Geburtstagsüberraschung gemacht? Dein Chef hat dir eine spannende neue Aufgabe übertragen? Im hektischen Tagesgeschäft bleibt es da oft nur bei einem zwar ernst gemeinten aber doch schnellen „Danke“. Und eben auch nur an denjenigen, der gerade vor dir steht.

Mit der Kudo-Box läuft das anders. Lob oder Komplimente werden sofort aufgeschrieben, zentral gesammelt und dann bei einem gemeinsamen Termin dem ganzen Team vorgelesen. Das stärkt nicht nur euren Zusammenhalt. Sondern verbreitet auch jede Menge häufig unerwarteter Glücksgefühle.

Und wie geht sowas?

Eigentlich ganz einfach. Erstmal braucht ihr nur Karten und eine Box. Da könnt ihr ganz normale Karteikarten nehmen. Oder selbst welche gestalten. Die Kudo-Box platziert ihr am besten so, dass jeder hin und wieder mal dran vorbeiläuft – so gerät sie nicht in Vergessenheit. Immer, wenn du dich über etwas gefreut hast oder dich bei jemandem bedanken möchtest, schreibst du es auf eine Karte und wirfst sie in die Kudo-Box. Wichtig: Du musst draufschreiben, von wem das Lob kommt und an wen es geht – es soll nicht anonym sein. Zu einem gemeinsam festgelegten Zeitpunkt – zum Beispiel bei eurem wöchentlichen Jour Fixe – lest ihr die Karten dann in der Runde vor.

Und, ebenfalls wichtig: In die Kudo-Box kommt keine Kritik. Nur Anerkennung, Lob und positive Gefühle. Für alles andere gibt es Feedbackgespräche.

Funktioniert das?

Ja, wenn auch wirklich alle konsequent mitmachen und die Box nicht nach drei Wochen in Vergessenheit gerät. Am Anfang ist es vielleicht ein wenig zäh. Aber nach den ersten Runden merken die meisten, was für ein schönes und erfüllendes Ritual das ist. Und, dass man natürlich nicht nur die großen Dinge wie Beförderungen oder Gehaltserhöhungen lobend erwähnen darf. Im Gegenteil: Gerade die kleinen Glücksmomente, die im Alltag so leicht untergehen, dürfen und sollen gewürdigt werden.

Kann da auch was schiefgehen?

Nun – natürlich kann es sein, dass die Kudo-Karten tendenziell immer an die gleichen Personen gehen. Das kann bei einzelnen Teammitgliedern zu Enttäuschungen führen – und bei den Spitzenreitern einen regelrechten Wettkampf entfachen. Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck von Kudo. Jeder sollte daran denken, das Lob über die Zeit gerecht aufzuteilen. Selbstverständlich muss sich keiner was auf den Fingern saugen.

Aber wenn es bei euch im Team Mitglieder gibt, die niemals positiv auffallen und deren Wesen oder Leistungen nie gelobt werden, dann ist das auch eine wichtige Botschaft. Besonders Führungskräfte sollten darauf achten, ob und warum solche Ungleichgewichte bestehen. Und dann eventuell Gespräche mit den Mitarbeitern führen.

In der Regel werden aber alle hin und wieder bedacht – und nicht nur die Empfänger des Feedbacks, sondern auch diejenigen, die sie gelobt haben, gehen mit einem guten Gefühl aus dem Meeting raus. Also: Probiert es doch gleich mal selbst aus!

Team Karriere Boost

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