Frustration

Frustration im Job: So gehst du richtig damit um!

Wir alle sind mal mehr oder weniger frustriert bei der Arbeit. Was wir dabei oft übersehen: Frustration ist nicht immer schlecht. Das Maß und der Umgang damit machen den Unterschied. Erfahre hier, wie du positiv mit Frustration umgehen kannst!

Manchmal ist der Frust so groß, dass wir am liebsten alles kurz und klein schlagen würden. Uns allen geht es hin und wieder wie dem Panda-Bären im Gif … Vor allem in der Arbeitswelt, in der wir uns unsere Chefs und Kollegen nicht aussuchen können, steigt das Frustrationslevel manchmal in ungesunde Höhen.

Der neue Chef wirft mühsam erarbeitete Konzepte und Strukturen kurzerhand durcheinander; eine Kollegin bekommt das Projekt, das du schon immer leiten wolltest; du hast ein Ziel nicht erreicht oder deine Erwartungen wurden nicht erfüllt … Kommt dir das bekannt vor?

Oft rührt Frustration dann aus Gefühlen wie Scham oder Wut. Der Frust kann uns ganz plötzlich packen oder sich langsam aufstauen, bis das Maß voll ist. Kaum zu glauben, dass aus so negativ behafteten Emotionen auch etwas Positives resultieren kann.

Durch Frustration raus aus der Komfortzone

Frustration bewirkt etwas ganz Entscheidendes: Veränderung. Befinden wir uns in einem niedrigen Erregungszustand (ohne Frustration) ist das vergleichbar mit unserer Komfortzone. Sich aus dieser herauszubewegen, wo es dort doch so bequem ist, wird ohne Motivation nicht geschehen. Steigt unser Erregungszustand, empfinden wir den Drang zu handeln. Auch unsere kognitive Leistungsfähigkeit nimmt bei einem mittleren Erregungszustand zu. Somit sind kurzfristige Erregungszustände – ob positiv oder negativ – eigentlich wahre Leistungsbooster.

Aber es gibt auch die andere Seite – dafür ist unser Panda das beste Beispiel: Schnellt dein Frustrationslevel hoch, entlädst du deinen Frust im schlechtesten Fall unproduktiv durch Aggression und fühlst dich danach wahrscheinlich nicht einmal besser, im Gegenteil. Außerdem: Verharrst du im Zustand maximaler Erregung, nimmt deine Leistungsfähigkeit ab. Chronischer Stress ist ein gutes Beispiel dafür und endet nicht selten in einem Burnout. Was kannst du also tun, um mit Frustration sinnvoll umzugehen?

Umgang mit Frustration – ein Drahtseilakt

Die richtige Balance zwischen produktiver Erregung und maximalem Stresslevel zu finden, ist nicht einfach. Aber wir haben ein paar Tipps für dich:

  • Das Innere Team: Du bist unzufrieden mit deinem Beruf, kannst diese Unzufriedenheit aber nicht konkret benennen? Hier hilft es, wenn du auf die Methode des inneren Teams zurückgreifst: Höre auf deine Gedanken und teile sie auf in deine innere Haupt- und Nebenstimmen, fokussiere dich aber vor allem auf die prägnantesten Stimmen. Gib ihnen Namen und Gestalt. Diese Stimmen können deine Wut widerspiegeln, deine Zweifel, aber auch ganz rationale Betrachter sein. Die Auseinandersetzungen mit deinem Inneren Team hilft dir, ein Bewusstsein zu entwickeln, wo das eigentliche Problem liegt, ob es Zeit für einen Jobwechsel ist oder ob du Veränderungen innerhalb deines Jobs anstoßen möchtest.
  • Expressives Schreiben: Das expressive Schreiben kommt eigentlich aus der Psychologie und dient der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Aber es kann durchaus auch ein Mittel sein, mit Frustration umzugehen und zu verarbeiten. Schreibe an 4 aufeinanderfolgenden Tagen für jeweils 20 Minuten ohne Unterbrechung alles auf, was dich stört. Denke dabei weder an Rechtschreibung noch Grammatik. Du wirst sehen: Es senkt Frustration und Stresspegel und hebt deine Stimmung.
  • Realistische Zukunftsorientierung: Um besser mit Frustration umzugehen, ist es nützlich, eine realistische und gesunde Zukunftsorientierung zu entwickeln. Das heißt z. B. zu lernen, dass es Zeit braucht, um Ziele zu erreichen und Erfolg sich nicht von heute auf morgen einstellt. Es ist gut, einen Motor zu haben, der dich antreibt, darüber darfst du aber nicht vergessen, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde. Sonst geht dir bald der Sprit aus und das Nachtanken wird dir schwerfallen. Darum übe dich in Geduld und erhöhe somit auch deine Stresstoleranz.

Im Video berichten wir von verschiedenen Situationen im Job, die Veränderungen mit sich bringen und wie man damit umgeht. Vielleicht kommt dir davon was bekannt vor und du steckst auch gerade in solch einer Veränderungsphase. 🙂

Team Karriere Boost

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