Boreout

Boreout: Krank durch „süßes Nichtstun“?

Boreout – oder wörtlich übersetzt „ausgelangweilt“ – ist bis heute kein wissenschaftlich anerkanntes oder untersuchtes Phänomen. Und auch wenn es noch von einigen belächelt und als Faulheit abgetan wird: Zu wenig Arbeit kann uns ebenso krank machen wie zu viel. Hier erfahrt ihr mehr über dieses Phänomen. Und ob du vielleicht schon auf dem Weg bist, in ein Boreout zu geraten und welche Lösungen es gibt.

Den ganzen Tag am PC zocken, zwischendurch Urlaube recherchieren und zur Erholung mal ein Käffchen? Was für viele nach einem sehr entspannten Arbeitsalltag klingt, ist für andere die Hölle. Denn kontinuierliche Langeweile im Job kann ebenso zermürbend sein wie ständiger Stress. Doch seien wir mal ehrlich – ab und zu ein bisschen im Netz surfen und die eine oder andere private Mail verschicken, wer tut das nicht? Wo ist denn da die Grenze zum Boreout?

Bist du auf dem Weg in den Boreout?

Hier könnt ihr einen Test machen, der euch verrät, wie Boreout-gefährdet ihr seid.

Du hast vier oder mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet? Dann ist Gefahr im Verzug. Entweder du bist bereits mittendrin im Boreout oder auf dem „besten“ Weg.

Boreout: Einfach nur Faulheit?

Ganz klar: nein. Wer in ein Burnout rutscht, ist nicht einfach nur aus Prinzip Arbeitsverweigerer. Wer in seiner Arbeit Sinn sieht und glücklich ist – bzw. eine hohe Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens trägt –, der gerät selten in die Gefahr, einen Boreout zu bekommen. Anders sieht es aus, wenn folgende Punkte zutreffen:

  • Du hast grundsätzlich den falschen Job.
  • Der Job an sich passt, nur leider bekommst du nur die langweiligen Projekte und Aufgaben. Die spannenden erledigt dein Boss lieber selbst. Das Ganze kann auch bis zum Mobbing gehen: Wird dir konsequent Arbeit vorenthalten oder bekommst du als einziger immer nur die Jobs, die sonst keiner machen möchte, will man dich möglicherweise loswerden.
  • Alternativen, die mehr Spaß machen als die Arbeit, sind jederzeit verfügbar. Internet und Smartphones sind hier natürlich ganz vorne mit dabei, aber auch Ehrenämter oder die Urlaubsplanung können verführerisch sein.

Sieht der eigene Arbeitsplatz so aus, entwickelt man schnell Strategien, um Arbeit zu vermeiden und dennoch beschäftigt zu wirken. Beispielsweise wird möglichst viel Lärm wie lautes Tastaturklappern oder geräuschvolles Aktenumblättern als Gegenstrategie zur Stille am Arbeitsplatz eingesetzt. Oder man läuft dauernd hektisch durchs Haus, obwohl man eigentlich dort gar nichts zu tun hat.

Und wie komme ich da raus?

Der erste Schritt: Werde dir bewusst, dass in deinem Arbeitsleben etwas schiefläuft. Wenn du Tag für Tag deine Zeit im Büro absitzt, ohne etwas zu tun zu haben, wenn du dir ständig Nebenbeschäftigungen suchst und gleichzeitig Unzufriedenheit und Frustration wachsen, dann solltest du dringend etwas ändern. Hier einige Ansatzpunkte:

  • Mach dir klar, dass du Verantwortung übernehmen musst. Keiner kann dein Leben für dich besser machen. Du musst selbst aktiv werden.
  • Suche dir während der Arbeitszeit Arbeit. Wenn du nicht weiterkommst: Sprich mit deinem Vorgesetzten. Oder mit deinen Kollegen. Hol dir Hilfe.
  • Suche Sinn in deiner Arbeit. Wenn du auch nach längerem Überlegen keinen findest: Frag dich, ob der Job der richtige für dich ist. Oder ob du nicht woanders besser aufgehoben wärst.
  • Handle ein anständiges Gehalt für dich aus. Wird man zu schlecht bezahlt, demotiviert das in höherem Maße, als es motiviert, Sinn in der Arbeit zu finden.
Weiterlesen?

Weitaus bekannter und besser erforscht als der Boreout ist sein Konterpart, der Burnout. Wenn du mehr über psychische Erkrankungen wie diese erfahren willst und wissen möchtest, wie du dich davor schützen kannst, empfehlen wir die Haufe-Neuerscheinung „Psychische Belastungen am Arbeitsplatz vermeiden“ von Julia Scharnhorst. Und natürlich erfahren dort auch Unternehmen jede Menge Wissenswertes rund um präventive Maßnahmen für ihre Mitarbeiter.

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Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Group, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

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