Du entscheidest, was dich stresst! Fünf Auswege aus der Burnout-Falle

Nimmt der Stress überhand, tappt man allzu schnell in die Burnout-Falle. Ulrich Heister zeigt dir in seinem Gastbeitrag Wege, wie du ihr entkommst.

Stress, etwa in Form von sehr viel Arbeit oder schwierigen Aufgaben, erlebt jeder von uns zumindest von Zeit zu Zeit – die einen öfter, die anderen eher selten. In einem gewissen Maß können wir das gut verkraften. Erleben wir jedoch oft Stress und haben nicht ausreichende Phasen der Regeneration, dann leidet nicht nur unsere Lebensqualität erheblich. Auch die Gesundheit kann bedroht sein. Das Immunsystem wird geschwächt, und wir sind anfälliger für Infektionskrankheiten. Auch unser Herz-Kreislaufsystem leidet unter der andauernden Wirkung der Stresshormone, was nach längerer Zeit drastische Folgen haben kann. Was aber tun, wenn du oft viel Stress hast? Ganz gleich, ob ein Ende abzusehen ist oder du schon weißt, dass sich die Situation so bald nicht ändern wird: Es hängt vorwiegend von dir ab, als wie belastend du diesen Stress erlebst, wie du dich damit fühlst und ob er dir schadet. Letztlich entscheidest du selbst in Phasen großer Arbeitsbelastung oder persönlicher Herausforderungen, was dich stresst. Die folgenden fünf Tipps können dir dabei helfen, der Burnout-Falle zu entgehen.

1. Nimm es nicht persönlich

Sehr hilfreich ist es, in stressigen Zeiten, das, was geschieht, nicht persönlich zu nehmen. Fühle dich nicht angegriffen, wenn jemand kurz angebunden ist oder wenn du noch mehr Aufgaben bekommst. Nimm dir Fehler, die Du möglicherweise unter der angespannten Situation machst, nicht zu Herzen, selbst dann, wenn Kollegen vielleicht schroff reagieren. Denn das bindet viel zu viel Aufmerksamkeit und hilft dir nicht weiter, sondern erzeugt nur noch mehr Druck. Korrigiere den Fehler und mache mit dem weiter, was anliegt. Das klingt schwierig? Du kannst diese innere Haltung üben, indem du absichtsvoll deine Aufmerksamkeit steuerst.

2. Bleibe bei Dir selbst

Gib deinen inneren Widerstand gegen die Situation auf, so gut es geht. Schenke diesem Widerstand einfach keine Aufmerksamkeit mehr. Es ist sogar möglich, gute Laune zu haben, selbst wenn es drum herum hoch her geht. Erledige, was du kannst, ohne dich aufzureiben. Denn das nutzt weder dir noch der Organisation, für die du arbeitest. Nimm die Arbeit nicht mit nach Hause. Sorge am Feierabend gut für Dich selbst und erhole Dich. Setze dich dafür einmal hin und überlege gezielt, was dir gut tut und wie du es regelmäßig in deinen Feierabend einbauen kannst.

3. Grenze Dich ab

Schaffe dir eine Struktur, mit der du deine Aufgaben erledigst. Das hilft dir, die Übersicht zu behalten und erhöht deine Effizienz. Lege dir beispielsweise To-Do-Listen an, in denen du die zu erledigenden Dinge in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit aufführst. Damit kannst Du nichts vergessen, und dein Kopf ist frei für das, an dem du gerade arbeitest.
Bekommst Du mehr Aufgaben, als du bewältigen kannst, teile das mit. Wenn dein Chef oder Teamleiter darauf drängt, dass es wichtig sei, schnell noch etwas dazwischen zu nehmen und zu erledigen, dann mache deutlich, dass dafür etwas anderes liegen bleibt. Sei dabei wertschätzend und verbindlich, aber bleibe bestimmt. Fühle Dich nicht verantwortlich dafür, wenn du Dinge nicht schaffst, die über Deine Kapazitäten hinausgehen. Du kannst nicht mehr tun, als du tun kannst.

4. Ändere Deine Bewertung

Eine Studie kam zu folgendem Ergebnis: Diejenigen, die ihren Stress als sehr belastend empfanden, hatten ein um 43 Prozent höheres Sterberisiko als jene, die keinen Stress hatten oder ihn nicht als schädlich ansahen. Unsere Bewertung ist also ausschlaggebend dafür, wie wir Stress erleben und wie sehr er unserer Gesundheit schadet.
Was ergibt sich daraus? Bewerte deinen Stress um! Es gibt bestimmt positive Aspekte deiner Arbeit, denn sonst würdest Du sie nicht machen. Welchen Nutzen hast Du von dem, was du tust? Richte deinen Fokus darauf! Auch hier gilt wieder: Gib diesen Aspekten mehr Aufmerksamkeit als den negativen Seiten deiner Tätigkeit und dem Stress, die sie dir bereitet. Achte allerdings trotzdem darauf, dass du nicht über deine Grenzen gehst. Sollten Dir überhaupt keine positiven Aspekte einfallen, könnte es sein, dass du dich beruflich vielleicht grundsätzlich neu ausrichten solltest.

5. Überprüfe Deine Verhaltensprogramme

Vielleicht denkst du jetzt: „Das sind ja ganz nette Tipps. Aber meine Realität sieht ganz anders aus. So einfach ist das nicht mit der guten Laune, dem Abgrenzen oder dem Neu-Bewerten.“ – Dann überprüfe doch bitte, ob es bei dir immer wieder auftretende Verhaltens- oder Reaktionsweisen gibt, die dich daran hindern, auch bei Stress gelassen zu bleiben.
Sehr wahrscheinlich wirst du dabei Persönlichkeitsmuster erkennen, die dich schon länger begleiten. Manchmal reicht es, sich ihrer bewusst zu werden, damit sie sich wie von selbst ändern. Es ist aber auch möglich, dass du sie zwar erkennst, aber weiter erlebst. Dann ist es sehr lohnenswert, sich diese Muster genauer anzuschauen und sie zu bearbeiten. Dein gesamtes Lebensgefühl wird sich dadurch enorm verbessern. Wenn du selbst Klarheit über dich und deine eigenen Motive hast, spüren die Anderen das und werden entsprechend auf dich reagieren. Plötzlich wirst du erleben, dass Andere dich so respektieren, wie du bist.

Diese Änderungen kannst du selbstständig erreichen, indem du dir entweder professionelle Hilfe holst, oder indem du eine Methode erlernst, um an deinen Bewusstseinsmustern zu arbeiten. Mein kostenloser Online-Kurs liefert dir wirkungsvolle Werkzeuge, um mit Stress anders umzugehen und hilft dir dabei, der Burnout-Falle zu entkommen. Schau mal hinein:

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Ulrich Heister

Ulrich Heister

Ulrich Heister arbeitet mit Menschen, die etwas verändern wollen: in ihrem eigenen Leben, in ihren Beziehungen oder im Beruf. Seit 1995 ist er in eigener Praxis tätig. Seine Schwerpunkte sind die Psychotherapie, die Psychosomatik und die Hypnosetherapie. In diesen mehr als 20 Jahren hat er die Erfahrungen aus seiner Arbeit und zahlreiche Zusatzausbildungen zu einem sehr wirkungsvollen Ansatz weiterentwickelt. Er begleitet Klienten in Einzelsitzungen, bietet aber auch Kurse an. Darüber hinaus lehrt er an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und unterstützt Führungskräfte und Teams in Unternehmen mit Coaching sowie zielgerichteten Workshops.

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