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Besser argumentieren in Meetings: 5 Tipps für mehr Überzeugungskraft
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Besser argumentieren in Meetings: 5 Tipps für mehr Überzeugungskraft

Du hattest gute Ideen im Meeting, konntest dich aber gegen deine Kollegen wieder mal nicht durchsetzen? Dann nutze einfach unseren Leitfaden, damit du in Zukunft überzeugender argumentieren kannst.

Zeig Haltung beim Argumentieren

Egal, ob du schlicht überhört oder gar belächelt wirst: Gegen Kollegen mit der berühmten Ellenbogenmentalität kannst du etwas tun. Manchmal hilft es schon, ein wenig mehr auf die eigene Körpersprache zu achten.

Ertappst du dich, wie du eingesunken und mit hängenden Schultern auf deinem Stuhl sitzt? Nicht gerade ein Signal für Elan und Selbstbewusstsein – das merken die anderen sofort, sondern es schwächt deine Argumentation und dein Standing. Mit einer geraden Haltung und erhobenem Kopf signalisierst du Willenskraft und Durchsetzungsstärke. Wichtig dabei: Nicht übertreiben!

Das allein reicht meist nicht, denn bei Meetings geht es oft darum, auch überzeugend zu argumentieren und deine Meinung zu vertreten. Mit dem hier vorgestellten Fünf-Phasen-Modell kannst du dir einen bewährten Argumentationsleitfaden aneignen. Damit schaffst du es locker, dein Durchsetzungsvermögen in Meetings zu verbessern:

Phase 1: Nenne deinen Standpunkt

Gib zunächst ein kurzes und deutliches Statement zu deinem Standpunkt ab: »Ich bin für, ich bin gegen, ich bin noch unentschlossen bei …«

Damit machst du gleich zu Beginn deine Position deutlich, über die nun diskutiert werden kann. Indem du deine Meinung kundtust, vermeidest du, dass die oben erwähnten Alphatiere das Gespräch allein bestimmen.

Phase 2: Nur starke Argumente aufzählen

Halte dich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern führe gleich deine drei bis fünf überzeugendsten Argumente ins Feld. Halte nichts zurück, denn jetzt ist der Moment, der zählt! Vermeide unbedingt eine langatmige und unübersichtliche Mischung aus Pro- und Contra-Argumenten, um deine Gesprächspartner nicht zu verwirren.

Phase 3: Welchen Nutzen kannst du bieten?

Mach klar, wie deine Kollegen und dein Chef von deinem Vorschlag profitieren können. Wieviel Zeit oder Kosten könnt ihr einsparen, wenn ihr deiner Argumentation folgt? Welchen Nutzen hat dein Vorschlag für deine Gesprächspartner? Psychologisch geschickter ist es immer, die positiven Seiten hervorzuheben, als negative Aspekte zu betonen.

Phase 4: Zähle Beispiele für deine These auf

Jetzt musst du deinen Vorschlag mit Fakten unterfüttern: Argumentiere mit geeigneten Beispielen, Beweisen und Zahlen, die deinen Vorschlag untermauern. Zu diesem Zeitpunkt kannst du auch Emotionen oder Anekdoten vorbringen, die dazu beitragen können, deine Sichtweise darzulegen. Hier kannst du auch eventuelle Gegenargumente aufgreifen und möglichst schon direkt entkräften. „Ich weiß zwar, dass Kunden auf Preiserhöhungen sensibel reagieren, aber in der Vergangenheit gab es keine Umsatzeinbrüche bei Erhöhungen.“

Phase 5: Wiederholung und Handlungsaufforderung

Nenne nun nochmals dein bestes und wichtigstes Argument, das für deinen Vorschlag spricht. Das letztgehörte Argument bleibt deinen Gesprächspartnern schließlich am längsten in Erinnerung. Fordere den Zuhörerkreis abschließend auf, die nächsten Schritte einzuleiten. „Wollen wir das so umsetzen?“, „Wollen wir über diesen Vorschlag abstimmen?