Selbstorganisation im Team

Selbstorganisation im Team: Mut als Erfolgsmotor

Moderne Unternehmen brauchen selbstorganisierte Teams. Nur dann können sie flexibel agieren und mit Veränderungen umgehen. Aber was heißt das eigentlich: Selbstorganisation im Team? Und was spielt Mut dabei für eine Rolle?

Selbstorganisiertes Arbeiten im Team

Selbstorganisation im Team ist ein starker Motor für agile Unternehmen. Denn diese Teams arbeiten losgelöst von starren Regelungen und haben dadurch einen größeren Handlungsspielraum, um schnell und adäquat auf auftretende Probleme und neue Herausforderungen zu reagieren. Das bedeutet nicht, dass Hierarchien vollständig wegbrechen. Handlungsrichtlinien sind nach wie vor wichtig, denn wenn jeder nach eigenen Spielregeln spielt, wird sich keine gute Teamdynamik einstellen. Darum braucht es auch in selbstorganisierten Teams eine Person, die sich den Hut aufsetzt und Impulse gibt. Du fühlst dich angesprochen? Dann solltest du weiterlesen!

Auf dem Prüfstand: Die Arbeitsatmosphäre

Wie kann Selbstorganisation im Team gelingen? Die Antwort: Nur dann, wenn ein gutes Arbeitsklima herrscht. Eine fruchtbare Zusammenarbeit wirkt sich direkt auf den Unternehmenserfolg aus. Denn: Ziehen sich Mitarbeiter aus Angst vor negativen Kommentaren zurück, ist das ein wirtschaftliches Problem. Auch selbstbewusstere Kollegen werden es sich zweimal überlegen, ob sie ihre Ideen preisgeben, wenn es an Offenheit und Vertrauen im Team mangelt. Dann fehlt der fruchtbare Boden für kreativen Austausch und damit bekommt das Unternehmen ein Innovationsproblem. Was also kannst du tun, um zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beizutragen? Mut ist hier das Stichwort.

Das richtige Klima schaffen durch indirekte Ermutigung

Mit indirekter Ermutigung kannst du und jeder einzelne im Team etwas zu einem besseren Arbeitsklima beitragen. Das heißt banal gesagt zunächst: Einfach mal den Mund halten und einen negativen Kommentar herunterschlucken. Das kann eine angespannte Atmosphäre nach und nach lockern, wenn das Gegenüber bemerkt, dass es, ohne unangemessene Kritik zu erfahren, seine Gedanken äußern kann.

Am besten zieht das Team dabei an einem Strang – und zwar in dieselbe Richtung. Dafür braucht es einen Leitfaden. Indirekte Ermutigung kann folgendermaßen aussehen:

  • Echtes Interesse an seinem Gegenüber zeigen
  • Aufmerksam zuhören
  • Freundlicher Blick und Stimme
  • Geduld und Begeisterung entgegenbringen
  • Auf das Positive fokussieren
  • Fortschritte anerkennen
  • Nicht schlecht über den anderen sprechen
  • Keine Grüppchenbildung

Vorteil: Diese Punkte sind für jedes Teammitglied leicht umsetzbar und frei von Nachteilen.

Direkte Ermutigung als nächster Schritt

Ist das Klima im Team wohlwollend, bietet das die Basis für direkte Ermutigung. Diese sollte allerdings nur dort stattfinden, wo sie wirklich erforderlich ist, um keine falschen Signale zu senden. Hier braucht es Fingerspitzengefühl von dir, aber auch von den Kollegen. Direkte Ermutigung meint, den Teamkollegen einen Impuls in die richtige Richtung zu geben und das im richtigen Moment. Kommt der gutgemeinte Impuls zur falschen Zeit, wird er womöglich nicht als Feedback oder Zuspruch aufgefasst und löst eine unwillige Reaktion aus. Geduld und Empathie sind also von zentraler Bedeutung.

Direkte Ermutigung kann z. B. bedeuten, einem Kollegen zu helfen, das Für und Wider bei Entscheidungen auszuloten oder Probleme zu analysieren, die Lösung aber ihm selbst zu überlassen, damit sich im Nachhinein bei ihm ein Erfolgserlebnis einstellt und die Hilfe nicht entmutigend wirkt.

Tipp: Es kann hilfreich sein, den Blickwinkel zu wechseln: Mach dir klar, dass andere Menschen Dinge nicht genauso tun müssen wie du selbst. Auch wenn dir die Arbeitsweise eines Kollegen unlogisch erscheint, hat er sich sehr wahrscheinlich etwas dabei gedacht. Diese Sichtweise hilft dir dabei, dich gar nicht erst über etwas aufzuregen, sondern sachlich zu reagieren.

Eine ermutigende Grundhaltung einnehmen

Eine ermutigende Grundhaltung ist eng an die eigene Person und das eigene Selbstwertgefühl geknüpft. Sind Menschen mit sich selbst im Reinen, fällt es ihnen leichter diese Haltung einzunehmen. Selbstorganisation im Team funktioniert und profitiert von einer ermutigenden Grundhaltung, für die folgende Grundlagen eine wichtige Basis bilden:

  • Respekt und Wertschätzung
  • Beziehung auf Augenhöhe
  • Akzeptanz des anderen mit allen Fehlern
  • Potenziale des anderen erkennen und nicht nur dessen Fehler sehen
  • Schwachpunkte des anderen nicht überbewerten
  • Ehrliches Interesse an den Problemen des anderen
  • Wirkung des eigenen Verhaltens reflektieren
Team Karriere Boost

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