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Schluss mit Prokrastination – besiege deine inneren Dämonen
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Frau am Schreibtisch liest ein Buch

Schluss mit Prokrastination – besiege deine inneren Dämonen

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Prokrastination – oder auch Aufschieberitis: Jeder hat schon mal die eine oder andere Aufgabe vor sich hergeschoben. Wenn das aber zur Regel wird, hast du ein Problem. Wie du aus dieser Falle rauskommst, liest du hier.

Prokrasti-was?

Die krankhafte Eigenart, Aufgaben oder Projekte grundsätzlich erst Mal vor sich herzuschieben: Das bedeutet Prokrastination. Und das kann krank machen. Denn irgendwann wird man den aufgeschobenen und dadurch aufgehäuften Problemen nicht mehr gewachsen sein. Doch wenn dann bereits alles über einem einbricht, ist es zu spät.

Gehörst du auch zu den ewigen Aufschiebern, solltest du frühzeitig reagieren und der Prokrastination den Kampf ansagen. Doch welche inneren Dämonen gilt es zu bezwingen? Wir haben drei der hochrangigsten für dich ausgemacht.

1. Prokrastination aus mangelndem Erfolgshunger

Fehlt dir mangelnder Hunger nach Erfolg, wirst du dich schwerer aufraffen können, deine Aufgaben anzupacken. Denn: Es läuft ja gut so, wie es läuft. Du behältst also bequem den Ist-Zustand bei, aber entwickelst ihn nicht weiter. Du bleibst in deiner Komfortzone stecken.

Das kannst du tun: Deine Zufriedenheit mit den eigenen Erfolgen hemmt deine Sicht und damit deine Produktivität bei der Arbeit, aber auch deine ganz persönliche Weiterentwicklung als Mensch. Reflektiere darum vergangene Projekte, die du erfolgreich umgesetzt hast:

  • Was hat bei dir den Willen zum Erfolg hervorgerufen?
  • Wie groß war dein Erfolgshunger?
  • Haben dich äußere oder innere Faktoren angetrieben?

So kannst du die Mechanismen ausmachen, die es braucht, damit du wieder zum Stürmer und Dränger wirst.

2. Perfektion – der heimliche Freund der Prokrastination

Bist du ein Perfektionist, dann kann das dazu führen, dass Projekte nie über die Ideen-Phase hinauskommen. Denn du planst alles bis ins kleinste Detail und es ist doch nie genug. Die Details wiederum werden so vielschichtig, dass du sie kaum mehr überblicken kannst. Auch wenn du Listen und Tabellen erstellst und dich in Nachforschungen verlierst, glaubst du immer noch, dass etwas fehlt.

Das kannst du tun: Das perfekte Vorgehen, bei dem alles geplant ist und nichts fehlt, gibt es nicht. Mache dir bewusst, dass dein Bestes gut genug ist, du musst dich nicht selbst übertrumpfen. Gestehe dir Fehler zu. Diese sind nicht schlimm, sondern die beste Lernmethode. Wenn du das akzeptieren kannst, gelangst du viel leichter ins Tun und den tatsächlichen Umsetzungsprozess.

3. Der verfrühte innere Kritiker

Innere Kritik ist wichtig, sie dient als Schutzfunktion: Wir prüfen unser Vorhaben kritisch und stellen so sicher, nichts Wichtiges zu übersehen. Manchmal kann der innere Kritiker aber zu früh und zu harsch zuschlagen. Dann führt er zu Zweifeln, ob das Vorhaben nicht eine Nummer zu groß ist oder ob es überhaupt in den Bereich unseres Könnens fällt.

Das kannst du tun: Zähme deinen inneren Kritiker und weise ihm den richtigen Platz zu. Gehe Schritt für Schritt vor.

  • Formuliere deine Idee oder dein Vorhaben.
  • Notiere dir die groben Umsetzungsschritte.
  • Trete mit deinem inneren Kritiker in Dialog: Welche Stolpersteine sind zu beachten?
  • Notiere alle Einwände und ordne sie nach Eintrittswahrscheinlichkeit, das hilft dabei, dir einen realistischen Blick auf dein Vorhaben zu bewahren
  • Berücksichtige am Ende nur Einwände, wirklich wichtig sind und hohe Auswirkungen sowie eine mittlere bis hohe Eintrittswahrscheinlichkeit haben.

Wie du bei der Umsetzung deiner Ideen gegen Widerstände angehst, liest du in unserem Beitrag „Widerstände brechen„.