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Role and Soul: Mit festen Rollen Arbeit und Privatleben trennen
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Frau schaut durch Folie

Role and Soul: Mit festen Rollen Arbeit und Privatleben trennen

 Team /gebrüderheitz
Team /gebrüderheitz
Digitalagentur

Um die Trennung zwischen Job und Mensch zu erleichtern und für mehr Work-Life-Balance zu sorgen, arbeiten immer mehr Arbeitnehmer:innen und Organisationen mit Rollen. In diesem Gastbeitrag der Digitalagentur /gebrüderheitz erfährst du, was es mit dem rollenbasierten Arbeiten auf sich hat und wie dir Rollen helfen können, deine private von deiner beruflichen Welt zu trennen..

Role and Soul: Was sind Rollen?

Rollen sind Teil des rollenbasierten Arbeitens – eine Arbeitsweise, die vor allem im Kontext der New-Work-Bewegung wegen ihrer zahlreichen Vorteile bekannt ist. Für uns sticht besonders die Stärke des Rollenmodells hervor, Arbeitnehmer:innen den Wechsel zwischen ihrem Privat- ins Arbeitsleben zu erleichtern, indem sie Personen und arbeitsbezogene Verpflichtungen auf eine gesunde Distanz bringen.

Denn beim rollenbasierten Arbeiten werden den Menschen nicht Aufgaben zugewiesen, sondern Rollen. Arbeitnehmer:innen schlüpfen flexibel in die Rolle, identifizieren sich für den Zeitraum ihrer Arbeit mit den dazugehörigen Zielen und Verpflichtungen und legen sie am Ende des Arbeitstages wieder ab – wie ein Kostüm oder einen Hut.

Uns helfen Rollen zum Beispiel dabei, …

1. … einfacher vom Arbeits- ins Privatleben überzugehen

Während unserer Arbeitszeit identifizieren wir uns fest mit der Rolle, die wir einnehmen. Wenn wir in unser Privatleben wechseln, legen wir die Rolle ab und werden – sozusagen – wieder wir selbst. Das Verbildlichen von Kostümen oder Hüten, die man an- und auszieht, hilft uns an dieser Stelle sehr, um den Wechsel noch ausdrücklicher zu erleben.

2. … emotionale Distanz zur Arbeit zu finden

Indem wir Herausforderungen während der Arbeitszeit als Herausforderungen unserer Rollen verstehen, fällt es uns leichter, daraus folgenden Stress von unserem Privatleben fernzuhalten. So schonen wir unsere Gefühle und finden nach Feierabend Erholung.

3. … zwischenmenschliche Spannungen zu lösen

Indem wir uns auf der Arbeit in unseren Rollen begegnen, können wir leichter feststellen, ob es sich bei Spannungen um ein operatives Problem handelt oder um ein zwischenmenschliches. Erkennen wir ein operatives Problem, legen wir es neutral in die Hände unserer Rollen. Ist es dagegen ein zwischenmenschliches und damit privates, begegnen wir uns offen und wertschätzend in einem klärenden Gespräch.

Wie funktioniert die Arbeit mit Rollen?

Rollen geben uns genau vor, was wir während unseres Arbeitstages machen müssen. Denn Rollen bestehen immer aus einem Namen, einem übergeordneten Ziel und festen Verpflichtungen, mit denen das Ziel erfüllt werden soll.

Eine Rolle, die im Zentrum unserer Digitalagentur steht, heißt zum Beispiel „Entwickler:in“ und hat das Ziel: „Unsere Kund:innen erhalten eine technische Lösung, die unseren Qualitätsstandards entspricht.“ Verpflichtungen, die der Rolle zugewiesen sind, sind unter anderem „Klärt technische Details und Anforderungen mit der bzw. dem Kund:in ab“ oder „Lernt neue Entwickler:innen ein“. Wer in diese Rolle eintaucht bzw. sich den Entwickler:innen-Hut aufsetzt, fokussiert sich während der Arbeitszeit auf das Ziel und die Verpflichtungen, die der Rolle zugewiesen sind.

Rollen werden je nach den Interessen, Bedürfnissen und Fachkompetenzen einer Person besetzt. Wer welche Rolle einnimmt, entscheidet das Team mithilfe verschiedener Prozesse. Wir bevorzugen derzeit die wertschätzenden Wahl.

Jede:r Kolleg:in kann mehrere Rollen übernehmen, zwischen denen sie flexibel hin und her wechseln können. Eine Rolle kann auch von mehreren Teammitgliedern gleichzeitig besetzt werden.

Zudem lassen sich die Verpflichtungen flexibel an neue Herausforderungen des Arbeitsalltags anpassen. In gemeinsamer Abstimmung kann das Team den Rollen neue Aufgaben zuweisen oder nicht länger benötigte Aufgaben streichen. Eine Rolle kann auch komplett aufgelöst werden, wenn sie nicht mehr in die Arbeitsumwelt passt.

Durch ihre Wandelbarkeit erkennen Rollen an, dass sich die Bedürfnisse von Menschen und Unternehmen täglich verändern. Sie geben uns die Möglichkeit, flexibel auf neue Ideen und Wünsche zu reagieren, was das rollenbasierte Arbeiten facettenreich macht, für mehr Achtsamkeit bei der Arbeit sorgt und den Menschen hinter den Prozessen in den Fokus rückt.

Tipps für einen einfachen Rollenwechsel

Wie bereits angesprochen arbeiten wir bei /gebrüderheitz ebenfalls rollenbasiert. Unser ganzes Team wechselt während des Arbeitstages zwischen verschiedenen Rollen hin und her.

Um zum Beispiel den Rollenwechsel noch einfacher zu machen, visualisieren sich einige Teammitglieder ihre Rollen nicht nur mit fiktionalen Gewändern und Kopfbedeckungen. Sie haben sich als Zusatzstütze physische Karten gestaltet, auf denen die einzelnen Bausteine der Rolle(n) vermerkt sind. Wenn sie eine Rolle aufnehmen, legen sie die jeweilige Karte als Fokushilfe vor sich. Möchten sie in eine andere Rolle wechseln, platzieren sie die passende Karte in ihrem Sichtfeld, während sie die Karte der abgelegten Rolle beiseite legen.

Mit Übung zum Rollenprofi

Anfangs kann es schwierig sein, sich fließend zwischen „Role“ und „Soul“ zu bewegen. Auch das Switchen zwischen den Rollen kann zu Beginn herausfordernd sein. Mit etwas Übung gelingt es mit jedem Tag jedoch besser, von Rolle zu Mensch und wieder zurückzugleiten.