Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice: So geht’s!

#WirBleibenZuhause: In Zeiten des Corona-bedingten Social Distancing definiert sich Führung plötzlich völlig neu. Viele Firmen haben ihre Mitarbeiter von jetzt auf gleich ins Homeoffice geschickt. Diese – auch für Führungskräfte – völlig neue Situation schürt viele Unsicherheiten. Das muss nicht sein! Wir zeigen euch, wie ihr euer Team auch aus der Ferne erfolgreich lenkt.

Eines vorweg: Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter ist das A und O einer produktiven Zusammenarbeit im Team. Vor allem dann, wenn der persönliche Kontakt face-to-face nicht möglich ist. Das heißt nicht, dass Führungskräfte kein kritisches Auge auf ihre Mitarbeiter werfen sollen. Zu viel Kontrolle wird jedoch oft als Misstrauen erlebt, zu wenig als Nachlässigkeit. Deshalb ist es wichtig, eine gute Balance zu finden. Vertrauensfördernde Maßnahmen sollten daher gezielt eingesetzt werden. Sie bilden die Basis für eine gute Mitarbeiterführung und ein gut funktionierendes Team.

Darum: Informiere deine Mitarbeiter zeitnah, ehrlich und umfassend über alle relevanten Themen. Haltet Zusagen ein, geht auf Probleme und Sorgen eurer Mitarbeiter ein und trefft wichtige Entscheidungen erst, wenn ihr die Meinungen des gesamten Teams gehört habt.

Kommunikation als Schlüssel für ein offenes Miteinander

Für gute Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice gilt: Kommunikation ist das Schlüsselwort. Denn arbeiten alle im Homeoffice, fallen gemeinsame Mittagessen oder der Plausch in der Kaffeeküche weg. Führungskräfte, die vorher im Großraumbüro saßen, bekommen viele Absprachen oder auch Probleme im Team nicht mehr mit, da sich die Kollegen nun bilateral im Netz abstimmen. Du bist einfach nicht mehr so „nah dran“ wie vorher! Damit ihr mit euren Mitarbeitern im Austausch bleibt, gibt es neben E-Mail und Telefon einige nützliche Tools:

Videokonferenz: Per Video-Chat zu kommunizieren, hilft, die anderen Teammitglieder besser zu verstehen, und das liegt nicht an der Tonspur, sondern an der Mimik. Eine Einordnung des Gesagten fällt dadurch leichter und die Stimmung der Mitarbeiter wird besser greifbar. Regelmäßige Videokonferenzen sind darum ein Muss. Als Tools eignen sich dafür Skype, Microsoft Teams, Zoom oder WebEx.

Messenger: Auch die Kommunikation über einen Messenger bietet sich an und kann auch dazu dienen, Mitarbeiter besser kennenzulernen. Denn wie jemand über diesen Kommunikationsweg agiert, sagt viel über die Person aus. Messenger eignen sich aber nur für einen kürzeren Informationsaustausch, denn die Kommunikation über Chats kann anstrengend sein. Für schlechte Nachrichten wie Absagen oder Ähnliches greift auf ein formaleres Medium wie E-Mail oder auf ein persönlicheres wie Telefon zurück.

Projektmanagement: Damit du und dein Team den Überblick über die Aufgaben jedes Teammitglieds behaltet, lohnt es sich über eine virtuelle Pinnwand Aufgaben festzuhalten. Dafür eignen sich Tools wie Trello, Microsoft Planner, Asana oder Jira.

Teambuilding: Die Bindung zwischen den Teammitgliedern ist entscheidend für den Erfolg und erleichtert die Führung von Teams erheblich. Darum sind Teambuilding-Maßnahmen auch bei virtuellen Teams sinnvoll. Und das geht auch online! Spiele wie „The Desktop Photo Contest“, bei dem jeder im Team ein Foto seines Schreibtischs teilt und im Nachhinein (nicht ganz ernsthaft) über den Sieger diskutiert wird, bieten sich an. Auch „Three Truths and a Lie“ eignet sich hervorragend. Dabei stellt jeder vier Behauptungen über sich auf und die Kollegen müssen daraufhin erraten, welche der Behauptung eine Lüge ist. Du siehst, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Verbindliche Regelungen für das Arbeiten im Homeoffice

Damit Mitarbeiterführung und allgemein das Arbeiten aus dem Homeoffice gelingt, sollten teamintern Regeln festgelegt werden. Das können das morgendliche Anmelden, eine kurze Info, wer wann in die Mittagspause geht oder für eine gewisse Zeit nicht am Platz ist und das abendliche Abmelden sein. Vielleicht gibt es auch Kernzeiten, in den Mitarbeiter präsent sein sollen. Solche Regelungen tragen dazu bei, dass alle Teammitglieder lernen, dass sie sich aufeinander verlassen können, denn Erreichbarkeiten werden dadurch klar kommuniziert. Das erleichtert es auch dir als Führungskraft, den Überblick zu behalten, und sorgt für Sicherheit und Verbindlichkeit.

Du möchtest mehr über Strategien zur Führung aus dem Homeoffice wissen?

Valentin Nowotny beleuchtet und erläutert in seinem Buch „Führen mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co.“ ausführlich alle wichtigen Maßnahmen und Grundlagen, die zur Führung virtueller Teams wichtig sind.

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