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Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice: So geht’s!
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Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice: So geht’s!

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

Mit steigenden Corona-Fallzahlen ist wieder mehr Vorsicht und weniger Büropräsenz angesagt. Hier erfährst du, wie du dein Team zusammenhältst und wie Mitarbeiterführung auch über räumliche Distanz gelingt.

Eines vorweg: Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter ist das A und O einer produktiven Zusammenarbeit im Team. Vor allem dann, wenn der persönliche Kontakt face-to-face kaum möglich ist oder nur selten stattfindet.

Das heißt nicht, dass Führungskräfte kein kritisches Auge auf ihre Mitarbeiter werfen sollen. Zu viel Kontrolle wird jedoch oft als Misstrauen erlebt, zu wenig als Nachlässigkeit. Deshalb ist es wichtig, eine gute Balance zu finden und den Mitarbeiterinnen Nähe zu vermitteln. Vertrauensfördernde Maßnahmen und mentale Stärke sollten daher gezielt eingesetzt werden. Sie bilden die Basis für eine gute Mitarbeiterführung und ein gut funktionierendes Team.

Darum: Informiere deine Mitarbeiter zeitnah, ehrlich und umfassend über alle relevanten Themen. Haltet Zusagen ein, geht auf Probleme und Sorgen eurer Mitarbeiter ein und trefft wichtige Entscheidungen erst, wenn ihr die Meinungen des gesamten Teams gehört habt.

Kommunikation als Schlüssel für ein offenes Miteinander

Für gute Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice und bei hybrid arbeitenden Teams gilt: Kommunikation ist das Schlüsselwort. Denn arbeiten nicht mehr alle Mitarbeiterinnen vor Ort, fallen gemeinsame Mittagessen oder der Plausch in der Kaffeeküche weg. Führungskräfte, die vorher im Großraumbüro saßen, bekommen viele Absprachen oder auch Probleme im Team nicht mehr mit, da sich die Kollegen nun bilateral im Netz abstimmen. Du bist einfach nicht mehr so „nah dran“ wie vorher.

Damit du mit deinen Mitarbeitern im Austausch bleibst, sind regelmäßige Online-Konferenzen ein Muss. Dafür bieten sich kurze virtuelle Teammeetings am Morgen an, um zu besprechen, was an diesem Tag wichtig ist. Dabei lassen sich eventuelle Schwierigkeiten und nötige Unterstützungsmaßnahmen besprechen. So bleiben alle auf dem Laufenden und – noch wichtiger – das Team verliert sich nicht aus den Augen. Denn tägliche kurze Kontakte schaffen mehr Nähe und Vertrauen, als nur einmal wöchentlich ein langes Meeting. Damit die Videokonferenzen nicht langatmig werden, haben wir ein paar praktische Ideen zur Auflockerung.

Als Vorgesetzte solltest du mit den Mitarbeiterinnen regelmäßig individuelle Videochats fest einplanen, um Projekte unter vier Augen zu besprechen. Ganz wichtig ist auch dein Feedback. Schließlich kannst du damit auch deine Teammitglieder für ihre Aufgaben motivieren.

Regeln für die hybride Mitarbeiterführung

Damit die Mitarbeiterführung bei Homeoffice und hybridem Arbeiten gelingt, empfehlen sich gemeinsam entwickelte Regeln.

  • Dazu gehören die regelmäßigen Meetings, aber auch Absprachen, wer wann in die Mittagspause geht oder für eine gewisse Zeit nicht am Platz ist. Wer z. B. beim Arzt ist, kann den anderen mitteilen wann er wieder erreichbar ist. Daher sollten alle Teammitglieder ihren elektronischen Kalender stets gepflegt halten und Erreichbarkeiten werden dadurch klar kommuniziert. Vielleicht gibt es auch Kernzeiten, in den Mitarbeiter präsent sein sollen. Solche Regelungen tragen dazu bei, dass alle Teammitglieder lernen, dass sie sich aufeinander verlassen können. Das erleichtert es auch dir als Führungskraft, den Überblick zu behalten, und sorgt für Sicherheit und Verbindlichkeit.
  • Auch die Arbeitsorganisation braucht online ein bisschen Hilfestellung. Mit Microsoft Planner oder Trello kannst du die Aufgaben für alle transparent darstellen, damit alle den Überblick behalten.
  • Bürozeiten planen: Wer kann wann mobil arbeiten, wer muss wann vor Ort im Büro erscheinen? Was lässt sich allein bearbeiten, wo sind Absprachen und Zusammenarbeit nötig und sinnvoll? Da Büros auch der Vernetzung und dem Austausch untereinander dienen, sollten kreative Ideen, Workshops und die Zusammenarbeit bei Projekten – wo machbar – möglichst vor Ort geplant werden.

Teambuilding auch virtuell nicht vernachlässigen

Die Bindung zwischen den Teammitgliedern ist entscheidend für den Erfolg und erleichtert die Führung von Teams erheblich. Darum sind Teambuilding-Maßnahmen auch bei virtuellen Teams sinnvoll. Und das geht auch online! Spiele wie „The Desktop Photo Contest“, bei dem jeder im Team ein Foto seines Schreibtischs teilt und im Nachhinein (nicht ganz ernsthaft) über den Sieger diskutiert wird, bieten sich an. Auch „Three Truths and a Lie“ eignet sich hervorragend. Dabei stellt jeder vier Behauptungen über sich auf und die Kollegen müssen daraufhin erraten, welche der Behauptung eine Lüge ist.

Du siehst, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und der Spaß kommt auch nicht zu kurz 😉