Mehr Konzentration gefällig? Hier kommen 5 Tipps!

Ein wichtiges Projekt muss schnell fertig werden und dir fehlt es einfach an Konzentration? Hier findest du Tipps, was du tun kannst.

Du kennst das: Die Deadline rückt näher, das Projekt muss bis morgen abgeschlossen sein und die Uhr tickt. Und gerade dann, wenn höchste Konzentration gefragt wäre, ist jede E-Mail, jede WhatsApp, jede Plauderei mit den Kollegen spannender als deine Aufgabe. Du schaffst es einfach nicht, dich auf deine Aufgabe zu konzentrieren. Hier kommen nützliche Tipps, wie du deine Konzentrationsfähigkeit verbessern kannst.

Willenskraft statt Motivation

Spanisch lernen für den nächsten Urlaub in Andalusien? Die Lyrics von einem guten Song übersetzen? Für Freunde ein Dinner zubereiten? All das geht meistens ziemlich straight und ohne große Ablenkungen vonstatten. Warum? Weil Glück, Spaß, Erfolg oder in manchen Fällen auch Geld winken. Wenn wir etwas mögen und gut können, dann sind wir im Flow. Und dann haben Ablenkungen meist auch keine besonders große Chance, uns die Konzentration zu nehmen.

Bei Tätigkeiten allerdings, die wir nicht so routiniert beherrschen oder auf die wir gerade überhaupt keine Lust haben, muss schlicht und einfach Willenskraft herhalten, um Konzentration zu ermöglichen. Dann müssen wir uns zwingen, nicht bei jedem Geräusch aufs Smartphone zu schauen und nicht eben mal schnell im Netz rumzudaddeln. Da hilft es, die Geräte stummzuschalten und auch E-Mail-Benachrichtigungen zu deaktivieren. Wenn unsere Gedanken einfach so mal abschweifen, helfen übrigens Gedankenstopps. Das heißt, immer dann kurz innezuhalten, wenn sich das Denken verselbstständigt und gar sabotierende Gedanken kommen.

Wie das in der Praxis geht? Dazu gleich mehr. Interessanter Fun Fact am Rande: Untersuchungen haben ergeben, dass unser Gehirn ungefähr vier Stunden am Tag damit beschäftigt ist, Dinge, die es eigentlich tun sollte, NICHT zu tun. Also nicht verzweifeln, wenn du dich mal wieder hast ablenken lassen. Du bist nicht alleine. Und es gibt Hilfe.

„Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt!“: 5 Tipps für mehr Konzentration

Wie Christiane Stegner in ihrem Buch „Lassen Sie Ihr Gehirn nicht unbeaufsichtigt“ schreibt: Unser Gehirn ist wahnsinnig neugierig und daher offen für allerlei Ablenkungen. Doch es gibt ein paar Tricks, um es zu überlisten und wieder konzentriert an die Arbeit zu gehen:

  1. Das Stoppschild: Wenn dein Gehirn sich lieber damit beschäftigt, ob du wohl das Licht daheim ausgemacht hast, in welcher Farbe du die Küche streichen sollst oder was der Chef wohl mit dem Satz vorhin gemeint haben könnte, anstatt sich auf den Projektplan zu konzentrieren, dann kann das Stoppschild helfen. Stell es dir jedes Mal vor, wenn du geistig von deiner Arbeit abdriftest. Das muss kein Abbild des Straßenschilds sein, für dich kann es auch ganz anders aussehen. Zieh es und rufe innerlich laut „Stopp“. Dann atme tief ein und widme dich wieder deiner Aufgabe.
  2. Der Body-Scan: Wenn das Stoppschild nicht hilft, versuch es mit dieser Übung. Wenn die Gedankenspirale einsetzt, dann lass die Arbeit für einen Moment liegen. Steh auf, stell dich hin, schließe die Augen und konzentriere dich ganz bewusst darauf, wie deine Füße auf dem Boden stehen. Wie sich deine Beine anfühlen. Was du in Rücken, Schultern und Nacken wahrnimmst. Atme ganz bewusst, tief und langsam ein und aus. Und dann geh wieder an die Arbeit – du wirst sehen, dass deine Konzentration umgehend verbessert wird!
  3. Prokrastination überwinden: „Unter Druck bin ich am besten“ – diesen Satz hört man besonders gerne von Leuten, die gerne Dinge aufschieben. Die Adrenalin-Junkies unter den Prokrastinierern denken, dass sie nur so kreativ und richtig gut sein können. Die Konzentration bleibt bei dieser Taktik allerdings schnell auf der Strecke. Ein kleiner Trick für alle, die sich dazu zählen: Ist die Deadline am Freitag, notier dir Mittwoch. Je öfter dein Gehirn diesen Tag dann liest, um so mehr glaubt es daran. Und, zack, ist das Projekt dann doch ein paar Tage früher fertig.
  4. Die Leistungskurve nutzen: Probleme uns zu konzentrieren haben wir auch dann, wenn unser Gehirn nicht auf voller Kraft arbeitet. Für die meisten Menschen gilt das für die Zeit nach dem Mittagessen und für den Nachmittag. Sie sind am Vormittag am leistungsfähigsten und sollten komplexe Arbeiten auf diese Zeiten legen. Abendmenschen hingegen bringen ihre Top-Performance, wie der Name schon sagt, eher gegen Abend. Sie sollten Vormittags Routinen abarbeiten und schwierige Aufgaben in die zweite Tageshälfte legen. Muss eine komplizierte Aufgabe doch mal früher am Tag erledigt werden hilft es, diese bereits am Vorabend vorzubereiten.
  5. Brainfood: Auch wenn es eigentlich auf der Hand liegt – wenn wir Durst haben, sinkt unsere Konzentrationsfähigkeit. Also: Unbedingt immer genügend trinken! Im Idealfall Wasser, keinen Kaffee. Und auch Glucose wirkt wahre Wunder. Allerdings lieber nicht in Form von Gummibärchen oder Schokolade. Das liefert nur kurzfristig Power. Lieber Vollkornprodukte nehmen, die versorgen das Gehirn langsamer, aber dafür nachhaltig mit Energie.

Übrigens: Noch mehr Tipps und viele weitere Übungen für den Konzentrations-Boost findest du in dem brandneuen TaschenGuide „Besser konzentrieren“. Jede Menge weiteres Job Know-how bieten auch unsere Karriere Boost Buchtipps!

Team Karriere Boost

Team Karriere Boost

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Gruppe, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

Send this to a friend