Selbstmanagement Stressbewältigung

Kreativ sein unter Stress? So schaffst du das

Du hast sicher schon erlebt, dass dir gute Ideen kommen, wenn du gar nicht absichtsvoll an dein Thema oder deine Frage denkst. Sondern du gerade etwas komplett anderes machst. Beim Joggen, unter der Dusche, entspannt in der Badewanne.

Entspannung scheint also gut für kreative Ideenfindung zu sein. Doch was kannst du tun, wenn du gerade im Megastress bist und bis abends eine gute Idee brauchst für das nächste Meeting, für ein Projekt oder ein Mitarbeitergespräch?

Es stimmt: Entspannung kann eine gute Grundlage für Kreativität sein, daher ist es wichtig, immer wieder einmal Kreativ-Pausen einzulegen. Bei mir ist das zum Beispiel ein 15-minütiger „Mittagsschlaf“. Bei dem ich nicht wirklich schlafe, sondern eher in einer Art Kurzkoma liege und oft das Gefühl habe, da wird mein Gehirn mal so richtig aufgeräumt und umgerührt. Und plötzlich macht es „Plopp“, mir schießt eine Idee in den Kopf, ich stehe auf und hämmere sie ins Laptop.

Nun aber bist du im Stress. Und völlig vernagelt.

Nimm Kreativitätstechniken zu Hilfe

Die gute Nachricht: Ja, man kann auch unter Stress kreativ sein! Es gibt verschiedene Kreativitätstechniken und Methoden, die einem ein Gerüst, einen roten Faden an die Hand geben. Diese Struktur hilft dir, systematisch an dein Thema oder deine Frage heranzugehen.
Viele der Kreativitätstechniken kann man alleine durchführen oder auch im Team.

Spielerisches und chaotisches Brainstorming

Und manchmal muss man sich einfach ransetzen und drauf los schreiben. Einfach – ohne große Ansprüche – Ideen auf ein Blatt Papier kritzeln. Vielleicht sogar nur die Fragen aufschreiben oder das Thema und dann sehen, ob „es sich von selber weiterschreibt“. Du kannst einfach Stichpunkte clustern oder ein Mind Map beginnen und dort wild herumassoziieren. Ohne innere Zensur einfach alles aufschreiben, was dir zu der Fragestellung gerade in den Sinn kommt.

Das Wichtigste ist, dass du in der Phase nicht den Anspruch haben musst, dass das jetzt schon die perfekte Lösung ist. Du pirschst dich nur heran und darfst in dieser Phase hemmungslos herumspielen und spinnen. Das Spielerische und Lockere ist dabei sehr hilfreich. Vielleicht scribbelst oder zeichnest du auch was.

Kreative Pause

Wenn du dann all deine Fragen, Assoziationen und erste Ideen in völlig willkürlicher und chaotischer Weise notiert hast, dann lege deine Unterlagen zur Seite. Mach eine Stunde etwas anderes oder, wenn es geht, eine Pause. Lauf einmal um den Block oder beantworte deine E-Mails.

Ideen weiter bearbeiten

Dann schaust du dir nach einer Stunde deine ersten Ideenentwürfe noch einmal an und bist erstaunt, wie viel da schon steht. Dann kannst du schon wesentlich entspannter herangehen, diese Ideen nun zu ordnen und zu sortieren, daran weiter zu arbeiten und dir dann die eine auswählen, die du am nächsten Tag präsentieren willst.

Mehr Info zum Thema „Kreativitätstechniken“ findest du in diesen Büchern:
TaschenGuide Kreativitätstechniken
Edition Training aktuell: Kreative Geister wecken

 

Zamyat Klein

Zamyat Klein

Diplom-Pädagogin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung, arbeitet seit 1980 als Trainerin, seit 1991 als freiberufliche Trainerin, Coach und Autorin. Sie hat zahlreiche Zusatzausbildungen in Gestalt- und Pädagogischer Psychotherapie, Yoga, NLP und Suggestopädie absolviert und ist Gründerin der OAZE-Online-Akademie. Über ihr Unternehmen ZamyatSeminare, Lohmar, schult sie Trainer und Mitarbeiter aus Unternehmen. Sie gilt als ausgesprochene Expertin für Kreativitätstechniken, Train the Trainer und kreative Seminarmethoden, die sie auch über ihre OAZE-Online-Akademie anbietet. Seminare in der Natur ergänzen das Angebot: Kreativ-Walk und Berufliche Lebensplanung in der Türkei und in Deutschland.

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