Krach mit Kollegen? 3 Tipps für die Deeskalation

Vermutlich kennst du sie auch: die Kolleginnen oder Kollegen, mit denen du ständig aneinandergerätst. Vielleicht war das Konfliktpotential schon vom ersten Kennenlernen an da und du hast sofort gemerkt, dass ihr euch nicht grün seid. Möglicherweise hat sich die Gereiztheit, die sich bei jedem Wort des Gegenübers sofort einstellt, aber auch erst über die Zeit entwickelt.

Wie auch immer euer Konfliktpotenial entstanden ist: Wir geben dir drei Tipps an die Hand, die dir im Ernstfall bei der Deeskalation helfen können.

Tipp 1: Die positiven Seiten sehen

Wenn dich schon die pure Anwesenheit deiner Kollegin oder deines Kollegen auf die Palme bringt, ist eines natürlich besonders schwer: auch mal die positiven Seiten zu sehen. Aber: Mit ein bisschen Disziplin und Geduld kann auch das gelingen. Denn eines ist sicher: Jeder hat positive Eigenschaften und Fähigkeiten. Also – tief durchatmen und bevor du wieder einen Streit vom Zaun brichst, stell dir folgende Fragen:

  • In welcher Situation hat sie oder er dich mal wirklich in fachlicher Hinsicht überrascht? Auch wenn du tief in der Vergangenheit wühlen musst, irgendwas wird dir sicher einfallen. Ein Beispiel genügt.
  • Wann warst du in der Vergangenheit von ihr oder ihm menschlich angetan? Welche Reaktion hat dich positiv überrascht? Welche Eigenschaft dich unerwartet überzeugt? Auch hier reicht ein Beispiel.

Und dann: Ruf dir diese Beispiele immer dann ins Gedächtnis, wenn ihr euch seht oder du beim erstbesten Satz wieder aus der Haut fahren könntest. Und denk dran: Du tust es nicht für sie oder ihn. Sondern um – für dich – den nächsten energieraubenden Konflikt zu vermeiden.

Tipp 2: Gelassenheit durch Selbststärkung

Wenn dich jemand aus dem Team regelmäßig auf die Palme bringt, hilft es unter Umständen, an deiner eigenen Gelassenheit zu arbeiten. Stärke dich selbst und verschaffe dir ein gutes Gefühl, indem du ein besonders schönes Bild deiner Familie, deiner oder deines Liebsten oder auch des Haustiers in deiner Schreibtischschublade deponierst. Sobald dein Blutdruck steigt, schau es dir an. Wichtig: Benutze dein Erste-Hilfe-Foto nicht ständig, sonst verwässert die Wirkung. Besondere Situationen brauchen besondere Maßnahmen. Deshalb sollte der Einsatz auch etwas Besonderes bleiben.

Tipp 3: Zuhören lernen!

Wenn du das Gespräch suchst: Lerne, richtig zuzuhören. Besonders wenn man ohnehin schon auf Krawall gebürstet ist, gleicht das oberflächliche Hinhören oft nur einem Download des Gesagten. Und zwar gefiltert: Wir hören nur das, was unserem Bild vom Gegenüber entspricht und uns in unserer Meinung bestärkt. Versuche, dich mal auf die Fakten zu konzentrieren. Und vor allem auf das, was sich von dem unterscheidet, das du bereits weißt. Und auch die Erinnerung an größere Zusammenhänge, an ein gemeinsames Ziel kann dich milder stimmen. Hörst du mit diesem Hintergedanken zu, fallen dir vielleicht unvermutet doch einige Gemeinsamkeiten in Haltung oder Absichten auf.

Viele weitere Strategien zur Deeskalation im Konfliktfall findest du auch in dem Buch „Von Blitz und Donner“ von Cordula Goj. Mit den insgesamt 112 Tipps für emotionale Krisen im Job gelingt die Deeskalation in Zukunft garantiert schneller und besser!

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