Mach’s einfach: Komplexität im Führungsalltag reduzieren

Du fühlst dich von der Komplexität im Arbeitsalltag überfordert? In diesem Beitrag findest du einige Tipps, wie du dir wieder mehr Leichtigkeit verschaffen kannst.

Keine Frage – unsere heutige Arbeitswelt ist komplex. Du hast es als junge Führungskraft vielleicht mit Teams zu tun, die quer über die ganze Welt verteilt sind. Bekommst immer wieder Aufgaben auf den Tisch, die so nicht eingeplant waren. Du musst Gespräche mit Mitarbeitern führen, mit Kunden, mit dem Vorstand und die meisten davon ziehen wieder neue To-Dos nach sich. Neue Geschäftsmodelle tun sich auf, Change-Prozesse müssen bewältigt werden, neue Technologien fordern das ganze Unternehmen heraus. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die subjektive Komplexität. Wie es farbenblinde Menschen gibt, gibt es auch komplexitätsfixierte Menschen. Doch welche Faktoren beeinflussen, ob du ein hohes Komplexitätsempfinden hast oder nicht?

Wie wir Komplexität wahrnehmen

Folgende Faktoren beeinflussen mit, ob wir unseren Berufsalltag als komplex wahrnehmen oder nicht. Diese Faktoren treten besonders häufig bei jungen Führungskräften auf – zum einen, weil sie noch wenig Erfahrung haben. Zum anderen, weil sie sich auf der neuen Position noch beweisen müssen oder möchten:

  • Du bist zu fleißig: Meint, du willst zu viel auf einmal. Hast du in diesem Bereich übersteigerte Vorstellungen, helfen dir auch Effektivität und Effizienz nicht weiter. Alles muss sofort erledigt werden und das am besten gestern.
  • Du bist perfektionistisch: Hast du einen überzogenen Qualitätsanspruch, ist es unheimlich schwierig, alle Aufgaben rechtzeitig zu bewältigen. Manchmal reichen einfach auch 80 Prozent, um die Projekte am Laufen zu halten.
  • Pflichtgefühl: Du willst alles selbst erledigen und möchtest oder kannst nichts delegieren. Für Führungskräfte ein fataler Weg, denn wer glaubt, für alles selbst zuständig zu sein und der Meinung ist, dass nicht auch mal etwas liegen bleiben darf, der reibt sich irgendwann auf.
  • Kontrollwunsch: Du zitierst deine Mitarbeiter ständig zum Rapport? Willst am liebsten bei allen Mails im CC sein? Dann bist du auf dem besten Weg, in die Komplexitätsfalle zu geraten. Es gibt Dinge, die auch sehr gut ohne dich laufen. Vertrau deinen Mitarbeitern – dann kommen sie auch zu dir, wenn etwas schief zu laufen droht. Bis dahin liegen die Projekte erstmal in ihrer Verantwortung und du kannst dich auf deine Aufgaben konzentrieren.

Zurück zur Leichtigkeit

Du erkennst dich in den eben aufgeführten Punkten wieder? Glückwunsch – die Erkenntnis, dass du dein Leben in einer ohnehin immer komplexer werdenden Welt auch noch selbst komplizierter machst, ist der erste Weg zur Besserung. Was du noch tun kannst: Mach dir bewusst, dass du tust was du kannst und überfrachte dich nicht mit Aufgaben, die nicht deine sind und die vielleicht auch garnicht nötig sind. Auf dem Weg zur Vereinfachung deines Arbeitsalltags – und dadurch zu mehr Leichtigkeit in deinem Leben – helfen dir folgende zwei Fragen: „Muss das sein?“ und „Lässt sich das nicht einfacher machen?“. Hier einige Punkte, die du für dich durchgehen kannst, um das zu prüfen:

  • Priorisiere die Aufgaben: Was ist wichtig, was ist dringend, was ist beides?
  • Ist es möglich, zu delegieren?
  • Welche Ressourcen, zum Beispiel Tools, brauchst du wirklich um die Aufgabe zu erledigen?
  • Was passiert, wenn ich bestimmte Dinge oder Arbeitsschritte einfach weglasse? Wird das überhaupt Folgen haben?
  • Stell die Balance zwischen Qualität und Zeit her. Brauchst du für bestimmte Dinge, die auch mit 80 Prozent völlig ausreichend wären, einfach zu lange?

Du willst mehr darüber erfahren, wie man tagtägliche Aufgaben und Abläufe vereinfacht und dadurch Stress reduzieren kannst? Dann empfehlen wir dir das Buch „Komplexität im Führungsalltag reduzieren“ von Karl de Molina. Mit vielen innovativen und praxistauglichen Methoden und Arbeitshilfen online.

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