interne Kommunikation

Interne Kommunikation: Wie gute Texte zum Unternehmenserfolg beitragen

Eine effiziente interne Kommunikation bringt Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil. In diesem Beitrag erfährst du, worauf es dabei ankommt (Teil 3 unserer Serie „Schreiben im Beruf“).

Im ersten Beitrag unserer Serie haben wir dir gezeigt, wie du durch Schreiben neue Ideen generierst. Der zweite Beitrag handelt davon, wie du mit Texten deine Fachkompetenz dokumentierst. Doch woran denkst du zuerst beim Thema Schreiben im Unternehmen? Vermutlich an Angebote, Berichte und Analysen, an Marketingtexte und E-Mails an Kunden und Dienstleister. Mit anderen Worten: an Texte, die Kund:innen und potenzielle Kund:innen überzeugen sollen; Texte, mit denen wir unsere Arbeit oder uns selbst präsentieren oder durch die wir mit Außenstehenden in Verbindung treten. Das trifft aber nur zum Teil zu, denn genauso wichtig wie die Außendarstellung ist die intere Kommunikation im Unternehmen.

Bei der internen Kommunikation geht es um die Kommunikation innerhalb des Unternehmens, zwischen Geschäftsführung, Führungskräften und Mitarbeiter:innen. Dabei gibt es mehrere Richtungen: von oben nach unten, von unten nach oben und natürlich in horizontaler Linie zwischen den Mitarbeiter:innen einer Ebene.

Auch in kleineren Unternehmen wichtig

In ganz kleinen Unternehmen gelingt die interne Kommunikation vielleicht noch rein im direkten Gespräch oder durch Mitarbeiterversammlungen. Die Gruppe ist überschaubar, Informationen können kreuz und quer schnell ausgetauscht und eventuelle Missverständnisse oder Gerüchte, die das Arbeitsklima belasten, schnell(er) geklärt werden.

Doch schon ab einer Größe von etwa zwanzig Mitarbeiter:innen wird diese direkte Kommunikation schwierig. Infoschreiben, E-Mails, Rundschreiben, Intranet, Corporate Blogs, Mitarbeiterzeitschriften erfüllen bei größeren Unternehmen daher häufig den Zweck, die Mitarbeiter:innen über Neuigkeiten zu informieren und mit ihnen in Dialog zu treten. Du siehst: Hier läuft das Kommunizieren vor allem über Texte. – Und selbst Videos werden vorher konzipiert und, ja, auch geschrieben.

Gemeinsam diskutieren, voneinander lernen

Eine effiziente und offene interne Kommunikation, die die Mitarbeiter:innen einbezieht, bringt Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil. Wie das? Gut informierte Mitarbeiter:innen, die ihre eigenen Ideen und Anregungen einbringen und sich an Diskussionsprozessen beteiligen können, sind zufriedener mit ihrer Arbeitssituation. Das motiviert sie stärker, gemeinsam an den Zielen des Unternehmens zu arbeiten. Ein gutes Betriebsklima steht und fällt mit offener und empathischer Kommunikation. Auf allen Ebenen.

Durch gute interne Kommunikation können Unternehmen zudem von den Erfahrungen aller profitieren: Indem deine Abteilung oder Projektgruppe ihr Wissen – schriftlich – weitergibt, können die anderen im Unternehmen daraus lernen. Und umgekehrt du von ihnen – wenn alles verständlich aufbereitet ist.

Gute Texte stärken Vertrauen und Identifikation

Gute Führungskräfte nutzen interne Kommunikation zudem nicht nur, um die Belegschaft über die Unternehmensentwicklungen oder neueste Geschäftsbeziehungen zu informieren: Für sie ist interne Kommunikation gleichfalls ein Weg, um beziehungsorientiert zu führen. Sie bauen Gerüchten vor und bauen Vertrauen und Glaubwürdigkeit auf – das führt zu loyalen Mitarbeiter:innen, sowohl im Team als auch im gesamten Unternehmen.

Diese Zufriedenheit und Loyalität zahlt sich für alle aus: Die Menschen arbeiten produktiver und werden zu Botschafter:innen, die nicht nur die Produkte und Dienstleistungen überzeugt nach außen tragen, sondern gleichzeitig das Unternehmen als guten Arbeitgeber anpreisen. Ein Pluspunkt, gerade im Hinblick auf einen immer stärkeren Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter:innen.

Klar und verständlich zu schreiben und sich in die Situation von anderen hineinversetzen zu können, ist wesentlich, damit alle verstanden und Missverständnisse vermieden werden. Gute interne Kommunikation beruht daher nicht auf den neuesten Tools, sondern vor allem auf der Schreibfähigkeit aller Teilnehmenden: Wer sich ums Schreiben drückt, wird seltener gehört.

Wenn du hingegen gut und flüssig schreibst, kannst du dich in den Dialog im Unternehmen einbringen und hast so mehr Möglichkeiten, es mitzugestalten. Das Gute ist: Verständlich und leserorientiert zu schreiben, kannst du lernen. Tipps dazu findest du zum Beispiel unserem TaschenGuide „Verständlich schreiben. Business-Texte strukturiert und leserorientiert formulieren“.

Nadja Buoyardane & Franziska Nauck

Nadja Buoyardane & Franziska Nauck

Nadja Buoyardane ist Texterin und Schreibberaterin / Schreibtrainerin. Sie studierte Kulturanthropologie, Pädagogik und Betriebswirtschaft in Frankfurt am Main, Drehbuchschreiben in Köln und absolvierte ein Aufbaustudium zur Schreibberaterin am Schreibzentrum der PH Freiburg. Sie arbeitete als Drehbuchautorin und schreibt seit vielen Jahren als Texterin für zahlreiche Unternehmen und Organisationen.

Franziska Nauck ist Lektorin und Schreibberaterin / Schreibtrainerin. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft, Philosophie und Betriebswirtschaft in Berlin und Paris war sie als Lektorin und Leitende Redakteurin in einem Sachbuchverlag tätig. Anschließend absolvierte sie das Aufbaustudium zur Schreibberaterin am Schreibzentrum der PH Freiburg.

Seit 2011 schulen Franziska Nauck und Nadja Buoyardane Mitarbeiter:innen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu vielfältigen Schreibthemen. Seit 2016 bieten sie ihre Weiterbildungen gemeinsam unter „Business-Schreibkurse“ an.

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