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Glaubenssätze hinterfragen: Mehr Glanz für dein Selbstbild!
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Glaubenssätze hinterfragen: Mehr Glanz für dein Selbstbild!

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Wir alle haben sie von klein auf verinnerlicht: Glaubenssätze. Sie prägen unsere Persönlichkeit und das nicht immer positiv. Wie du negative Glaubenssätze in positive Sätze verwandelst, erfährst du hier.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind stark wirkende Überzeugungssätze, die wir vor allem in unserer Kindheit abspeichern. Sie entstehen durch die Erfahrungen, die wir in der frühen Kindheit machen, meist im Umgang mit den Eltern oder nahen Bezugspersonen. Vor allem in den ersten sechs Lebensjahren sind wir empfänglich dafür und so prägen sie unser Selbstwertgefühl. Dabei können sie uns positiv bestärken, aber auch negative Auswirkungen haben.

Doch viele Glaubenssätze, die wir verinnerlicht haben, sind uns gar nicht bewusst. Das macht es so schwer, sie zu entlarven und gegen ihre zum Teil negativen Botschaften, die uns blockieren, vorzugehen.

Negative Glaubenssätze erkennen

Mit einer Übung kannst du herausfinden, ob du negative Glaubenssätze unbewusst verinnerlicht hast. Diese Übung erfordert allerdings Mut und Ehrlichkeit. Denn dafür musst du einen Blick in deine Kindheit werfen. Dies kann emotional belastend sein, darum stelle dich dieser Herausforderung erst dann, wenn du dich dafür bereit fühlst.

Folgende Fragen solltest du dafür beantworten:

  • Wie habe ich meine Mutter/meinen Vater in meiner Kindheit erlebt?
  • Wofür haben mich meine Mutter/mein Vater gelobt bzw. getadelt?
  • Was hat mir meine Mutter/mein Vater vermittelt, wie ich bin (frech, lieb, dumm etc.)?
  • Wie wichtig hast du dich bei deiner Mutter/deinem Vater gefühlt? Bewerte das Gefühl auf einer Skala von 1 bis 10.
  • Wie selbstsicher war deine Mutter/dein Vater? Bewerte dies auf einer Skala von 1 bis 10.

Schließe am Ende der Übung die Augen und spüre, welches Gefühl sich bei dir einstellt, wenn du an deine Mutter bzw. deinen Vater denkst. Notiere dies auf einem Zettel. Hast du schließlich die guten und schlechten Gefühle rausgefiltert, denke nochmal ganz allgemein an deine Kindheit. Was war dein Auftrag in der Familie – welches Gefühl der Verpflichtung hattest du (z. B. „Passe auf deinen kleinen Bruder auf, um deine Mutter zu entlasten“)? Notiere dies und ordne diesen Auftrag deiner Mutter, deinem Vater oder beiden zu.

Wirf dann ein Auge auf die Beziehung deiner Eltern zu einander und notiere, wie du sie wahrgenommen hast. Horche dann noch einmal in dich hinein und versuche, negative Gefühle mit möglichen Glaubenssätzen zu belegen.

Diese können zum Beispiel sein:

  • Ich bin nicht genug.
  • Ich bin nicht wertvoll.
  • Ich bin nicht willkommen.
  • Ich muss es jedem recht machen.
  • Ich bin unwichtig.
  • Ich bin eine Last.
  • Keiner sieht mich.
  • Keiner mag mich.
  • Ich bin dumm.

Wie du dich selbst von dir überzeugst

Hast du die negativen Glaubenssätze ausfindig gemacht, gibt es zwei einfache Möglichkeiten, sie in positive Glaubenssätze umzuwandeln.

1. Positive Umformulierung

Diese Methode klingt trivial, doch sie hilft tatsächlich. Formuliere deinen negativen Glaubenssatz positiv. So wird z. B. ‚Ich bin unwichtig‘ zu ‚Ich bin wichtig‘. Sage dir diesen Satz so oft wie möglich selbst, unter der Dusche, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Zubettgehen. Je öfter du ihn sagst, desto schneller wird es dein neuer Glaubenssatz werden. Also denk dran:

  • Ich bin genug.
  • Ich bin wertvoll.
  • Ich bin willkommen.
  • Ich muss es nicht jedem recht machen.
  • Ich bin keine Last.
  • Ich werde gesehen.
  • Ich werde gemocht.
  • Ich bin intelligent.
  • Ich bin liebenswert.

2. Tue das Gegenteil

Wenn du weißt, welches Verhalten mit deinem negativen Glaubenssatz verbunden ist, ändere es und tue genau das Gegenteil. Du wirst sehen, dass die Reaktionen deines Gegenübers anders und i. d. R. positiver ausfallen wird. Durch diese positive Bestätigung verliert der negative Glaubenssatz an Wirkung.