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Fake Work: Hör auf, deine Zeit zu verschwenden!
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Fake Work: Hör auf, deine Zeit zu verschwenden!

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Ständig beschäftigt, aber eigentlich nichts geschafft? Fake Work, Scheinarbeit, ist frustrierend und reine Zeitverschwendung. Wie du merkst, ob du mittendrin steckst, liest du hier.

Fake Work: Unnötig und nervig

Im ersten Moment könnte man Fake Work für das Vortäuschen einer Beschäftigung halten: Beschäftigt aussehen, aber eigentlich nichts zu tun haben. Das ist hier allerdings nicht gemeint. Fake Work bezeichnet alle Arten von Arbeiten, die sich wie Arbeit anfühlen, die aber eigentlich vollkommen unnötig sind. Du bist den ganzen Tag beschäftigt und stellst am Abend fest, dass du nichts von dem geschafft hast, was wirklich wichtig gewesen wäre? Dann steckst du in einem Strudel aus unnötigen Tätigkeiten: Aufgaben, die dich von deiner eigentlichen und zielführenden Arbeit abhalten.

Gute Beispiele dafür sind:

  • Lange Meetings, die zu keinem Resultat führen.
  • E-Mails, die keine relevanten Informationen liefern.
  • Unklare Aufgabenverteilung, die dazu führt, dass Aufgaben doppelt erledigt werden.
  • Telefonate ohne Ergebnis.
  • Reportings, die niemand liest und nutzt.

Die Gefahren von Scheinarbeit

Für Unternehmen ist Fake Work natürlich zuallererst ein unnötiger und teurer Kostenfaktor. Die Produktivität könnte viel höher sein, würden unsinnige Aufgaben wegfallen. Aber auch bei dir wird der Frustfaktor steigen, wenn du wichtige Aufgaben vor dir herschiebst, weil du vor lauter anderen Dingen nicht dazu kommst.

Hast du deswegen das Gefühl, keine oder nicht genügend Leistung erbracht zu haben, wird sich das langfristig auf dein Selbstwertgefühl auswirken: Selbstzweifel oder die Angst, inkompetent zu sein, machen sich breit. Somit ist Fake Work weder für dich noch dein Unternehmen gesund.

Wie du Fake Work entlarvst

Manchmal ist es gar nicht so einfach zu erkennen, dass man bereits viele Aufgaben erledigt, die sich bei genauerer Betrachtung als Scheinarbeit entpuppen. Das kannst du tun:

  • Liste alle Aufgaben auf, die du erledigt hast und hinterfrage sie kritisch: Hatte die Aufgabe einen Nutzen? So kannst du Punkte leichter als Fake Work identifizieren und die wirklich wichtigen Aufgaben in Zukunft besser priorisieren.
  • Versuche Unterbrechungen zu unterbinden. Setze dir feste Zeiten, in denen du keine Mails checkst oder Anrufe entgegennimmst, sondern dich auf deine zu erledigende Aufgabe konzentrierst.
  • Lege mithilfe einer To-do-Liste fest, welche Ziele du am Tag erreichen willst. Setze am Ende des Arbeitstages einen Haken hinter das To-do. Bleiben Ziele unerreicht bzw. Aufgaben unerledigt, kannst du in dich gehen und überlegen, was dich davon abgehalten hat und ob dies unter Fake Work fällt. So kannst du deine Arbeitsweise nach und nach optimieren.
  • Du musst nicht alles selbst machen. Lerne Aufgaben zu delegieren. Hinterfrage, ob die Aufgabe überhaupt in deinen Aufgabenbereich fällt. Vielleicht ist eine Kollegin oder ein Kollege auch besser für die Aufgabe qualifiziert. Schaffst du es, Aufgaben abzugeben, hast du mehr Zeit für die wichtigen Arbeiten, die wirklich in deinen Bereich fallen.