Kreativität

Die 5 häufigsten Irrtümer über Kreativität

Die Vorstellung, dass man selbst nicht kreativ sei, ist ein Irrtum. Denn jeder kann kreativ sein. Daran erinnert auch der „Tag des Punktes“ am 15. September und ein Kinderbuch: „Der Punkt: Kunst kann jeder“. Darin ermutigt ein Lehrer seine Schülerin, an ihre Kreativität zu glauben und einfach mal mit einem gemalten Punkt loszulegen. Zum Thema Kreativität existieren diverse Irrtümer, über die wir euch hier aufklären wollen.

Bei der Frage wer kreativ ist oder wie Kreativität entsteht, scheiden sich die Geister. Fakt ist, dass gerade zum Thema Kreativität viele Irrtümer verbreitet sind.

Irrtum Nr. 1: „Chaos fördert Kreativität“

Stimmt nur teilweise. Denn feste Strukturen stören die Kreativität meistens nicht. Zwar geht es oft darum, sich gedanklich aus festen Strukturen zu lösen und neue Verknüpfungen zu schaffen. Trotzdem müssen Neuerungen am Ende dennoch ins bisherige System passen (oder du brauchst am Ende eine ganz neue Ordnung). Meist genügt es, wenn du „Denkblockaden“ löst, um auf neue Ideen zu kommen.

Irrtum Nr. 2: „Laien sind kreativer“

Falsch! Nicht Fachleute, sondern Laien beurteilen Ideen und Vorschläge voreingenommener als Fachleute. Denn sie können nur auf ihren „Alltagsverstand“ zugreifen und häufig tiefergehende Auswirkungen nicht richtig einschätzen. Meist sind ihre Vorschläge daher weit weniger originell als gemeinhin gedacht. Zwar können auch Fachleute betriebsblind oder voreingenommen sein. Doch können Laien niemals kreative Ideen „ausbrüten“, wenn sie vom Fach, von technischen Details oder vom nötigen Hintergrundwissen keine Ahnung haben.

Irrtum Nr. 3: „Jüngere sind kreativer

Stimmt nur teilweise, denn nicht nur Jüngere sind kreativ. Zwar wird der Grundstein zur Kreativität in der Kindheit gelegt: Jüngere Menschen sind tendenziell aufgeschlossener, geistig beweglicher und unerschrockener als ältere. Aber wer kreativ ist, dem geht diese Eigenschaft im Alter nicht verloren. Häufig haben ältere Mitarbeiter zwar weniger kreativen Output, dafür sind ihre Ideen und Einfälle praxistauglicher, da sie auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Sie erkennen meist schon frühzeitig, ob eine Idee weiterverfolgt werden sollte oder nicht.

Irrtum Nr. 4: „Konkurrenz belebt das Geschäft“

Falsch. Konkurrenzdruck regt mitnichten zu kreativeren Einfällen an. Wer die Konkurrenz im Nacken hat, spürt Zeitdruck, hat Stress und Angst und kann sein kreatives Potenzial nicht entfalten. Die Betroffenen richten ihre Energie vielmehr darauf, wie weit die Konkurrenz schon gekommen ist, und das ist kaum zielführend. Darunter leiden meistens auch Kommunikation und Zusammenarbeit, die für kreative Ideen ganz wichtig sind. Unternehmen sollten daher im kreativen Prozess interne Konkurrenzsituationen vermeiden und stattdessen für eine entspannte Arbeitsatmosphäre sorgen.

Irrtum Nr. 5: „Unter Zeitdruck bin ich am kreativsten“

Das stimmt so meist nicht. Viele Kreative lassen zwar die Arbeit lange liegen und stellen diese erst auf den letzten Drücker gerade noch rechtzeitig fertig. Allerdings haben sie die „vertrödelte“ Zeit meist dennoch genutzt, um über die Fragestellung intensiv nachzudenken. Diese müßige Zeit brauchen viele Künstler oder Schöpfer, damit kreative Ideen überhaupt erst sprudeln können.

Wie wird man also wirklich kreativ?

Der Taschenguide Kreativitätstechniken gibt dir einen guten Überblick, wie du deine eigene Kreativität und die deiner Mitarbeiter fördern und entwickeln kannst. Er zeigt, welche Kreativitätstechniken sich für welche Zwecke eignen. Und unser Beitrag „Think big!“ zeigt dir, welches Mindset du dafür brauchst.

PS: Auch die Schülerin im oben erwähnten Kinderbuch merkte schlussendlich: Alles beginnt mit einem Punkt auf einem weißen Blatt Papier.

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