Angst vor Jobverlust? So hilfst du dir!

Angst essen Seele auf – der Titel des Fassbinder-Films ist zeitlos wahr. Ebenso trifft zu: Angst ist der größte Feind von Kreativität und Produktivität. Diesen Leidenszustand erleben täglich alle, die fürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. In unserem Beitrag findest du nützliche Tipps, wie du mit der Angst vor Jobverlust besser umgehen kannst.

Die Angst Fehler zu machen. Auf Ablehnung zu stoßen. Oder bei all den neuen Entwicklungen der digitalen Arbeitswelt nicht mehr mithalten zu können: Es gibt ganz verschiedene Gründe, warum Menschen Angst haben, ihren Job zu verlieren. Gleich ist bei allen: Diese Phase der Angst bestimmt den Arbeitsalltag und das ganze Leben.

Die Folgen: Durch Schlafstörungen, Unkonzentriertheit und kreative Blockaden bist du auf dem besten Weg, mehr Fehler zu machen, deine Produktivität einzubüßen und am Ende vielleicht wirklich deinen Job zu verlieren. Ein Teufelskreis – aus dem es allerdings durchaus Auswege gibt.

Reality-Check: Wie wahrscheinlich ist der Worst Case?

Deine Angst beginnt nicht bei deinem Chef. Nicht bei deinen Kunden. Oder den Projekten, für die du verantwortlich bist. Deine Angst beginnt in deinem Kopf. Mach dir klar, wie wahrscheinlich die Folgen, die du dir angsterfüllt ausmalst, wirklich sind.

Du hast Angst davor Fehler zu machen und dadurch deinen Job zu verlieren? Eins ist klar: Jeder macht Fehler. Sie gehören zum Leben. Wichtig ist, sie nicht unter den Teppich zu kehren. Damit machst du alles nur noch schlimmer. Und dass du deswegen gleich deinen Arbeitsplatz los bist, ist – wenn wir mal ehrlich sind – in den meisten Fällen doch relativ unrealistisch.

Du hast Angst vor der Zukunft? Klar, das Ungewisse hat immer etwas Beängstigendes an sich. Aber ebenso bietet es Möglichkeiten und Chancen, neue Dinge zu lernen und neue Erfahrungen zu machen.

Du hast Angst davor, alle Herausforderungen alleine bewältigen zu müssen und fühlst dich ohnmächtig? Lerne, um Hilfe zu bitten. Niemand schafft immer alles alleine.

Jobverlust durch Digitalisierung? Erst mal abwarten …

Die Angst, dass der eigene Job schon bald durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden könnte, ist heute dauerpräsent. Dass sich durch die Digitalisierung einiges verändert und weiterhin verändern wird, ist unbestritten. Jetzt in Panik auszubrechen, ist allerdings überzogen, wie Experten meinen. Die Übernahme durch die Maschinen geht längst nicht so rasant vonstatten, wie es einige noch vor ein paar Jahren prognostiziert haben. An anderen Stellen stößt KI noch immer an Grenzen und menschliche Fähigkeiten bleiben gefragt.

Konsens ist mittlerweile, dass die in Zukunft benötigten Kompetenzen andere sein werden. Rein fachliche Skills treten in den Hintergrund. Dagegen werden solche wie (interkulturelle) Kommunikation, die Fähigkeit, andere zu begeistern und zu motivieren, oder etwa Sprachkenntnisse immer wichtiger. So bietet diese Entwicklung auch Chancen, eigene, bisher vielleicht brachliegende Stärken zu entdecken und sie zu fördern.

Und eins ist klar: Prognosen, wie die Arbeitswelt in fünf Jahren aussehen mag, sind heute weniger verlässlich zu treffen als vielleicht noch vor einigen Jahren. Also: Sich Sorgen zu machen um Dinge, die vielleicht niemals eintreten werden, ist definitiv verschwendete Lebenszeit!

Sei dir deiner Erfolge bewusst

Negative Gedanken und Emotionen führen zu negativen Ergebnissen. Das Gleiche gilt aber auch im Umkehrschluss. Versuche daher, deine Situation mit positiven Bildern zu beschreiben.

Falls dir das schwerfällt, kann dich ein Erfolgstagebuch unterstützen. Kauf dir dafür ein schönes und wertiges Notizbuch, das du gerne in die Hand nimmst. Und dann schreib alles auf, was dir gut gelungen ist, angefangen bei den allerkleinsten Erfolgen. Du wirst sehen, dass da im Laufe eines Tages schon mal einiges zusammenkommt. Und notiere dir, wofür du in deinem Leben dankbar bist. Das können deine Kollegen oder deine tollen Aufgaben sein. Aber auch deine Freunde, deine Familie oder vielleicht dein neues Fahrrad.

Wenn es dir dann mal nicht so gut geht, lies in deinem Tagebuch und lade dich so selbst auf mit positiven Gefühlen. Du wirst sehen, diese vermeintlich esoterische Methode hilft dir im Alltag gut weiter.

Team Karriere Boost

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Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Group, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

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