Selbstmotivation: Vorsicht vor positivem Denken!

Die erste Woche nach dem Urlaub liegt hinter dir und du musst feststellen: Deine Selbstmotivation war am ersten Tag schon nicht besonders hoch. Und hat im Laufe der Woche noch mehr gelitten. Schade, denn: Wenn du schon den Großteil deiner Tage in der Arbeit verbringst, dann sollte die dir doch eigentlich auch Spaß machen – zumindest öfter als das jetzt der Fall ist. Manch einer schwört ja auf positives Denken, um sich selbst zu motivieren. Verständlich, denn das ist ja auch ziemlich bequem. Hat aber auch entscheidende Nachteile.

Wünsche raus ans Universum und die Hände in den Schoß?

Die einschlägige Literatur empfiehlt: Schick deine Wünsche ans Universum und sie werden sich erfüllen. Du wartest auf deine Beförderung? Wünsch sie dir! Du willst mehr Geld? Einfach fest an die Gehaltserhöhung glauben. Der Haken an der Sache: Positives Denken ist passives Denken. Du vertraust darauf, dass das Universum, der Chef, dein Partner oder irgendeine höhere Macht schon dafür sorgen werden, dass die Dinge bald geschmeidig für dich laufen und du deine Ziele erreichst. In den meisten Fällen wird so allerdings rein gar nichts passieren. Die Dinge werden genauso unbefriedigend bleiben wie bisher. Oder sogar noch schlechter werden, weil du alle Verantwortung für dein eigenes Handeln und Glück aus der Hand gegeben hast.

Selbstmotivation? Hin zum engagierten Denken!

Was also ist die Lösung? Nun – vielleicht stellst du dein Denken einfach mal von „positiv“ auf „engagiert“ um. Engagiertes Denken bedeutet, dass du die Entscheidungen wieder selbst in die Hand nimmst. Im Kern geht es um die Frage: „Was kann ich tun?“. Diese Frage sorgt dafür, dass du wieder vom Denken zu Tat gelangst. Aktiv wirst. Warte also nicht ab und wünsch dir im Stillen, dass dein Chef dich befördert. Sondern stell dir die Frage: „Was kann ich  jetzt ganz konkret tun, um befördert zu werden?“. Das können Weiterbildungsmaßnahmen sein, die du selbst anstößt. Oder auch verstärktes Networking innerhalb deiner Firma.

Fokussier dich auf deine Ziele

Das alles hat übrigens nichts mit Esoterik zu tun, sondern wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Klar ist engagiertes Denken alleine keine Wunderwaffe und auch nicht die Lösung für alles. Allerdings kann es deinen Fokus neu justieren. Weg von den Dingen, die du nicht ändern kannst: Der anstrengende Chef, die fordernden Kunden oder die niederschmetternde Weltlage. Hin zu deiner eigenen Antriebsfähigkeit. Engagiertes Denken fragt, was du selbst tun kannst, um deine Ziele zu erreichen. Und aktiviert so Energien, die beim Jammern verschüttet bleiben. Probier’s doch einfach mal aus.

Mehr zum Thema „Selbstmotivation“ findest du auch in dem gleichnamigen TaschenGuide von Reinhold Stritzelberger.

Melde dich an, um Beiträge auf deine persönliche Pinnwand zu setzen.

Team Karriere Boost

Team Karriere Boost

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Gruppe, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

Diesen Beitrag merken!

Melde dich an, um Beiträge auf deine persönliche Pinnwand zu setzen.

Send this to a friend