Karriere Boost
#workhack: Die Retrospektive
Karriere Boost
  • Dark Light

#workhack: Die Retrospektive

Jeder, der mit Projektarbeit zu tun hat, kennt das: Am Anfang hat man noch jede Menge Zeit und macht Pläne. Für den zeitlichen Ablauf, die benötigten Ressourcen, Deadlines und Milestones werden eingetragen. Und dann? Kaum startet das Projekt, fliegt euch der ganze schöne Plan mit Anlauf um die Ohren. Denn am Ende läuft es wie immer: Eben doch nicht perfekt. Doch Zeit, um jetzt noch etwas zu ändern, habt ihr jetzt wirklich nicht mehr. Oder doch? Mit der Retrospektive könnt ihr eure Abläufe schnell und effizient verbessern.

Die Retrospektive: Nicht einfach „weiter so“

Du und dein Team solltet euch genau diese Zeit nehmen. Nach Abschluss einer Phase kommen alle zusammen, um zu besprechen, was nicht so optimal gelaufen ist. Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen oder darum, zu lamentieren. Sondern darum, für die nächste Phase oder das nächste Projekt die Abläufe zu optimieren. Jedes Teammitglied kann einbringen, an welchen Stellen aus seiner Sicht Schwierigkeiten bestehen und was geändert werden sollte. Gemeinsam suchen dann alle nach einer Lösung. Wichtig: Hier gibt es keine Hierarchien mehr. Es zählt nicht nur die Stimme der höchstbezahlten Person im Raum. Alle werden gehört und alle sollen sich einbringen.

Bitte auch loben!

Klar, in erster Linie geht es darum, Abläufe zu verbessern und Fehler zu vermeiden. Denkt aber auch daran, die Dinge zu würdigen, die gut gelaufen sind und die ihr beibehalten möchtet. Schreibt sie auf und hängt sie an die Wand. Mal gesammelt alles zu sehen, was ihr schon gut macht, motiviert ungemein und sorgt für positive Energie.

Try & Drop

Im nächsten Schritt beschäftigt ihr euch mit den möglichen Änderungen – also Prozessen und Dingen, die ihr ausprobieren könnt und möchtet. Vorsicht vor Selbstzensur: Ermutige dein Team, auch noch nicht zu Ende gedachte und unvollständige Ideen aufzuschreiben. Auch die Abläufe, die offensichtlich nicht zum Ziel geführt haben und die ihr fallen lassen möchtet, werden nun definiert. Habt ihr schließlich alles zusammengetragen, ordnet die Punkte, werft Dopplungen raus und leitet daraus konkrete nächste Schritte ab.

Verbesserung der Kommunikation als Herzstück der Retrospektive

Was genau macht die Retrospektive so wirksam? Sie rückt eben nicht Produkte oder Prozesse in den Fokus rückt, sondern betrachtet das Team. Es geht dabei um euch, um die Kommunikationskultur und die Zusammenarbeit der einzelnen Teammitglieder. Das ist entscheidend, denn je ehrlicher und offener ihr miteinander umgeht, desto schneller könnt ihr Probleme erkennen und miteinander lösen. Innovationen leben von konstruktiven Diskussionen und ja, auch von Fehlern. Du als Führungskraft wirst dadurch eine enorme Entlastung erfahren. Denn wenn ihr die Probleme gemeinsam diskutiert und löst, wird der Druck von dir genommen, alleine und als einziger für eine Verbesserung der Prozesse verantwortlich zu sein.

Weitere Workhacks zur Verbesserung der Zusammenarbeit in Teams findet ihr in der gleichnamigen Haufe-Neuerscheinung von Lydia Schültken. Einfach hier klicken und loslegen!