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Wissensmanagement: Wissen gewusst wie weitergeben
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Wissensmanagement: Wissen gewusst wie weitergeben

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

Wer heute erfolgreich sein will, braucht Wissen. Aber nicht jeder muss alles können und wissen. Dafür braucht es Wissensmanagement im Unternehmen und im Team. Wir zeigen dir, wie der Wissenstransfer dank Wissensmanagement im Team gelingen kann!

Was ist Wissensmanagement?

Niemand kann im Team und in der heutigen hoch technologisierten Informationsgesellschaft alles wissen, denn Wissen hat mittlerweile eine sehr kurze Halbwertszeit. Mit einem ausgeklügelten Wissensmanagement und Erfahrungsaustausch kannst du als Führungskraft das Wissen und die Erfahrung im Team konzentrieren, strukturiert festhalten und weitergeben. Kurz: Das richtige Wissen soll zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung stehen.

Es geht dabei um:

  • Know what –  das explizite Wissen: Darunter fällt das sichtbare persönliche Fachwissen sowie die damit verbundenen Fakten.
  • Know why – das implizite Wissen: Das versteckte Wissen verbirgt sich hinter dem Handlungswissen und den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen. Beides ist sehr individuell und setzt sich aus fachübergreifenden und fachlichen Erfahrungen zusammen, wie z. B. die Fähigkeit Probleme zu lösen, Menschen zu führen, Methoden anzuwenden und Verhandlungen zu führen und Prozesse anzuleiten etc.

Die Träger dieses Wissens sind die Mitarbeitenden. Willst du sicherstellen, dass die Mitarbeitenden ihr Wissen auch anderen im Team zur Verfügung stellen, also wertvolles Wissen nicht verloren geht, solltest du im Rahmen des Wissensmanagements nun überlegen:

  • Welches Team-Wissen ist erfolgskritisch und muss zwingend weitergegeben werden?
  • In welchem Rahmen organisieren wir diese Weitergabe?

Wie kann Wissen weitergegeben werden?

Beim impliziten Wissenstransfer werden individuelle Erfahrungen und daraus abgeleitete Handlungen weitergeben. Dieser Wissenstransfer kann nur im persönlichen Austausch erfolgen, z. B. bei gezielten Mentoring-Gesprächen oder Triaden-Gesprächen.  Dabei nimmt neben Mentor, Mentee noch ein Laie teil, der die Rolle eines Moderators übernimmt und den Gesprächsverlauf und Wissenstransfer steuert.

Beim expliziten Wissenstransfer werden z. B. veränderte Rahmenbedingungen, Erkenntnisse aus dem Umfeld oder Kundenrückmeldungen weitergegeben, damit sich die Prozesse im Unternehmen weiterentwickeln können. Dieses explizite Wissen soll helfen, Innovationen, neuen Strategien oder Geschäftsmodellen auf die Sprünge zu helfen. Dabei können z. B. Open Space-Veranstaltungen oder Zukunftswerkstätten helfen, um neue Ideen im Team oder im Unternehmen zu generieren.

Reverse Mentoring als generationenübergreifendes Wissensmanagement

Damit z. B. bei einem Personalwechsel vorhandenes Wissen im Team nicht verloren geht, solltest du dir überlegen, wie du den Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern, einzelnen Gruppen oder in der Gesamtorganisation reibungslos organisierst. Aber das ist nicht nur beim Jobwechsel wichtig, sondern auch zwischen den Generationen, z. B. bei Reverse Mentoring-Programmen. Gerade in den verschiedenen Generationen schlummert ein häufig unterschätzter Wissensschatz, den es zu heben gilt.

Als Führungskraft kannst du den generationenübergreifenden Wissenstransfer durch Wissenskooperationen zwischen Jung und Alt fördern, bei denen die jüngeren Mitarbeiter spezifisches Wissen an die Älteren weitergeben. Dadurch ermöglichst du gleichzeitig einen hierarchieübergreifenden Dialog. Denn gerade im Hinblick auf die Zukunft ist diese Art des Wissensmanagements und der Generationenzusammenarbeit essenziell: Die verschiedenen Generationen haben nicht nur unterschiedliche Stärken und Ansprüche, sondern auch einen unterschiedliche Wissens- und Erfahrungsstand. Wenn du Reverse-Mentoring-Programme unterstützt, kannst du einen wichtigen Beitrag für dein Team und Unternehmen leisten, um Wissen langfristig im Unternehmen zu verankern und Verständnis zwischen den Generationen zu schaffen.