Tränen im Job: Wie du als Führungskraft damit umgehst

Besonders in Startups und vielen Kreativberufen gilt: Bring dich mit deiner ganzen Persönlichkeit ein. Und auch die Chefs profitieren gerne von den sogenannten Soft Skills ihrer Mitarbeiter, ihrer Leidenschaft oder Begeisterungsfähigkeit. Doch es gibt Grenzen, was die Emotionen betrifft. Wenn beispielsweise eine Mitarbeiterin (häufiger) oder ein Mitarbeiter (weniger häufig) unvermittelt anfängt zu weinen. Tränen im Job, das gilt vielen immer noch als Schwäche und im Arbeitsumfeld als unangemessen – und viele Führungskräfte sind schlicht überfordert, wenn Tränen fließen. Doch wie sieht der richtige Umgang mit den Tränen im Office denn nun aus?

Tränen und Geschlechterklischees

Mit den Emotionen im Job ist das so eine Sache, vor allem auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezogen: Brüllt ein Mann im Büro rum, gibt das – in der Regel – bei Weitem nicht so ein schlechtes Bild ab wie eine weinende Frau. Ihm wird das tendenziell als Stärke und Durchsetzungskraft ausgelegt. Ihr als Schwäche und Überempfindlichkeit. Weinende Männer andererseits werden gerne reflexartig entschuldigt: Private Sorgen oder ein Trauerfall in der Familie – irgend so etwas muss doch dahinter stecken. Mach dir als Führungskraft bewusst: Es gibt die Geschlechterklischees. Und ja, es steckt etwas hinter den Tränen. Und ganz oft ist das großes Engagement fürs Unternehmen. Vielleicht weint deine Mitarbeiterin auch einfach, weil sie ihre Aufgabe ganz besonders gut machen wollte und an ihren eigenen Erwartungen gescheitert ist, nicht weil sie eine Heulsuse und ohnehin nah am Wasser gebaut ist. Und Engagement, das ist grundsätzlich schon mal positiv. Du als Führungskraft hast nun die Aufgabe, den Druck von ihren Schultern zu nehmen. Reagierst du ablehnend und versuchst nur möglichst schnell, die Tränen zu stoppen, verstärkst du den Druck nur noch mehr. Erlaube die Emotionalität und geh ihr auf den Grund.

Tränen im Job: Ruhig bleiben, zuhören, Lösungen suchen

Grundsätzlich ist eine solche Situation für beide Seiten nicht leicht. Als Vorgesetze oder Vorgesetzter gerätst du ebenfalls unter Druck. Und Stress verursacht eben meistens die Reflexe Kampf, Flucht oder Totstellen. Da alle drei Optionen in diesem Fall unangemessen erscheinen, atme lieber einmal tief durch, bleib ruhig und reiche deiner Mitarbeiterin ein Taschentuch. Warte, bis sie sich wieder einigermaßen beruhigt hat. Und dann versuche, den Auslöser für diese Emotionen zu ergründen – ohne sie persönlich zu nehmen. Schaffst du es, gemeinsam mit deiner Mitarbeiterin, aus dem Weinkrampf am Ende ein konstruktives Gespräch mit guten Ergebnissen zu machen, sind dir Sympathie, Dankbarkeit und Loyalität sicher.

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