Sympathie

Seid nett zueinander: Warum Sympathie Chefs erfolgreicher macht

Spielt es eine Rolle für den Unternehmenserfolg, ob Angestellte ihre Chefs mögen? Eine aktuelle Studie der „Harvard Business Review“ nahm sich dieser Frage an.

„Bei Führung geht es um Leistung und nicht um Sympathie.“ Eine aktuelle Studie der „Harvard Business Review“ widerlegt diesen eher traditionellen Glaubenssatz.

Die Forscher weisen nach, dass Angestellte ihre Chefs eher nach Sympathie als nach dem tatsächlichen Verhalten beurteilen. Die Entscheidungen, die Chefs treffen, die Fachkompetenz, die ihnen zugeschrieben wird, all das wird davon beeinflusst, wie sehr die Angestellten ihren Chef mögen.

Und auch die Werte bezüglich der eher traditionellen Führungskompetenzen steigen parallel mit den Sympathiewerten. In Sachen Authentizität, feste Moralvorstellungen oder der Fähigkeit, Veränderungsprozesse gut zu managen, wurden sympathische Chefs besser eingestuft.

Wer sich wohlfühlt, leistet mehr

All das hat wiederum Konsequenzen für die Leistungsbereitschaft der Angestellten. Je mehr sie ihre Vorgesetzten mögen, desto eher sind sie laut Studie dazu bereit, die Extrameile zu gehen. Also mehr zu leisten als das, was von ihnen verlangt wurde. Nett zu den eigenen Angestellten zu sein, bringt also nicht nur Pluspunkte fürs eigene Karma. Sondern sorgt auch für eine bessere Performance des Teams. Dass Chefs nur qua ihrer Autorität, mit finanziellen Anreizen oder Druck das Beste aus Ihren Teams rausholen können, ist damit widerlegt.

Sympathie schafft Freiraum

Gerade für agil organisierte Unternehmen sind der Wohlfühlfaktor und die Wertschätzung durch die Führungskräfte ein wichtiges Erfolgskriterium. Je mehr die Zusammenarbeit auf Mitbestimmung, Eigeninitiative und Kooperation ausgelegt ist, je lauter die Stimmen der Mitarbeiter sein dürfen, desto entscheidender ist es, dass jeder den Freiraum und das Vertrauen hat, dass die eigene Stimme auch wohlwollend gehört wird.

Kann man sich sicher sein, dass einem der Chef grundsätzlich wohlgesonnen ist, steigt auch der Mut, die eigenen Ideen und Gedanken zu teilen. Mag man seinen Vorgesetzten, wird man ihm oder ihr das eigene Know-how und die eigene Kreativität gerne zur Verfügung stellen. Und man ist auch eher bereit, in schwierigen Zeiten zum Unternehmen und dem Vorgesetzten zu stehen.

Sympathie fördert Mut

Eine gewichtige Rolle spielt die Sympathie sicher auch bezüglich der Risikobereitschaft. Fürchte ich meinen Vorgesetzten, werde ich immer eher auf Nummer sicher gehen. Ich werde die Wege beschreiten, die nachweislich funktionieren. Innovation und Mut bleiben da weitgehend auf der Strecke.

Also, liebe (angehende) Führungskräfte: Es ist nicht nur einfach ein feiner Zug, nett zu euren Mitarbeitern zu sein. Sondern es steigert auch nachweislich die Performance eures Teams – und damit auch eure eigene. Und das wiederum bringt euch langfristig auf der Karriereleiter weiter.

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