Schwarmintelligenz: Vom Schwarm zum klugen Unternehmen

Durch Schwarmintelligenz sind Insekten in der Lage, unglaubliche Leistungen zu vollbringen. Was Unternehmen daraus lernen können, zeigt J. Martin Granica in seinem dreiteiligen Beitrag.

Wird über die Möglichkeiten gelingender innerbetrieblicher Zusammenarbeit gesprochen, ploppen Schlagworte wie „Schwarmintelligenz“, die „Weisheit der Vielen“, „Kollektive Klugheit“ und „Organisationale Intelligenz“ auf.

Der dreiteilige Beitrag umreißt, was es mit diesen Begriffen auf sich hat und welche Folgerungen aus deren Bedeutung man für moderne Organisationen ziehen kann.

Im ersten Teil geht es um die „Schwarmintelligenz“(SI) der Insekten.

Was ist „Schwarmintelligenz“?

Der Begriff „Schwarmintelligenz“ (SI) steht für die Idee, dass artgleiche Individuen über einfache und wenige lokale Regeln im Schwarm ein komplexes Problemlöseverhalten erreichen. Dieses hätten sie rein kognitiv alleine nicht erreichen können.

Insekten organisieren sich in Staaten. Ameisen züchten Pilze. Und Termiten können Klimatechnik. Entdeckungen dieser Art lassen die Menschen staunen: Was bewirkt, dass diese so einfachen Tiere, gemeinsam zum schlauen Superorganismus werden? Zufriedenstellend beantwortet, ist diese Frage bis heute leider nicht. Dafür wackelt die Annahme, dass einzelne Schwarmtier sei kognitiv arg limitiert – um nicht zu sagen doof ;-).

Individuelle Intelligenz ist ebenfalls gefragt

Dass die vom Schwarm praktizierten Lösungen „gewusst“ auch einer einzelnen Ameise oder Biene zur Verfügung stehen, hält man heute noch für unmöglich. Neuere Forschungen zeigen aber, dass zum Beispiel auch eine einzelne Biene rechnen kann. Wahrscheinlich ist die Individual-Intelligenz vieler Tiere – darunter auch von Insekten – deutlich höher, als wir bisher dachten. Und der Faktor SI, welcher kognitiv limitierte Lebewesen als Schwarm zum schlauen Superorganismus macht, darum vermutlich deutlich schwächer als bisher gedacht.

Der Schwarmgedanke als Zukunftsmodell

Welche Anregungen können wir dennoch aus dem Phänomen SI mit Blick auf Unternehmen mitnehmen?

Praktiken, SI für Unternehmen zu nutzen, wie etwa bei nutzergetriebenen Produktentwicklungen (z.B. Lego), oder bei der Softwareentwicklung (z.B. Linux) gibt es seit einigen Jahren. Mit interessanten Nebeneffekten: SI-Anwendungen lassen eine Überprüfung des Verhältnisses zwischen dem Kollektiv und seiner Führung gleichsam automatisch mitlaufen! Insbesondere die Nutzung des Schwarmgedankens via Internet, stellt gesetzte Autoritäten in Frage. Denn im Netz gilt weniger, wer, aus welcher Position heraus etwas sagt. Sondern vielmehr, welchen Wert sein Beitrag hat. Genau das macht einen guten Teil der disruptiven Erfolge von Geschäftsmodellen der SI-inspirierten Plattform-Ökonomie (z.B. Twitter für Nachrichten, AirBNB für Übernachtung, Amazon für Handel, etc.) aus. Geschätzte Wertbeiträge ungeachtet einer Tradition, Reputation oder Position der Anbieter. Die Folge: Diese Geschäftsmodelle räumen – quasi aus dem Nichts heraus – etablierte Märkte auf.

Ich meine, dass auch diese Erfahrungen aus angewandter „Schwarmintelligenz“ Menschen zu dem inspiriert haben, was heute mit dem Wunsch nach „weniger Macht aus Position“, mehr „Augenhöhe“ und mehr „Partizipation“ umschrieben wird.

Vorstellungen wie diese, verbinden nun viele – vor allem junge – Menschen auch mit ihren Erwartungen an ihren Arbeitsplatz. Wie diese Erwartungen für alle Stakeholder sinnvoll und zufriedenstellend zu erfüllen sind, auch damit beschäftigt sich unser Buch „Mutig führen“, das im Schäffer-Poeschel-Verlag erschienen ist.

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J. Martin Granica

J. Martin Granica

Als studierter Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler war ich zwölf Jahre geschäftsführender Inhaber eines mittelständischen Großhandels und arbeitete ab 2007 beratend zu den Themen Unternehmenskommunikation und Gründung, seit 2012 als Wissenschaftler und Berater zu den Themen Entrepreneurship, Führung und Organisationsentwicklung. In den Jahren 2012 bis 2017 war ich Mit-Gründer und Vorstand der awisu Think & Do Tank eG. Ich befasse mich seit Jahren begeistert mit Unternehmensentwicklung unter den Gegebenheiten der Globalisierung, Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderung. Seit August 2017 bin ich geschäftsführender Gesellschafter der InnovationCenter.ruhr GmbH & Co. KG. Derzeit entwickle ich dort Formate unter dem Motto: »Innovate your working life!«

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