Positive Psychologie

Positive Psychologie: So motivierst du deine Mitarbeiter

Schon mal von positiver Psychologie gehört? Sie hilft dir, dein Team zu motivieren, gerade in Krisenzeiten. Wir zeigen dir, wie du sie einsetzen kannst.

Ein bisschen Vorwissen vorweg: Wir gehen intuitiv davon aus, dass Erfolg glücklich macht. Allerdings ist die Umkehrung mindestens ebenso richtig. Studien zeigen, dass glückliche Menschen im Durchschnitt zufriedener mit ihrem Arbeitsleben sind. Zugleich erbringen sie bessere Leistungen und werden von anderen vorteilhafter bewertet – und verdienen letztlich auch besser. Optimisten gründen z. B. häufiger erfolgreich Start-ups. Insgesamt gehen sie mit einem gesünderen Herz-Kreislauf-System durchs Leben als Menschen, die sich viele Sorgen machen.

Glücklichsein wird daher häufig auch als Voraussetzung für beruflichen Erfolg betrachtet. Das können Vorgesetzte nutzen: Verstärkst du als Chef die positiven Emotionen deiner Mitarbeiter, wirkt sich das auf ihre Zufriedenheit aus. Das führt dann meist auch zu besseren Resultaten im Job und höherer Motivation.

Wie Führungskräfte positive Psychologie nutzen können

Hier kommt nun die positive Psychologie ins Spiel. Sie arbeitet mit Charakteristika, die schon bei jedem Menschen vorhanden sind, nämlich Selbstwirksamkeit, Hoffnung, Optimismus und Resilienz.

Sie sind bei jedem Mitarbeiter entwickelt, allerdings unterschiedlich stark. Die gute Nachricht: Sie lassen sich bei jedem Menschen durch positive Psychologie weiterentwickeln. Jeder Chef kann das einsetzen, um Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren.

Selbstwirksamkeit

Ein selbstwirksamer Mitarbeiter ist von seinen Fähigkeiten überzeugt. Das kannst du als Vorgesetzter fördern, z.B.:

  • Gib systematisch Feedback und betone dabei die positiven Aspekte.
  • Stelle Aufgaben, die konkrete Erfolgserlebnisse vermitteln.
  • Kommuniziere Erfolge des Mitarbeiters im Team und an geeigneter Stelle.
Hoffnung

Das Prinzip Hoffnung trägt dazu bei, dass dein Mitarbeiter an seinen gesteckten Zielen festhält. Auch hierzu kannst du beitragen:

  • Besprich mit den Mitarbeitern die einzelnen Schritte, um Ziele zu erreichen.
  • Beschließt diese Ziele gemeinsam. Sie sollten zwar ehrgeizig und motivierend, aber auch realisierbar sein.
  • Sorge dafür, dass alle nötigen Ressourcen zur Verfügung stehen, damit er seine Ziele erreichen kann. Auch ein Bonus für erreichte Ziele motiviert ungemein.
Optimismus

Optimismus spielt in der positiven Psychologie und in deinem Führungsverhalten eine wichtige Rolle. Ein optimistischer Mitarbeiter blickt zuversichtlich in die Zukunft und glaubt an seinen Erfolg. Du kannst ihn zum Beispiel so ermutigen:

  • Hilf dabei Misserfolge angemessen zu verarbeiten. Für Erfolge darf er berechtigten Stolz empfinden.
  • Schätze berufliche Situationen angemessen ein. Zeige deinem Mitarbeiter dadurch mögliche Erfolgsoptionen auf.
  • Unterstütze den Mitarbeiter dabei, seine Stärken zu erkennen und zu entwickeln.
Resilienz

Ein resilienter Mitarbeiter bewältigt Probleme und überwindet Hürden. Du kannst ihn mit einfachen Maßnahmen bestärken:

  • Fördere seine Kompetenzen und vernetze ihn in der Firma.
  • Gehe wertschätzend mit deinen Mitarbeitern um und setze z. B. Mentoring oder Coaching ein.
  • Achte auf eine angemessene Work-Life-Balance und das betriebliche Gesundheits-Management.
Mehr über positive Psychologie im Job

Du willst dein Führungsverhalten besser reflektieren? Der Psychologe Nico Rose beschreibt in seinem Buch „Arbeit besser machen“ wie du die Erkenntnisse der positiven Psychologie im deinem Führungsalltag einsetzen kannst.

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