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Positive Leadership – Führen neu gedacht
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Positive Leadership – Führen neu gedacht

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Die Generationen Y und Z stellen ganz andere und höhere Ansprüche an eine Führungskraft. Für sie zählen nicht mehr der Dienstwagen oder andere traditionelle Statussymbole – nein, Wertschätzung und gezielte Förderung sowie Anerkennung sind die neuen Werte. Mit Positive Leadership können Führungskräfte den Needs der jüngeren Generation am besten begegnen.

Was ist Positive Leadership?

Vielleicht sollte man zunächst die Frage vorwegnehmen: Was ist Positive Leadership nicht? Eines ist es nicht: Ein Führungsansatz auf Kuschelebene. Es bedeutet nicht, dass Führungskräfte mit der rosaroten Brille auf ihre Mitarbeitenden schauen. Positive Leadership setzt vielmehr auf Vertrauen, Stärkung und Ermutigung der Mitarbeiterinnen. Flache Hierarchien können dabei ebenso einen wichtigen Beitrag leisten. Ein Konzept, um Positive Leadership in die Tat umzusetzen, ist das PERMA-Modell des US-Psychologen Martin Seligman, das wir im Folgenden näher betrachten.

Positiv Führen mit dem PERMA-Modell

PERMA steht für fünf Dimensionen:

  • Positive Emotions (P): Führungskräfte haben die Aufgabe, positive Emotionen zu stärken. Dazu beitragen kann z. B. ein Betriebsausflug oder der Obstkorb in der Kaffeeküche. Auch ein Kickertisch ruft positive Emotionen hervor und ist nicht nur ein nettes Gimmick.
  • Engagement (E): Hierbei geht es um das Ausleben von Stärken. Führungskräfte sollten mehr darauf setzen, die Stärken ihrer Mitarbeitenden auszubauen, statt den mühsamen Abbau von Schwächen zu fordern. Kann eine Mitarbeiterin ihre Kompetenzen sinnvoll einsetzen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie dem Unternehmen treu bleibt. Es wirkt sich zudem positiv auf die Leistungsfähigkeit und Kreativität aus.
  • Relationships (R): Vernetzung im Unternehmen ist wichtig. In Unternehmen, in denen ein hoher Prozentsatz eine gute Freundin bei der der Arbeit hat, ist die Mitarbeiterzufriedenheit nachweislich höher. Für Führungskräfte heißt das, persönliche Verbindungen bei der Arbeit zu fördern.
  • Meaning (M): Das Erleben von Sinnhaftigkeit ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Positive Leadership. Vor allem die jüngere Generation fragt nach dem „Why?“  des unternehmerischen Daseinszwecks und der eigenen Arbeit. Das Wozu und Warum der Produkte und Dienstleistungen etc. sollte den Mitarbeitern greifbar gemacht werden.
  • Achievements (A): Kommuniziere als Führungskraft Errungenschaften und Erfolgserlebnisse und mache sie wirklich erlebbar. Die Gewissheit, dass etwas vorangeht, dass Ziele erreicht werden, sorgt für Wohlbefinden. Dafür muss es anspruchsvolle, aber erreichbare Ziele geben. Mittels Feedback gehört es auch dazu, über Misserfolge zu sprechen und konstruktiv mit Scheitern umzugehen.

Mit dem richtigen Mindset ist Positive Leadership eine erfolgsversprechende Art der Führung, die für zufriedenere Mitarbeiter sorgt.