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Wehr dich! So durchkreuzt du Machtspiele im Büro
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Machtspiele

Wehr dich! So durchkreuzt du Machtspiele im Büro

Machtspiele sind alltäglich. Sie dienen dazu, gegen den Willen der anderen ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Unsere Tipps helfen dir, diese Spielchen zu erkennen und zu durchkreuzen, damit du am Ende nicht der Dumme bist!

Zunächst die bittere Wahrheit: Welche Kontermöglichkeiten du bei Machtspielen hast, hängt stark von deiner Position ab. Der Chef sitzt einfach am längeren Hebel und das kann im Ernstfall unangenehm werden. Dennoch hast du immer die Wahl zwischen verschiedenen Handlungsalternativen.

Die „Ich will ein Eis“-Strategie

Es gibt Menschen, die ihre Forderungen stur wiederholen und für deine Argumente nicht zugänglich sind. Dieses Verhalten nennt man die „Ich will ein Eis“-Strategie: Ohne Begründung und ohne Abstriche zu machen, wird immer wieder dasselbe eingefordert. An dieser Stelle kommst du mit Argumenten nicht weiter.

Unser Tipp: Einfach mal eskalieren lassen. Lass deinen Gegner auflaufen, indem du konsequent hart bleibst: „Du kannst dich auf den Kopf stellen, du bekommst kein Eis.“ Alternativ kannst du auch eine Gegenforderung stellen: „Gut, ich komme dir entgegen. Dafür möchte ich Folgendes …“

Stellt sich aber dein Chef quer, musst du meistens nachgeben. Aber du kannst die Bitte als das entlarven, was sie ist: ein Befehl. „Sie haben hier das Sagen und damit liegt es ganz bei Ihnen, was hier geschieht.“ So durchkreuzt du das Machtspiel, gibst die Verantwortung für eine unsinnige Aufgabe ab und behältst deine persönliche Würde.

Drohen und erpressen

Drohungen sind meist simpel: Entweder du tust dieses ‒ oder es passiert jenes. Der Drohende verknüpft zwei Übel, damit der Bedrohte das kleinere Übel wählt. Wichtig zu wissen: Das größere Übel möchte meist auch der Drohende vermeiden, denn er würde nicht das bekommen, was er eigentlich will. Auch alle Eltern kennen das unangenehme Gefühl, wenn eine Drohung nicht wirkt: Sie bekommen nicht, was sie wollen, z. B. Zimmer aufräumen, und müssen dann auch noch die Strafe in die Tat umsetzten, sonst werden sie unglaubwürdig.

Unser Tipp: Musst du dich in eine Drohung fügen, kannst du sie zumindest öffentlich machen und den Drohenden damit als hemmungslosen Machtmenschen entlarven. Natürlich kannst du die Drohung auch als solche benennen und einfach ablehnen. Falls du dich zu sehr vor den negativen Folgen fürchtest, kannst du versuchen zu verhandeln und einen Gegenvorschlag unterbreiten. Damit bekommt der Drohende nicht das, was er verlangt hat. Aber da du ihm offiziell entgegenkommst, kann er seine Drohung dennoch nicht ohne Gesichtsverlust in die Tat umsetzen.

Die Überrumpelung

Bei einer Überrumpelung wird immer Zeitdruck aufgebaut, um dich schnell zu einer (vielleicht nicht ganz durchdachten) Entscheidung zu zwingen. Statt eines Vorgesprächs findet z. B. gleich die Verhandlung statt oder du musst dich ohne Rücksprachemöglichkeit für eine Variante entscheiden.

Unser Tipp: Hier lautet die Strategie immer: Möglichst viel Zeit gewinnen („Ich muss eine Nacht darüber schlafen“). Deshalb: Möglichst nicht sofort reagieren, sondern etwas Abstand gewinnen, das kann dir erhebliche Vorteile verschaffen. Vielleicht kannst du dann auch noch deine eigenen Interessen in die Entscheidung einbringen.

Weitere Machtspiele, Konkurrenz- und Karrierespiele gefällig?

Unser (Büro-)Alltag steckt leider voll davon. Mehr über den Umgang mit Boss- und Mitarbeiterspielchen erfährst du in dem Buch „Machtspiele – Wie wir unseren Willen durchsetzen“. Hier gibt es nützliche Tipps und Tricks gegen alle Arten von Foulspielen – und du erfährst wie du dich dagegen wehren kannst.