Kooperation

Keine Kooperation ohne Kommunikation: Workshops mit Leitbild

Wir leben in besonderen Zeiten. Insbesondere für Teams wirkt sich die Corona-Pandemie wie ein Stresstest aus. Wie du mögliche Konflikte frühzeitig klärst, zeigt dir der Gastbeitrag von Normen Ulbrich und Frank Leuz.

Ein Ergebnis unserer Bemühungen, die Pandemie in den Griff zu bekommen, ist, dass die Kollegen nicht nur weniger, sondern auch anders miteinander kommunizieren. Keine einfache Situation. Da Kooperation jedoch erst durch Kommunikation entstehen kann, gilt es gerade für Teams und deren Führungskräfte, sich dieser neuen Herausforderung anzunehmen und sie zu meistern.

Als sicheres Indiz, wie überfordernd das für viele ist, sehen wir die deutlich gestiegene Zahl von Anfragen, die wir zum Thema Konfliktklärung erhalten. Führungskräfte rufen nach Hilfe, weil sie von Konflikten überrascht werden, die zum Teil explosionsartig entstehen und eine ebenso explosive Energie mitbringen.

Steigendes Fieber durch fehlende Kommunikation

Doch wo kommt diese Energie her? Im bisher üblichen Bild des Unternehmensalltags gab es zweierlei Arten von Meetings:

  • organisiert: ein typisches Teammeeting im Meetingraum, mit vorheriger Einladung, Agenda und definierter Teilnehmerliste und Zeitvorgabe
  • unorganisiert: zufällige, informelle Treffen einiger oder aller Teammitglieder, z.B. in der Kaffeeküche, beim Mittagessen o.ä.

Letzteres wird selbstverständlich nicht als Meeting verstanden, fiel aber ebenfalls den unterschiedlichsten Hygiene- und Schutzmaßnahmen der letzten Monate zum Opfer – und zwar ersatzlos. Dieses Weniger an Kommunikation führte zu weniger Austausch, das zu weniger Kooperation und das wiederum zu mehr Konfliktpotenzial. Einfach weil der „Flurfunk“ mit seinen gewohnten unorganisierten, aber extrem wichtigen Kanälen weggebrochen ist.

Die Fieberkurve von Christoph Thomann (s. Abb.) beschreibt sehr anschaulich, wie eine steigende Fieberkurve durch fehlende Kommunikation im Team zur Explosion führen kann:

Leitbild zur Konfliktklärung – eine logische Konsequenz

Eine Alternative, gerade in diesen orientierungslosen Zeiten, stellen unterschiedlichste Leitbild-Integrationsmaßnahmen dar. Dazu nützt ihr die Inhalte eures Leitbildes (Vision, Werte, Mission) für MikroWorkshops mit eurem Team.

Schaut z.B. auf eure gemeinsam entwickelte Vision, und diskutiert, wie ihr dieses Zielbild vom heutigen Standpunkt aus am besten erreichen könnt. Häufig werden dabei Ängste, Probleme oder kontroverse Sachthemen zu Tage treten – ein riesiges Geschenk: Denn erst jetzt, wo sie öffentlich gemacht wurden, können sie überhaupt erst geklärt werden.

Abhängig davon, in welchem Umfeld ihr arbeitet, wieviel Zeit ihr investieren könnt und was ihr euch als Führungskraft zutraut, könnt ihr auch mit haptischen Materialien arbeiten: Knete oder Lego. Die Teilnehmer bringen sich dann damit zum Ausdruck und bieten eine Einladung zur Diskussion. Solche Skulpturen haben den immensen Vorteil, dass auch unbewusste Anteile in die Aufgabe integriert werden, anstelle der rein kognitiven.

So oder so unterstützen diese kleinen Workshops – die auch gut online im Videocall und mit Online-Pinnwänden stattfinden können – die Kommunikationsprozesse in eurem Team. Das stärkt die Kooperation und gleichzeitig werdet ihr erleben, wie sich der Wert des Leitbildes positiv verstärkt, weil nun alle erleben, erfahren und spüren, wie wichtig ein lebendiges Leitbild ist. Habt also Mut, geht in MikoWorkshops und erlebt wunderbare Win-win-win-Situationen!

Zum Weiterlesen:

KooperationWie man Werte, Vision und Mission eines Unternehmens gestaltet und ins Tagesgeschäft integriert, zeigen Normen Ulbrich und Frank Leuz in ihrem „Workbook Leitbildentwicklung“. Darin findet ihr nicht nur Hintergründe und theoretische Anweisungen, sondern die kompletten Workshop-Unterlagen, die für die Erarbeitung einer authentischen Positionierung erforderlich sind.

Normen Ulbrich & Frank Leuz

Normen Ulbrich & Frank Leuz

Normen Ulbrich nutzt seine langjährigen Erfahrungen aus der Führung von Teams, der Personalentwicklung und der Unternehmenswelt, um maßgeschneiderte Führungskräfteentwicklungsprogramme zu konzipieren und durchzuführen. Frank Leuz ist Business Coach, Strategieberater und Kommunikationsdesigner, sowie Experte für Positionierung und Marketing. Diese Themen bedient er sowohl in seinen Seminaren als auch als Autor und Keynote-Speaker. Zusammen mit Normen Ulbrich ist er Autor des Fachbuchs „Workbook Leitbildentwicklung“.

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