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Jeder Mensch tickt anders: 3 Tipps für den Umgang mit Diversity
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Frau teilt Präsentation im Team

Jeder Mensch tickt anders: 3 Tipps für den Umgang mit Diversity

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

Als Führungskraft ist es eine große Herausforderung, alle Charaktere im Team und die kulturelle Vielfalt unter einen Hut zu bekommen. Mit diesen 3 Tipps gelingt die gelebte Diversity.

Gerade im Job treffen wir auf die unterschiedlichsten Menschen. Darunter viele, um die wir privat einen großen Bogen machen würden. Dennoch müssen wir uns bei der Arbeit mit ihnen konstruktiv auseinandersetzen, ob wir wollen oder nicht. Dies trifft nicht nur auf die Kollegen zu. Auch Kunden, Geschäftspartnerinnen oder Lieferanten ticken oftmals ganz anders als man selbst.

Aber gerade diese Unterschiede sind wertvoll im Team- und Unternehmensalltag. Schließlich bringt jede Person einen anderen Blickwinkel auf die Arbeit oder die Projekte ein. Mit gelebter Vielfalt toleriert man genau diese individuellen Unterschiede und nutzt sie als Chance. Nimm die soziale und charakterliche Vielfalt in deinem Team wahr und setze sie konstruktiv für den Team- und Unternehmenserfolg ein!

Tipp 1: Diversity in Motiven und Werten anerkennen

Jeden Menschen treibt etwas anderes an. Die einen wollen Macht und Einfluss. Andere wollen alles kontrollieren. Die nächsten brauchen viel kreativen Freiraum. Und wieder andere wollen einfach nur dazugehören. So unterschiedlich die Menschen ticken, so verschieden sind auch ihre Motive, Ziele und Wertvorstellungen. Nicht selten prallen diese im Job aufeinander. Oft schütteln wir den Kopf über Verhaltensweisen der lieben Kolleg:innen, die wir nicht nachvollziehen können. Wer das anerkennt, kann erfolgreich mit anderen zusammenarbeiten.

Überlege daher bei Reibereien oder unterschiedlichen Standpunkten: Welches Bedürfnis oder Motiv könnte hinter dem Handeln der Kollegin stecken? Wer versteht, was den anderen antreibt, kann die merkwürdigen Verhaltensweisen besser einordnen und lockerer reagieren.

Tipp 2: Gender Diversity fördern

Natürlich ist auch das Sozialverhalten der Geschlechter verschieden. Aber gerade diese Vielfalt der Geschlechter sollten alle im Team als Vorteil wahrnehmen und sich von negativen Denkmustern oder Klischees befreien. Trotzdem schlummern Vorurteile in den Köpfen – viel häufiger als wir denken. Vor allem althergebrachte, vorgelebte Rollenbilder und Geschlechterklischees halten sich hartnäckig.

Leider beeinflussen sie uns auch oft im Job. Oft trauen Vorgesetzte dem männlichen Kollegen das Projekt oder den Karrieresprung eher zu als der Kollegin. Diese Wahrnehmungsfallen gilt es als Führungskraft kritisch zu hinterfragen und auf objektive Sachargumente zu prüfen: „Wer bringt die geforderten Fähigkeiten für das Projekt tatsächlich mit?“

Achtung: Hauen Kollegen in die polemische Geschlechter-Kerbe („Frauen und Technik“ oder „Männer können sich besser durchsetzen“ etc.), sollten Vorgesetzte diese Grenzüberschreitung gezielt ansprechen. Stelle unbedingt klar, dass diese Bemerkungen nicht erwünscht sind. Wichtig ist ein Klima, in dem sich jede und jeder frei entfalten kann.

Tipp 3: Wissen weitergeben

Im Lauf der Jahre wandeln sich die Teams und jüngere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rücken nach. Vorgesetzte müssen die Erwartungen und Vorstellungen der Babyboomer, Millenials und die verschiedenen Generationen unter einen Hut bringen. Die Aufgabe der Führungskräfte ist es auch hier, Brücken zu bauen, z. B.

  • für die unterschiedlichen Prägungen,
  • bei der Kommunikation,
  • bei verschiedenem Lernverhalten,

um damit das gegenseitige Verständnis zu fördern. Im besten Fall lernen die Generationen voneinander und tauschen Wissen und Erfahrungen generationenübergreifend aus. Dies klappt vor allem in gemischten Reverse Mentoring Teams. Diese tauschen ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz im Tandem aus.