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Fehlzeiten richtig deuten: So unterstützt du deine Mitarbeiter
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Frau mit Kopfschmerzen am Schreibtisch
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Fehlzeiten richtig deuten: So unterstützt du deine Mitarbeiter

Fehlzeiten sprechen oft eine leise Sprache. Nicht immer fällt es sofort auf, wenn Mitarbeiter häufiger fehlen. Wann du genau hinschauen solltest und was du beachten muss, erfährst du hier.

Wenn Fehlzeiten zunehmen

Vor allem bei saisonalen Grippe- oder Krankheitswellen fällt es oft nicht auf, wenn ein Mitarbeiter häufiger fehlt.  Aber vielleicht hast du ja ein so gutes Verhältnis zu deiner Mitarbeiterin, dass ihr im regelmäßigen Austausch auch auf Krankheiten zu sprechen kommt. Anhand dieser Info könntest du erkennen, dass etwas im Argen liegt. Bedenke aber, dass deine Mitarbeiter nicht dazu verpflichtet sind, dir Auskunft über ihre Krankheit zu geben. Bringst du allerdings in Erfahrung, was den Betroffenen ausgeknockt hat oder erkennst, dass gerade bei dem einen Mitarbeiter die Fehlzeiten ungewöhnlich zunehmen, dann solltest du hellhörig werden.

Gegensteuern, wenn sich Fehlzeiten häufen

Es gibt mehrere Szenarien, die denkbar sind, warum Mitarbeiter häufiger fehlen. Das kann der hohe Workload und damit verbundene Stress sein, der auf Dauer krank macht. Vielleicht gibt es auch eine Krise im Team? Es können natürlich auch private Probleme dahinterstecken. Aber auch ein nicht adäquat ausgestatteter Arbeitsplatz, kann mit der Zeit für Probleme sorgen. Was kannst du also tun?

  • Wenn möglich sorge dafür, dass der hohe Workload abnimmt. Ist dieser dauerhaft zu hoch, stelle eine neue Arbeitskraft ein oder lagere Aufgaben aus, um deine Mitarbeiter zu entlasten.
  • Richte den Büroarbeitsplatz ergonomisch ein, so wird Muskel- und Skeletterkrankungen vorgebeugt.
  • Biete deinen Mitarbeiterinnen Workshops zum Thema Resilienz, damit sie lernen, richtig mit Stress umzugehen.
  • Sorge für ausreichend Pausen. Oftmals sind Mitarbeiter so in ihrem Tun gefangen, dass die kleinen Pausen hinten runterfallen. Frage doch einfach ganz unverbindlich, wer kurz einen Kaffeetrinken gehen möchte. Wenn dein Team remote arbeitet, trefft euch zu kurzen Kaffeepausen virtuell.
  • Sprich Krisen im Team offen an und finde mit den Beteiligten gemeinsam eine Lösung.

Je schneller du bei häufigen Fehlzeiten gegensteuerst, umso besser. Denn deine Mitarbeiterinnen sind der Schlüssel zum Erfolg. Darum gehört es auch zu deinen Aufgaben als Führungskraft, für einen gesunden Arbeitsplatz und ein gutes Klima im Team zu sorgen.

Präsentismus kritisch hinterfragen

Es gibt sie – die Mitarbeiter, die trotz akuter Erkrankung bei der Arbeit erscheinen. Dabei steckt die Angst dahinter, der erste zu sein, der bei Abbaumaßnahmen gehen muss, wenn er zu viel krank war. Oder aber, es ist ein stark ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, dass Mitarbeiterinnen dazu bewegt, krank bei der Arbeit aufzutauchen. Sie wollen ihre Kollegen und die Firma nicht im Stich lassen.

Das Unternehmen hat gegenüber seinen Mitarbeitern allerdings eine Fürsorgepflicht. Erkennst du als Führungskraft, dass es einem Mitarbeiter zu schlecht geht, um zu arbeiten, oder dass er eine Ansteckungsquelle für andere Mitarbeiterinnen ist, dann darfst du ihn nach Hause schicken. Wichtig ist, dass eine Krankheit auskuriert wird, denn weder der Mitarbeiter noch das Unternehmen haben etwas davon, wenn sich der Genesungsprozess sonst lange hinzieht. Denn auch die Arbeitsleistung leidet darunter.