Emotionale Intelligenz als Führungskompetenz

Lange Zeit war nur der Intelligenz-Quotient (IQ) bekannt. Seit der wegweisenden Arbeit von Dr. Daniel Goleman „Emotionale Intelligenz“ in den 1990ern, ist auch der EQ bekannt. Dem emotionalen Quotienten wird sogar eine größere Bedeutung beigemessen, wenn es um Erfolg im privaten Umfeld und in der Arbeitswelt geht. Gerade für Führungskräfte wie dich ist die Emotionale Intelligenz entscheidend. Wer sich in seine Mitarbeiter hineinversetzen kann und ein Gespür für Störungen oder Spannungen hat, kann Konflikte schneller und besser lösen und sein Team souveräner führen.

Wie misst man Emotionale Intelligenz?

Bei der Emotionalen Intelligenz geht es um die zwischenmenschliche und kommunikative Kompetenz. Folgende Punkte werden bei der Ermittlung des EQ berücksichtigt:

  • Selbstbewusstsein (Erkennen/Verstehen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive, Ziele & Bewusstsein über die persönlichen Stärken und Schwächen)
  • Selbststeuerung (eigenen Gefühle/Stimmungen durch einen inneren Dialog beeinflussen/steuern)
  • Motivation (Leistungsbereitschaft/Begeisterungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln)
  • Empathie (Einfühlungsvermögen)
  • Soziale Kompetenz (Kontakte/Beziehungen zu anderen Menschen knüpfen und aufrecht erhalten)
  • Kommunikationsfähigkeit

Und welche Arten von Emotionaler Intelligenz gibt es?

Nicht jede Führungskraft wird mit dem gleichen Level an Emotionaler Intelligenz geboren. Die gute Nachricht: Die Gefühle anderer und auch die eigenen wahrzunehmen und richtig zu deuten, ist zum Teil erlernbar. Die aktuelle Forschung unterscheidet hier drei Modelle:

  • Emotionale Intelligenz als erlernbare Fähigkeit (Ability EI), z.B. Fähigkeit zur richtigen Wahrnehmung von Gefühlen
  • Emotionale Intelligenz als grundlegende Eigenschaft (Trait EI)
  • Emotionale Intelligenz als Mischung von Motivation, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften (Mixed EI)

http://www.psychomeda.de/lexikon/emotionale-intelligenz.html

„Menschen mit einer hohen Emotionalen Intelligenz sind beruflich oft sehr erfolgreich, da sie gut mit Menschen umgehen können und über Führungsqualitäten verfügen. Eine Emotionale Intelligenz im Alltag ermöglicht es Ihnen, gut mit Ihrem Partner und Familienmitgliedern klarzukommen, Konflikte konstruktiv zu meistern und mit sich selbst und anderen Menschen gut auszukommen. Emotional intelligente Menschen können aktiv zuhören und akzeptieren ihre Mitmenschen so wie sie sind. Damit sind sie meist sehr beliebt und pflegen tiefgehende Beziehungen und Freundschaften. Sie sorgen aber auch gut für sich selbst und sind deshalb meist zufrieden und ausgeglichen.“

http://www.zeitzuleben.de/2112-emotionale-intelligenz/

Im Berufsleben kann die Emotionale Intelligenz dazu beitragen, ein angenehmes Arbeitsklima und stabile Beziehungsgeflechte aufzubauen. Der EQ von Führungskräften kann aber auch als Steuerungsinstrument dienen, um Mitarbeiter bestmöglich zu führen und zu motivieren und um Kundenkontakte erfolgreich zu gestalten. Folgende emotionale Kompetenzen können u.a. im Berufsalttag gefordert sein:

  • Aufgabenverteilung: Mitarbeiter richtig einschätzen
  • Hierarchieform: flache Hierarchie fördert Eigenverantwortlichkeit
  • Teambildung: Ergänzende Teams zusammenstellen
  • Angebots- und Verhandlungstaktiken: auf Verhandlungspartner reagieren

Mehr lesen: „Emotionale Intelligenz“ von Marc A. Pletzer

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