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4 Regeln für eine positive Fehlerkultur im Team
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4 Regeln für eine positive Fehlerkultur im Team

Beim letzten Meeting war dein Vertriebsteam mal wieder damit beschäftigt, zu diskutieren, wer daran Schuld war, dass der Kunde die falsche Ware bekommen hat. Das hat alle frustriert und Zeit verschwendet, vor allem weil nach der Diskussion immer noch nicht klar war, was eigentlich der Grund für die Verwechslung war. Diesen Frust kann sich das Team in Zukunft ersparen. Besser als Schuldzuweisungen ist eine positive Fehlerkultur. Hier sind vier Regeln mit der du ein Arbeitsklima schaffst, das auf einer wertschätzenden Haltung gegenüber anderen und konstruktivem, kooperativem Verhalten basiert.

Regel 1: nach Ursachen statt Schuldigen suchen

„Wer hat’s verbockt?“ – Das ist oft die erste Frage, wenn ein Fehler passiert ist. Mit dieser Frage läuft die Diskussion von Anfang an in die falsche Richtung. Es wird persönlich, die Verantwortung wird weitergeschoben – jeder hat dieses ermüdende Spiel schon zigmal erlebt. Konstruktiv wird es erst, wenn ihr die Suche nach dem Schuldigen einstellt und damit beginnt, nach den Ursachen für den Fehler zu forschen. Wer sich mit den Gründen für einen Fehler beschäftigt, stellt ganz andere Fragen, z.B. „Wie ist das passiert? Welche Faktoren haben zum Fehler geführt?“. Das sind sachliche Fragen, zu deren Beantwortung alle etwas beitragen können. So kann ein Team gemeinsam daran arbeiten, Fehler in der Zukunft zu vermeiden.

Regel 2: das Ziel ist Verbesserung nicht Strafe

Wer nach einem Schuldigen sucht, will auch jemand bestrafen. Nach dem Motto „Wer’s verbockt, muss leiden.“ Diese Denkweise ist Gift für konstruktive Zusammenarbeit im Team und verhindert, dass ein Team gemeinsam Lösungen und Verbesserungsmöglichkeiten findet. Und genau darum geht es schließlich: Was können wir besser machen? Wie können wir eine Wiederholung des Fehlers verhindern?

Regel 3: ruhig und sachlich statt emotional reagieren

Negative Emotionen sind keine angemessene Reaktion auf Fehler. Wutausbrüche und Vorwürfe sind kontraproduktiv. Wer den respektvollen Umgangston aufgibt, kann nicht mehr sachlich argumentieren. Wenn du die Sachebene verlässt, machst du dir und allen anderen die Klärung von Problemen nur schwieriger. Die wütende Anklage „Du hast eine Sch€%$arbeit abgeliefert!“ führt in die Sackgasse, sachliches Argumentieren führt zur Lösung. Es geht um die Analyse und darum Verbesserungen aufzuzeigen. Nu mit Sachlichkeit kann ein Team klären, welcher Fehler passiert ist, welches Verhalten oder Vorgehen nicht den Anforderungen entspricht und welche Mängel eine Arbeitsleistung aufweist.

Regel 4: vom Gegeneinander zum Miteinander

Respekt im Umgang mit anderen zeigst du auch, indem du ihnen auf Augenhöhe begegnest, gerade wenn ein Fehler passiert ist. Dazu gehört das Grundverständnis dafür, dass Fehler passieren und dass ein Team gemeinsam aus Fehlern lernen kann. Empathie und Unterstützung bilden die Basis für einen Lernprozess des gesamten Teams.

Mehr über das „Lernen aus Fehlern“ erfährst du im gleichnamigen TaschenGuide von Elke M. Schüttelkopf.