Lernstrategien

Wissen abspeichern: Die 6 besten Lernstrategien

„Man lernt nie aus.“ Diese Redensart gilt heute mehr denn je. Lebenslanges Lernen ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil vieler Jobs, denn die Arbeitswelt verändert sich stetig. Nur wenn du dich immer wieder weiterbildest, hast du auch künftig das nötige Wissen, um deine Arbeit gut erledigen zu können. Hier bekommst du 6 Lernstrategien für nachhaltiges Lernen.

Vielleicht hast du diese Erfahrung auch schon gemacht: Du besuchst eine Schulung oder ein Seminar, doch wenige Tagen oder Wochen danach hast du das Gelernte schon wieder vergessen. Das kann es ja wohl nicht sein, oder? Mit der richtigen Herangehensweise gelingt es dagegen viel besser, Gelerntes dauerhaft im Gehirn zu verankern. Die nachfolgenden Lernstrategien unterstützen dich dabei, damit du mit deinem Wissen immer den Anschluss behältst:

  1. Learning on demand

Klassische Weiterbildungsmaßnahmen vermitteln oft Wissen, das irgendwann einmal nützlich sein könnte. Allerdings nützt dir eine Photoshop-Schulung herzlich wenig, wenn du erst in einem halben Jahr mit dem Programm arbeiten wirst. Denn dann sind die Lerninhalte schon fast wieder vergessen und das Geld für die Schulung war für die Katz. Um dein Wissen nachhaltig zu erweitern, suche dir daher lieber gezielte Lerneinheiten (Learning on demand), bei denen du deine neuen Kenntnisse sofort nutzen kannst, um ein konkretes Problem zu lösen.

  1. Nugget Learning

In der Kürze liegt die Würze, denn oft schrecken lange Weiterbildungen eher ab. Weil viele Menschen nach schnellen und prägnanten Problemlösungen suchen, haben sich Kurzformate, sog. Learning Nuggets etabliert. Sie helfen dir, ein konkretes Problem informativ und prägnant in kurzen Lern-Häppchen lösen. Oft handelt es sich dabei um praxisbezogene Lernvideos, Lernspiele oder ein Quiz, die du in maximal fünf Minuten eigenständig durcharbeiten kannst.

  1. Learning on the Job

Bisher hast du Wissen vermutlich überwiegend an der Uni und in der Schule erworben. Das gezielte Lernen und Ausprobieren am Arbeitsplatz ist jedoch unverzichtbar. Mittlerweile geht die Fachwelt davon aus, dass wir uns 70 Prozent des neuen Wissens durch Erfahrung direkt im Job aneignen, 20 Prozent lernen wir durch andere und 10 Prozent durch klassische Weiterbildungsformate (70:20:10-Modell von Jennings). Lernen sollte daher in deinen Arbeitsalltag fest integriert sein.

  1. Kollaboratives Lernen

Der Austausch mit anderen, z. B. in Projekten hilft enorm, um von und miteinander zu lernen. Gerade in Peer Groups oder Communitys kannst du das Konzept „Lernen am Arbeitsplatz“ im Austausch mit anderen am besten umsetzen. Während du gemeinsam mit anderen an kniffligen Fragestellungen tüftelst, eignest du dir gleichzeitig neues Wissen an und kannst dies, z. B. in gemeinsamen Reviews, in den Arbeitsprozess integrieren.

  1. Mobiles Lernen

Lerne, wann und wo du willst. Gerade digitale Lernformate, die mit mobilen Endgeräten wie Smartphone, Tablet oder Computer genutzt werden können, bieten sich an, um sie auch unterwegs bzw. mobil zu nutzen und so z. B. längere Wartezeiten oder Zugfahrten effektiv für Weiterbildungsmaßnahmen zu verwenden.

  1. Spielerisches Lernen

Nicht zuletzt macht Lernen am meisten Spaß, wenn es spielerisch erfolgt und mit einer schnellen sofortigen Belohnung für den Lernerfolg verknüpft ist. Gerade kreative Aufgaben und Fragestellungen lassen sich mit spielerischen Elementen wie z. B. LEGO Serious Play® am besten lösen. Hier kann man aus Teams spielerisch ungeahnte Kreativität und Potenziale herausholen.

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Weitere interessante Lernstrategien und Wissen rund um Digitales Lernen und Lernen in der Cloud erläutert der Autor und Berater Peter Keuchel in seinem Buch „Personalmanagement in der Cloud“.

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