Fehler beichten, aber richtig

Wie sag ich’s meinem Chef? Fehler beichten, aber richtig

OMG, das durfte nicht passieren: Du hast in der Arbeit einen richtigen Bock geschossen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Du duckst dich weg und hoffst, dass es keinem auffällt. Oder du gehst offen damit um und beichtest es deinem Chef. Wie, das ist allerdings die Frage – denn leicht ist so ein Gespräch nicht. Hier ein paar Tipps.

Grundsätzlich: Übernimm die Verantwortung

Der Fehler ist passiert. Punkt. Ihn zu verschweigen – oder gar zu versuchen, ihn anderen in die Schuhe zu schieben -, ist überhaupt keine gute Idee. Du solltest deine Fehler beichten. Übernimm Verantwortung für das, was passiert ist. Dadurch vermeidest du nicht nur, KollegInnen in die Pfanne zu hauen. Sondern du zeigst auch, dass du die Größe hast, zu deinen Fehlern zu stehen. Das bringt dir, nach dem ersten Verdruss über dein Missgeschick, in erster Linie Respekt ein.

Mach eine Bestandsaufnahme

Bevor du vor dem Chef zu Kreuze kriechst: Schau dir erstmal an, was genau passiert ist. Und welche Konsequenzen dein Fehler hat. Vielleicht scheint alles auf den ersten Blick viel dramatischer, als es in Wahrheit ist. Außerdem solltest du dich fragen, wer von dem Fehler betroffen ist und wer gegebenenfalls informiert werden muss.

Und, ganz wichtig: Überleg dir vor der Beichte, wie du die Sache wieder geradebiegen kannst. Leg dir Lösungsvorschläge bereit. Und dann geht’s ab zum Gespräch.

Und wie sag ich’s nun?

Berichte klar, transparent und möglichst kompakt, was passiert ist. Einmal entschuldigen ist gut, baust du das in jeden zweiten Satz ein, wärmst du nur deinen Fauxpas immer wieder auf. Dein Vorgesetzter ist an der Lösung des Problems interessiert, nicht an deinem schlechten Gewissen.

Und, wie eingangs schon gesagt: Wälz nicht die Schuld auf andere ab. Du kannst stattdessen Prozesse benennen, die deiner Meinung nach nicht ganz optimal sind und die zu diesem Fehler geführt haben. Aber, wenn es sich vermeiden lässt, nennt keine konkreten Namen. Und dann präsentiere deinem Chef die Lösungsvorschläge.

Mal nicht den Teufel an die Wand

Klar, besonders als Job-Neuling ist es wirklich unangenehm, wenn Fehler passieren. Doch dein Missgeschick ewig mit dir rumzutragen, bringt keinem was. Am wenigsten dir selbst. Ist der Fehler behoben, hak ihn ab. Und freu dich darüber, dass du dabei etwas gelernt hast und es beim nächsten Mal besser machen wirst.

Hilfreich ist es auch, sich von Kollegen oder Freunden berichten zu lassen, was sie schon alles verbockt haben. Häufig kommt dir dein eigener Fehler dann gar nicht mehr so schlimm vor.

Und keine Angst: Freundensprünge wird ein Chef zwar nicht gerade machen, wenn du ihm von dem Unglück berichtest. Aber sollte es sich nicht gerade um einen arbeitsrechtlich relevanten und wirklich massiven Verstoß handeln, wird er nicht im Traum daran denken, dich deshalb rauszuschmeißen.

Also: Kopf hoch, aufstehen, Staub abklopfen und mutig deinen Fehler beichten. So schlimm wird’s nicht werden!

Team Karriere Boost

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Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Group, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

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