Strukturiert und klar formuliert – die Kriterien für gute Texte

Ob Mail, Protokoll oder Kunden-Angebot – im Job drücken wir uns tagtäglich über das geschriebene Wort aus. Damit der Adressierte am Ende auch versteht, was du meinst, findest du hier ein paar Tipps für gute Texte.

Tipp 1: Gute Planung ist die halbe Miete

Bevor du überhaupt auch nur das erste Wort aufs Papier bringst oder in die Tastatur hackst, halte kurz inne. Willst du verständlich schreiben, solltest du nicht einfach so loslegen.

Überleg dir zunächst, welches Ziel du mit deinen Worten erreichen möchtest. Denn Schreiben, einfach nur, weil’s so schön ist – das kommt im Job eher selten vor.

In der Regel steckt ein konkretes Ziel dahinter, wenn wir beruflich einen Text verfassen. Du willst beispielsweise jemanden informieren oder etwas erklären. Du möchtest etwas beschreiben oder überzeugen. Je nach Intention sollte der Text die Sache in den Vordergrund stellen und eher knapp gehalten werden. Oder, wenn du jemanden zu einer Handlung bewegen willst, darfst du gerne auch etwas wortreicher und emotionaler formulieren.

Tipp 2: Investiere Zeit in die Recherche

Besonders bei längeren Texten oder wenn du noch nach dem genauen Thema für deinen Text suchst, ist eine gründliche Recherche unverzichtbar.

Nicht nur die Themenfindung wird einfacher, wenn du dich vor dem Schreiben einliest. Wenn du schon bei der Recherche kurze Zusammenfassungen deiner Quellen anfertigst, hast du bereits erste Inhalte. Und du kannst gleich deine eigenen Gedanken und Fragen dazu notieren. Die Angst vor dem leeren Blatt kannst du so getrost vergessen.

Wichtig: Schreib dir deine Quellen auf! Nicht nur Buchtitel, Autor, Verlag und Seitenangaben gehören hier dazu. Auch die URLs deiner Online-Recherchen solltest du dir notieren – und das Datum. Denn Texte verschwinden auch wieder aus dem Netz.

Tipp 3: Eigne dir einen klaren Schreibstil an

Kurze Wörter sind grundsätzlich einfacher zu lesen als lange. Das musst du nicht gleich beim Schreiben berücksichtigen, du kannst auch bei einem Korrekturdurchgang Wörter ersetzen, ändern oder kürzen. Beispiel: „Trinkwasserqualität“ fordert deine Leser mehr heraus als „Qualität des Trinkwassers“.

Hilfreich ist hier ein Synonym-Wörterbuch. Viele dreisilbige Wörter lassen sich problemlos durch zweisilbige ersetzen.

Grundsätzlich gilt auch hier Augenmaß. Ein Text, der nur aus sehr kurzen Wörtern besteht, klingt schnell abgehakt und unrhythmisch. Am besten liest du ihn dir laut vor, dann merkst du, ob deine Formulierung „Melodie“ hat.

Neugierig geworden?

Verständlich schreibenViele weitere Tipps, wie du deine Texte gut strukturierst und klar formulierst, findest du in „Verständlich schreiben“, dem neuen TaschenGuide von Nadja Buoyardane und Franziska Nauck.

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