Social Media Hausputz: Was die neuen Kollegen nicht über dich wissen sollen

In drei Wochen geht dein neuer Job los. Jetzt sitzt du am Computer und checkst deinen neuen Arbeitgeber ab. Die Namen von deiner Chefin und deinem zukünftigen Vorgesetzten googlest du als erstes. Hast du eigentlich mal darüber nachgedacht, dass deine neuen Kollegen genau dasselbe machen können? Und wenn du genauer nachdenkst: Oh ja, es gibt ein paar Bilder auf Facebook und Instagram, die nicht jeder sehen muss. Zeit für eine kleine clean up-Aktion Deiner Social Media- und Web-Daten.

Facebook: Beiträge und Kommentare löschen

Bei Facebook kannst du Beiträge einfach löschen. Dazu rufst du das Facebook-Hauptmenü oben rechts auf und wählst das Aktivitätenprotokoll. Jetzt werden dir deine gesamten Aktivitäten angezeigt, angefangen mit der aktuellsten Schritt für Schritt zurückgehend in die Vergangenheit. Bei Beiträgen kannst du durch Klicken auf das Bearbeiten-Symbol entscheiden, ob du sie nur verbergen – dann werden sie nicht mehr in deiner Chronik dargestellt, aber sie bleiben weiter im Aktivitätenprotokoll – oder löschen willst. Gleiches gilt auch für Kommentare, die du geschrieben hast, und für Kommentare, die andere auf deiner Facebook-Seite geschrieben haben. Außerdem kannst du bei Beiträgen oder Seiten, die du geliked hast, deine Likes entfernen. Auf anderen Plattformen wie Instagram funktioniert das ähnlich.

Wenn du schon dabei bist, solltest du deine Privatsphären-Einstellungen bei Facebook checken. Wer soll in Zukunft deine Beiträge sehen? Das kannst du genau bestimmen, indem du zum Beispiel festlegst, dass nur ausgewählte Freunde zukünftige Post sehen können. Du kannst auch Listen definieren und so leicht darüber entscheiden, welche Posts an einen eher privaten Freundeskreis gehen und welche Beiträge du auch mit Berufskollegen teilen willst. Du kannst auch die Zielgruppe für Beiträge aus der Vergangenheit nachträglich beschränken.

Löschanträge bei Google stellen

Wenn du nicht einen Allerweltsnamen wie Thomas Müller hast, tauchen beim Googeln deines Namens vielleicht schnell peinliche Bilder oder Texte unter den Suchergebnissen auf. Weil der Europäische Gerichtshof im Mai 2014 ein „Recht auf Vergessen“ formuliert hat, kannst du auch dagegen etwas tun. Bei Google gibt es zum Stellen von Löschanträgen ein Formular „Löschung aufgrund des europäischen Datenschutzes“. Das Formular ist etwas umständlich. Ein Video, das dir beim Ausfüllen hilft, findest du hier.

Der französische Unternehmen Reputation VIP bietet auf der Plattform forget.me einen kostenlosen Service, der den Löschantrag einfacher macht. Allerdings gibt es die Seite nicht auf Deutsch, sondern nur auf Englisch oder Französisch. Mit Fremdsprachen-Grundkenntnissen ist das Ausfüllen aber kein großes Problem. Ob du die Löschung direkt bei Google oder einen Service beantragst, es ist es wichtig zu verstehen, was geschieht: Gelöscht werden lediglich die in EU-Ländern angezeigten Suchmaschinenergebnisse. Anders ausgedrückt: Der Link, der auf die von dir beanstandeten Inhalte zeigt, wird von Google nicht mehr gelistet. Die Inhalte selbst bleiben auf der jeweiligen Webseite bestehen, wenn du keine Möglichkeit hast sie zu löschen.

Melde dich an, um Beiträge auf deine persönliche Pinnwand zu setzen.

Team Karriere Boost

Team Karriere Boost

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Gruppe, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

Diesen Beitrag merken!

Melde dich an, um Beiträge auf deine persönliche Pinnwand zu setzen.

Send this to a friend