Präsentationen vorbereiten: 15 Fragen, die dir weiterhelfen

Eine Präsentation vor Kollegen und Vorgesetzten macht fast jeden nervös. Ein wenig Grummeln im Magen ist auch gut, denn Lampenfieber steigert deine Konzentration. Wird jedoch aus dem flauen Gefühl im Magen ein heftiger Kloß im Hals, musst du dringend handeln. Der Rat von Management-Beraterin und Haufe-Autorin Anne M. Schüller: Bereite dich richtig gut vor! Das gibt dir Sicherheit und nimmt dir die Nervosität.

Gut vorbereitet ist, wer gut geplant hat. Das funktioniert am besten mit einer einer To-do-Liste. Willst du Präsentationen vorbereiten, empfehle ich dir eine Liste mit 15 Fragen, die du nacheinander abarbeitest, um bestens gewappnet vor deine Kollegen zu treten.

Diese Fragen solltest du dir selbst beantworten:

  1. Was will ich erreichen? Mit welchem konkreten Ziel gehe ich ins Meeting? Und wie werden wir dieses Ziel erreichen?
  2. Wer wird dabei sein? Kenne ich alle Teilnehmer und was weiß ich über sie?
  3. Wie emotional ist mein Thema? Geht es beispielsweise um die Einführung eines neuen Tools oder eine Umstrukturierung, die nicht bei allen auf Verständnis stößt? Emotionale Aspekte werden leider oft unterschätzt, sollten aber unbedingt angesprochen werden.
  4. Es sollen Entscheidungen getroffen werden: Wer ist formeller, wer informeller Entscheider? Dementsprechend sollten die Parteien adressiert und eingebunden werden.
  5. In Hinblick aufs Team: Gibt es Haupt- und Nebenziele und wem geht es um was?
  6. Umklammere ich das Thema mit einem griffigen Titel, der Interesse weckt und die Teilnehmer anspricht?
  7. Habe ich das Thema gut strukturiert und gibt es einen Spannungsbogen, um die Zuhörer einzufangen?
  8. Welche Kernbotschaften will ich rüberbringen?
  9. Arbeite ich mit Folien allein oder gibt es einen unterhaltsamen Film, den ich einbauen kann? Hier lautet das Stichwort: Storyelling.
  10. Apropos Storytelling: Gibt es Beispiele oder Geschichten, die meine Thesen und Aussagen untermauern?
Technik und Zeit im Griff
  1. Welche Technik setze ich ein? Und: Habe ich die Technik im Griff? Lieber rechtzeitig vorher ausprobieren, ob alles funktioniert!
  2. Lasse ich Raum für Humor? Zwei oder drei Lacher sollte dein Vortrag schon bringen. Tipp: Starte die Präsentation mit einer lustigen Geschichte oder einem humorigen Beispiel, das zum Thema passt. Das nimmt dir die Nervosität und lockert die Atmosphäre auf.
  3. Habe ich den Vortrag so aufgebaut, dass ich kürzen kann, sollte die Zeit davonrennen? Was kann ich gegebenenfalls weglassen?
  4. Was ziehe ich an? Setz auf Kleidung, die bequem ist und in der du dich wohl fühlst. Was zwickt und kratzt sollte im Schrank bleiben, auch wenn es noch so schick ist.
  5. Habe ich einen Puffer eingebaut, damit ausreichend Zeit für Fragen bleibt?

Die wichtigste Regel zum Schluss: Starte rechtzeitig mit den Vorbereitungen. Wie so vieles, was mit unangenehmen Gedanken verbunden ist, verzetteln wir uns auch gerne, wenn wir Präsentationen vorbereiten. Im schlimmsten Fall bleibt nicht mehr genug Zeit, um die oben genannten Fragen überhaupt noch zu beantworten …

Team Karriere Boost

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