Zusammen stärker: Mentoring als Karriereturbo

In vielen Unternehmen werden Mentoring-Programme angeboten – und auch falls du von den Vorteilen profitieren willst und es solche Programme in deiner Firma noch nicht gibt, kannst du dich eventuell auch selbst darum kümmern. Oder es bei einem Jahresgespräch mit deinem Vorgesetzten vorschlagen. Thomas Zimmerling von diekarrieremacher.de erklärt, was Mentoring ist, welche Vorteile es bietet und wie gutes Mentoring gestaltet werden sollte. Im zweiten Teil gibt‘ dann noch eine Checkliste, die zeigt, welche Punkte vorab abgeklärt und beachtet werden sollten und wie man den richtigen Mentor für sich findet.

Teil 1: Mentoring – Jobturbo für die Karriere

Mentoring wirkt – das zeigen deutsche wie internationale Studien immer wieder. Sowohl Mentoren als auch Mentees sind erfolgreicher und glücklicher im Job als ihre Kollegen, die nicht in einer Mentoring-Beziehung sind.

Mentoren können dir helfen, klarer dabei zu sehen, was du im Leben erreichen willst und wie du es verfolgen kannst – im Privat- wie im Berufsleben. Die Mentees profitieren vom Netzwerk ihres Mentors und können von einem Menschen lernen, dessen Erfahrung jahrelange Berufspraxis aufwiegt. Dazu gehören auch die vielen ungeschriebenen Gesetze des Berufslebens.

Durchstarten mit Mentoring

Viele Unternehmer wären nicht dort angelangt, wo Sie heute stehen, hätten Sie nicht qualitativ hochwertige Mentoren für sich gefunden. Mentoring ist universell einsetzbar; es hat schon einigen der einflussreichsten CEOs, Künstlern und Wissenschaftlern geholfen. Der früh verstorbene Apple-CEO Steve Jobs war beispielsweise Mentor von Facebook-CEO Mark Zuckerberg.

Harte Arbeit, glückliche Zufälle und großartige Mentoren – nicht selten sind das die Zutaten für Erfolg im Beruf. Der positive Einfluss einer solchen Kooperation ergibt sich aus vielen wissenschaftlichen Studien. Mentoren werden für die Qualität ihres Rates und ihr Engagement gelobt. Vielen Mentees hilft es, sich an jemanden um Rat wenden zu können und gemeinsam mit ihm oder ihr die eigenen Führungsqualitäten zu entwickeln.

Mentoren als Sparringspartner

Mentoren helfen dir beim Klären Ihrer Gedanken, während sie unterstützend präsent sind oder einfach nur zuhören. Du fühlst dich sicher, wenn du einfach nur deine Gedanken laut aussprechen kannst; auch das gemeinsame Schweigen fördert unglaublich wertvolle Einsichten zu Tage. Mentoren spielen dir zurück, was du ihnen gesagt hast und hinterfragen es, um ein besseres Verständnis zu erlangen. Wenn du um Rat fragst, können Mentoren dir Vorschläge machen, dein Denken herausfordern, einen anderen Standpunkt liefern, Informationen zur Verfügung stellen oder Möglichkeiten aufzeigen, an die du noch nie gedacht hast. Sie laden dein Selbstvertrauen mit positivem Feedback auf und warnen dich vor möglichen Fallstricken.

Mentoring – Geben und Nehmen

Ein Mentor ist ein Resonanzboden, von dem aus deine Ideen wachsen und gedeihen. Mentoren können dein persönlicher Fanclub sein, der dich am Laufen hält oder wieder aufhilft, wenn du am Boden liegst. Mentoren können dich inspirieren mit ihren eigenen Errungenschaften, als Vorbild oder als Begleiter. Und im gegenseitigen Mentoring kannst du das Gleiche für deinen Mentor tun! Unterschätze ebenfalls nicht, was du selbst Gleichaltrigen und Kollegen als Mentor anbieten kanst.

Die besten Beziehungen halten ein Leben lang. Und vielfach gilt: nach dem Mentoring ist vor dem Mentoring – jede Lebensphase braucht einen passenden Mentor.

Teil 2: Checkliste Mentoring

Ein Mentor kann dich unterstützen und in deiner Karriere vorwärtsbringen. Aber wie findet man tatsächlich den richtigen? Die folgenden Fragen helfen dir, eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung aufzubauen:

Worauf muss ich bei der Auswahl und Ansprache eines Mentors achten?

  1. Formuliere deine Bedürfnisse und idealerweise deine Ziele
  2. Schau in der Hierarchie nach oben
  3. Sei offen und neugierig

Wie komme ich an einen Mentor?

  1. Schau ins eigene Netzwerk
  2. Hol dir Empfehlungen Dritter
  3. Nutze Plattformen im Internet

Was muss ein Mentor mitbringen?

Empathie, Konsistenz, Geduld, Reife, Ehrlichkeit, Offenheit, Zugänglichkeit, Kraft, gesunden Menschenverstand und effektive Kommunikation

Was ist wichtig während des Mentorings?

  1. Offen sein
  2. Kritikfähig sein
  3. Führ einen Dialog und keinen Monolog
  4. Halte unterschiedliche Meinungen aus
  5. Sei deinem Mentor gegenüber dankbar

Und wie funktoniert es?

  1. Wenn die Chemie stimmt, schließen Mentor und Mentee eine Mentoring-Vereinbarung, in der Meilensteine und Ziele festgelegt sind
  2. Ein Mentoring dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten, wobei sich Mentor und Mentee etwa einmal im Monat, idealerweise an einem ruhigen Ort, treffen
  3. Wichtig ist es, sich gegenseitig immer eine Rückmeldung zu geben und spätestens zur Halbzeit das Mentoring zu evaluieren
  4. Je nach Programm kostet ein solches Programm drei- bis vierstellige Summen, wobei Online-Plattformen bedeutend günstiger sind

 

Thomas Zimmerling

Thomas Zimmerling

Thomas Zimmerling ist Geschäftsführer der DKM - Die Karrieremacher GmbH, einer Plattform zur Vermittlung von Mentoren und Mentees. Er studierte Politik, Publizistik und Jura und arbeitete dann sowohl in Agenturen als auch in Unternehmen im Bereich Kommunikation. Dabei war er auch für interne Kommunikation, Veränderungskommunikation und digitale Transformationsprozesse zuständig.

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