Lego Serious Play

LEGO-Spielen in der Arbeit – echt jetzt?

LEGO-Spielen im Job: Manche mögen das immer noch etwas seltsam finden. Doch die, die es ausprobiert haben, schwören drauf. Denn mit LEGO Serious Play® kann man spielerisch aus Teams ungeahnte Kreativität und Potenziale herausholen. Wir zeigen euch, was dahinter steckt und wie es funktioniert.

Die Anfänge von LEGO Serious Play®

Der Grundstein von „Serious Play“ legten John Roos und Bart Victor bereits im Jahr 1996. Die Professoren am „Institut for Management Development (IMD)“ entwickelten eine Methode, die es Managern erlaubte, die Sicht, die sie auf ihr Unternehmen hatten, zu beschreiben, zu entwickeln und zu hinterfragen. Die LEGO-Gruppe entdeckte diesen Ansatz später auf einer Fortbildung. Sie gründete zu diesem Bereich eine neue Firma und etablierte hier den Beratungsansatz „LEGO Serious Play®“ (LSP).

4 Prozessstufen von LEGO Serious Play®

In Stufe 1 und somit zu Beginn des Prozesses steht eine Frage, die das Team oder das gesamte Unternehmen momentan beschäftigt oder auch eine Aufgabe, die es zu lösen gilt.

In Stufe 2 visualisiert man die Antworten bzw. die Lösungen dieser Aufgabe. Dazu baut jeder für sich ein Modell aus Legosteinen. Die einzelnen Figuren, die neben den Steinen in den Sets enthalten sind, kann man dabei als Metaphern benutzen. So kann ein Baum für Nachhaltigkeit stehen. Oder die Leiter für das Erreichen von Zielen.

In Stufe 3 werden die Modelle erklärt. Keiner ist hier ausgenommen, alle sind aufgerufen, etwas zu ihrem Modell zu sagen.

In Stufe 4 werden dann Fragen zu den Modellen gestellt und die gemeinsame Arbeit reflektiert. Aus jedem der Modelle wird dann noch der wichtigste Aspekt herausgenommen und in ein neues, gemeinsames Modell überführt.

Wichtig: Für jede Aufgabenstellung oder Frage hält man exakt diesen Zyklus ein.

Und wie sehen die Aufgabenstellungen in der Praxis aus? Nun, zum Beispiel kann die Frage gestellt werden, wie die Marketingabteilung in Zukunft aussehen sollte. Welche neuen Geschäftsbereiche weiterentwickelt werden sollten. Oder wie zukünftig Konflikte besser gelöst werden können.

Also einfach losbauen?

Im Prinzip, ja. Die Bauphase der Modelle sollte sich an folgenden Empfehlungen orientieren:

  • Längeres Bauen führt selten zu besseren Ergebnissen. Folge deiner ersten Idee und leg los!
  • Das LEGO-Modell ist die Antwort auf deine Frage. Du musst und solltest nicht während des Bauens darüber nachdenken.
  • Vertraue auf deine Hände und denke mit ihnen.
  • Dein Modell muss keinen Schönheitspreis gewinnen – bewerte oder kritisiere dein Modell nicht während der Entstehungsphase.
  • Hab Spaß und genieße die Inspiration und Kreativität während des Prozesses.
Vorteile von LEGO Serious Play®

Im Gegensatz zu anderen Beratungsansätzen hat LSP unter anderem diese Vorteile:

  • LSP ist kein Frontalunterricht – daher kann sich auch keiner entziehen. Alle Teilnehmer sind zu 100 Prozent beteiligt und bringen sich ein. Dazu kommt, dass alle ihren Arbeitsplatz verlassen und ihre Smartphones zur Seite legen müssen – schließlich braucht jeder seine Hände. Ablenkungen wie „kurz mal die Mails oder die sozialen Medien checken“ fallen dadurch weg.
  • Der spielerische Zugang schafft einen sicheren Rahmen: Manche Ideen erblicken nie das Licht der Welt – einfach, weil man sie für nicht relevant, abstrus oder unwichtig hält. Bei LSP gibt es keine Wertungen. Und kein Modell ist besser oder richtiger als das andere und persönliche Kritik ist verboten. Es wird einfach losgebaut!

Also: Besorgt euch am besten gleich eure LEGO-Steine und dann – let’s play!

P.S.: Steffen und das Team KarriereBoost haben euch das Ganze hier nochmal im Video zusammengefasst – und präsentieren noch einige spannende Hintergrundinfos:

Team Karriere Boost

Team Karriere Boost

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Group, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

Send this to a friend