Netzwerk

Karriere machen als Frau: Setz auf dein Netzwerk!

Je höher sie auf der Karriereleiter nach oben steigen, desto dünner wird die Luft für Frauen. Die Vorstandsetagen sind heute immer noch von Männern dominiert. Hier einige Tipps, wie du als Frau im Job Schritt für Schritt nach oben kommst.

10 Prozent Leistung, 30 Prozent Image und stattliche 60 Prozent Netzwerk: Laut einer Untersuchung von IBM sind die persönlichen Kontakte der ausschlaggebende Faktor, um Karriere zu machen. Heißt: Du kannst noch so fleißig und kompetent sein – wenn keiner davon erfährt, werden dir stets andere die wirklich guten Jobs vor der Nase wegschnappen. Klar, denn: Wir selbst empfehlen ja auch nur diejenigen weiter, die wir kennen. Natürlich muss auch die Leistung passen, wenn du die nächste Stufe erreicht hast. Aber dein Netzwerk ist deine Eintrittskarte. Oder, wie es die Amerikaner sagen: „Management is a contact sport“.

Nur keine Scheu!

Kontakte aus strategischen Überlegungen zu knüpfen: Die meisten Frauen scheuen sich davor. In den meisten Fällen networken sie eher auf der gleichen Ebene oder in der Hierarchie nach unten. Ihr Antrieb besteht darin, dass man sich sympathisch ist und gerne miteinander verbunden sein möchte. Daran ist nichts falsch, bloß: Du brauchst auch Kontakte nach oben, wenn du die Karriereleiter erklimmen möchtest.

Hab daher keine Scheu, dich auch mit GeschäftsführerInnen zu verbinden – sie werden es kaum ablehnen, am Ende sind das Menschen wie du und ich. Und gerade weil sie es schon an die Spitze geschafft haben, wissen sie ganz genau, dass dein mutiger Schritt genau der richtige ist. Ein Weg ist auch, sich unter den Führungskräften eine Mentorin oder einen Mentor zu suchen. Das kann in deinem eigenen Unternehmen sein oder auch außerhalb.

Öfter mal aussortieren

Netzwerke funktionieren wie Beziehungskonten, auf die man erstmal einzahlt, ohne gleich etwas zurückzubekommen. Vielleicht wirst du Jahre später von jemandem weiterempfohlen, von dem du das gar nicht gedacht hast. Oder du lernst über dein Netzwerk andere spannende Menschen kennen, die dich auf deinem beruflichen Weg weiterbringen. Wenn es allerdings Kontakte gibt, bei denen du immer nur einzahlst, ohne jemals zu profitieren, solltest du es lassen: Trenn dich von ihnen. Du kannst deine Energien anderswo besser einsetzen und wirst dich danach sehr befreit fühlen.

Frauen: Unterstützt euch gegenseitig!

Und hey: Seilschaften sind nichts Schlechtes! Männer bedienen sich ihrer schon lange. Zwar hat der Begriff ein eher negatives Image der Mauschelei, aber wenn man es mal wörtlich nimmt, bedeuten Seilschaften nichts anderes als: Wir besteigen gemeinsam einen Berg und die Seile, die uns verbinden, bringen uns alle nach oben.

Ein weiterer Grund, warum sich Frauen mit Seilschaften tendenziell schwertun: Frauen können untereinander gerne auch mal etwas zickig oder neidisch sein. Mach es ganz bewusst anders! Applaudiere anderen Frauen und unterstütze sie. Denn: Je mehr Frauen in den Chefetagen sind, desto mehr Frauen schaffen es auch in die Chefetagen.

Noch mehr Tipps für (angehende) Chefinnen

In ihrem TaschenGuide „Gestatten: Chefin“ gibt Susanne Nickel Frauen, die die Karriereleiter erklimmen möchten, viele weitere hilfreiche Tipps an die Hand. Zum Beispiel: Wie du Charisma für den großen Auftritt aufbaust. Mit Macht umgehst. Oder dir deine Ziele richtig steckst.

Team Karriere Boost

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