Generation Y: Fordern, aber mit Respekt!

Die Generation Y: Wie die Bezeichnung „Y“ (für engl. „why“) schon sagt, stellen diese jungen Leute einige Regeln infrage, die sehr lange Zeit als gesetzt galten. Und sie treten im Berufsleben in der Regel sehr selbstbewusst auf. Berechtigt und gut – dennoch gibt es Punkte, an denen dieses Selbstbewusstsein zu Konflikten führen kann.

Die Generation Y ist in der digitalen Welt groß geworden. Sie setzt voraus, dass sich Arbeitszeiten nach ihren Vorstellungen gestalten lassen. Und sie legt großen Wert darauf, in agilen, flexiblen und modernen Teams zu arbeiten. Command & control kommt für die meisten jungen Leute dieser Generation nicht in Frage. Diese gut ausgebildeten jungen Fachkräfte gehen – zurecht – selbstbewusst mit ihren ganz eigenen Vorstellungen ins Job-Interview. Dennoch mag es eine Überlegung wert sein, die Ansprüche etwas herunterzuschrauben, besonders wenn man ganz am Anfang der beruflichen Laufbahn steht.

Auch Vergangenes sollte gewürdigt werden

Unbestritten ist: Die heutige Arbeitswelt fordert eine andere Art von Zusammenarbeit und auch von Führung. Mitarbeiter müssen schnell sein, agil und flexibel – sollten aber dabei auch nicht ausbrennen. Agile Strukturen, wie flache Hierarchien, individuelle Arbeitszeitmodelle und Vertrauen durch die Führungskräfte helfen dabei.

Dennoch: Das Unternehmen, in dem man sich bewirbt, hat in der Vergangenheit häufig Großartiges geleistet, auch mit den heute als überholt geltenden Strukturen. Ebenso wie die verdienten, älteren Mitarbeiter, die sich hier und da von den Rookies wenig wertgeschätzt fühlen. Es zeugt von Empathie und emotionaler Intelligenz, die vergangenen Verdienste und das über Jahrzehnte erworbene Know-how zu würdigen. Und nicht alles Althergebrachte gleich im Bewerbungsgespräch oder in den ersten Arbeitstagen in Bausch und Bogen zu verdammen und die Erfahrenen im Team dadurch vor den Kopf zu stoßen.

Voneinander profitieren

Was wirklich kein Unternehmen braucht – und was das kreative Potenzial in Teams sehr einschränkt – sind innerbetriebliche Grabenkämpfe. Die Vorstellungen der Arbeitswelt, die die Generation Y mit sich trägt, werden am Ende auch für die Älteren von Vorteil sein. Mehr Zeit fürs Private, kürzere Abstimmungswege mit kreativeren Lösungen und die Einbeziehung aller in Entscheidungen und Veränderungsprozesse.

Aber auch die Generation Y kann ihrerseits von dem Erfahrungsschatz und den Leistungen der älteren Mitarbeiter profitieren. Geht beides Hand in Hand und stößt die junge Generation den Wandel zum agilen Arbeiten mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Empathie an, können alle Generationen ihr Bestes zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

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