Geheimwaffe gegen den Stress: die kurze Pause

Erschöpft am Arbeitsplatz? Eine kurze Pause wirkt Wunder. Arbeitsmediziner erklären dir, wie du deinen Arbeitstag richtig eintaktest.

Heute schon Pause gemacht? – Nein? Schade eigentlich. Vielleicht bist du jetzt überrascht, aber Arbeitsmediziner sind sich einig: Wir machen am Arbeitsplatz zu selten eine Pause. Die Mittagspause teilt den Arbeitsalltag und gibt den Rhythmus vor. Und abends gehen die Menschen lieber früher nach Hause, als sich zwischendurch mal eine Pause zu gönnen. Genau das, sagen uns die Mediziner, ist falsch. Wer so arbeitet, arbeitet gegen den eigenen Rhythmus. Was uns Erholung bringt, ist der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Die Geheimwaffe gegen Stress am Arbeitsplatz ist die kurze Pause.

Auf den Rhythmus kommt es an

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir ungefähr in einem 90-Minuten-Rhythmus leben. Etwa 70 Minuten können wir fokussiert und aktiv arbeiten. Darauf folgt eine etwa 20-minütige Phase, in der wir eher passiv sind. In diesen 20 Minuten kannst du natürlich auch arbeiten, aber es sollten es eher intuitive oder kreative Tätigkeiten sein. Also nicht weiter am Excel-Sheet arbeiten, sondern eher etwas lesen oder eine kurze Skizze zu einer Idee machen. Auch Pausen können natürlich ein Teil dieser Erholungszeit sein. Eine Pause von fünf bis zehn Minuten ist effektiv gegen Ermüdung.

Kurzpausen folgen dem natürlichen Rhythmus. Wenn du dem Rat der Experten folgst, solltest du deinen Arbeitstag so einteilen:

  • Zwei bis drei Kurzpausen von etwa fünf Minuten am Vormittag,
  • eine längere Mittagspause von 30 Minuten,
  • zwei bis drei Kurzpausen von etwa fünf Minuten am Nachmittag.

Außerdem solltest du noch folgende Grundsätze beachten: Eine Pause bringt nichts in Sachen Erholung, wenn du sie dir gleich zu Arbeitsbeginn genehmigst. Auch Pausen direkt vor oder nach der Mittagspause oder einer anderen längeren Pause haben keine zusätzliche Erholungswirkung. Und der frühere Feierabend ist zwar sehr beliebt, aber er macht deinen Arbeitstag nur kürzer und keineswegs entspannter.

Noch mehr Tipps für einen guten Arbeitstag kannst du dir im TaschenGuide „Pausen machen munter“ von Julia Scharnhorst holen.

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