False Friends

False Friends Alarm! So vermeidest du Peinlichkeiten im Business Englisch

Klar sprechen wir alle mehr oder weniger gut Englisch. Doch „falsche Freunde“ zeigen unsere sprachlichen Grenzen auf. Wir enttarnen in diesem Beitrag einige False Friends und wappnen dich gegen Peinlichkeiten im Business Englisch.

„I become a beef steak“ – mit diesem Satz katapultierst du dich beim Geschäftsessen auf internationalem Parket direkt ins Aus. Er sorgt bestenfalls für Lacher und ist im Berufsleben ein No Go.

Wenn du jetzt fragst „warum?“, solltest du nicht nur diesen Beitrag zu Ende lesen, sondern im Anschluss auch dein Englisch etwas tunen.

False Friends – was ist das?

Als False Friends bezeichnet man Wörter in einer Fremdsprache, die so ähnlich klingen oder geschrieben werden wie ein Wort aus deiner Muttersprache, aber etwas vollkommen anderes bedeuten. Davon gibt es eine Menge und die falsche Verwendung führt im internationalen Kontext mindestens zu Unverständnis. Darum ist es gut zu wissen, wo die Fallstricke liegen.

Ähnliche Wörter, andere Bedeutung

Das erste Beispiel findest du oben im Satz mit dem Beefsteak: ‚Become‘ ist ein typischer Vertreter für ein ähnlich klingendes Wort, das etwas völlig anderes meint. Es klingt vielleicht wie das deutsche ‚bekommen‘, bedeutet aber ‚werden‘. Fall du also nicht ernsthaft ein Rindersteak sein möchtest, solltest du von der Verwendung wie im Beispiel absehen.

Weitere Beispiele für False Friends sind:

  • Map: Brauchst du eine Mappe, in der du etwas aufbewahrst, ist der Begriff ‚folder‘ dein Wort der Wahl. Das englische ‚map‘ klingt zwar so ähnlich, heißt aber ‚Landkarte‘.
  • Gift: Falls du jemanden im englischsprachigen Raum diesen Ausdruck verwenden hörst, ist das kein Grund in Panik zu verfallen – im Gegenteil. ‚Gift‘ bedeutet im Englischen ‚Geschenk‘.
  • Fabric: Du arbeitest in einer Fabrik und möchtest genau das in einem Schreiben erwähnen? Dann ist das richtige Wort ‚factory‘. ‚Fabric‘ hingegen bedeutet ‚Stoff‘.
  • Credit: ‚Credit‘ kann tatsächlich ‚Kredit‘ bedeuten, aber auch ‚Ansehen‘ oder ‚Vorschuss‘. Es wird gerne verwendet, um zu zeigen, wessen Verdienst eine Sache ist: „The project was a success. Credit goes to the team.“
Ähnliche Wörter, ähnliche Bedeutung

Achtung, Kontext! Bei Wörtern, die übersetzt eine ähnliche Bedeutung haben, kommt es auf den Kontext an. Hüte dich also vor folgenden False Friends:

  • Extra: Das Wort ‚extra‘ hat im Deutschen mehrere Bedeutungen, aber wird synonym verwendet. Im Englischen hingegen gibt es Unterschiede. Möchtest du z. B. sagen „Ich habe es extra (absichtlich) dorthin gestellt“, heißt es auf Englisch: „I put it there on purpose.“ Möchtest du hingegen eine extra (zusätzliche) Portion Pommes bestellen: „I’d like an extra portion of fries.“
  • Make: Dieses Verb wird gerne falsch verwendet. Es bedeutet übersetzt zwar ‚machen‘, wird aber nicht genutzt, wenn geistige Arbeit gemeint ist oder über Arbeit im Haushalt gesprochen wird. Hier ist das Verb ‚to do‘ das richtige. ‚Make‘ wird dagegen verwendet, wenn etwas hergestellt wird, sich ein Zustand verändert oder etwas Gefühle auslöst. Zum Beispiel: to make coffee oder she makes me angry. Aber: to do the laundry oder to do sports.
Pseudo-Anglizismen

Mit Pseudo-Anglizismen sind vermeintlich englische Begriffe gemeint, die wir alltäglich im Deutschen benutzen, die es in der gemeinten Bedeutung auf Englisch aber gar nicht gibt. Hier einige Beispiele:

  • Handy: Im Englischen heißt ein Handy ‚cell phone‘ oder ‚mobile phone“. Das Adjektiv ‚handy‘ bedeutet dagegen ‚nützlich‘.
  • Public Viewing: Wenn wir zum Public Viewing gehen, schauen wir uns gemeinschaftlich ein Event auf großer Leinwand an. Im Englischen bedeutet es ‚öffentliche Aufbarung (einer Leiche)‘. Hier würde man also eher von ‚live transmission on a big screen‘ sprechen.
  • Neckholder: Das gibt es im Englischen nicht. Möchtest du von diesem Kleidungsstück sprechen, heißt es richtig ‚halterneck-top‘.
Du möchtest dein Business English verbessern?

False FriendsDie wichtigsten Vokabeln, Redewendungen und False Friends findest du in unserem Ratgeber „Business English“. Damit bist du für das internationale Parkett und auch deinen Job im Ausland gerüstet!

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