Emotionen

Die Logik unserer Emotionen: Kuck mal, wie du tickst!

Wir Menschen haben alle ein ähnliches Gefüge an Emotionen, das auf einzigartige Weise zusammenwirkt. Bist du bereit, einen Blick in dein Inneres zu werfen? Dann lass deiner Neugierde freien Lauf und lies weiter! 😉

Betriebssystem aus Emotionen

Unser emotionales Betriebssystem hat ein Zentrum, um das sich unser Denken und Handeln dreht. Dieses Zentrum besteht aus den Komponenten Nahrung und Sex. Nicht wirklich verwunderlich, oder? Immerhin sind das die zentralen Ziele der Evolution: Überleben und Fortpflanzung. Nun sind wir Menschen aber nicht so einfach gestrickt, als dass diese beiden Ziele uns allein definieren würden.

Neugierde treibt uns an

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann hat bereits eines deiner Emotionssystem reagiert, nämlich das der Stimulanz. Dazu gehört vor allem Neugierde und Entdeckungsfreude – also das, was dich vermutlich gerade dazu veranlasst hat, weiterzulesen. Diese Emotionen hat dir die Evolution aber nicht eingepflanzt, damit du ein bisschen Spaß im Leben hast, sondern: Es dient dazu, dass wir Menschen unsere einprogrammierten zentrale Ziele (Fortpflanzung und Überleben) besser erfüllen.

Etwas allgemeiner gesprochen, dient das Stimulanzsystem dazu, uns anzutreiben, Neues zu lernen, neue Fähigkeiten zu meistern – damit wir überleben und uns in der Welt behaupten können. Im Alltag ist das Handy eines der wichtigsten Stimulanzmittel – darauf spielen wir, lernen Neues, pflegen Austausch und informieren uns.

Wir alle streben nach Sicherheit

Ein weiteres Emotionssystem ist das der Balance. Es sorgt dafür, dass  Emotionen wie Angst entstehen, damit wir eine gefährliche Situation meiden. Gleichzeitig hilft es uns, auf Nummer sicher zu gehen, um unser Überleben zu sichern. Konkret heißt das: Strebe nach Sicherheit, halte dich an sichere Gewohnheiten und suche nach Stabilität und Ordnung.

Zuverlässig ist dieses Emotionssystem jedoch nicht, denn oft signalisiert uns unser Gehirn, dass Gefahr im Verzug ist, ohne dass dies wirklich der Fall ist, z. B. wenn wir aus dem Gewohnten ausbrechen. Bedenke also, dass dich dieses System ausbremsen kann. Wenn du z. B. vor der Wahl stehst, einen neuen Job anzutreten, und dich aus Angst vor Veränderung nicht wechseln traust, obwohl du mit dem Status quo nicht glücklich bist. Horche hier also gut in dich hinein und erforsche die Gründe für deine Angst. Dann kannst du ausloten, ob sie berechtigt ist.

Harmoniebedürfnis stillen

Bindung und Fürsorge sind wichtige Bausteine, die unter dem Begriff Harmonie zusammengefasst werden. Unser Streben nach Harmonie sichert uns und anderen das Überleben. Das Bindungssystem signalisiert uns, Schutz in der Gemeinschaft zu suchen. Das Fürsorgesystem hingegen, erinnert uns daran, uns um unsere Nächsten zu kümmern. Darunter fallen neben der Familie und engen Freunden auch Arbeitskollegen. Harmonie erhöht unser Sicherheitsempfinden, sorgt dafür, dass wir uns in Partnerschaften oftmals lange binden und ist für unser soziales Engagement verantwortlich.

Das eigene Ego füttern

Manchmal können unsere Emotionen auch sehr ichbezogen sein. Dann stehen Machtstreben und Durchsetzungsvermögen (Dominanz) ganz vorn. Angetrieben von Egoismus, Anerkennung und Konkurrenzdenken, versuchen wir uns gegen andere zu behaupten.

Klingt zunächst nicht sympathisch, doch neben Streit oder Krieg sorgt es auch für Fortschritt. Suchen wir nach Anerkennung und lassen uns durch Konkurrenz motivieren, können wir Großes schaffen. Und das muss nicht immer mit dem Ellenbogen sein, hier greifen schließlich auch unsere anderen Emotionssysteme ein.

Noch mehr über dein Betriebssystem:

EmotionenDu willst noch mehr Insights? Dann wirf einen Blick in Hans-Georg Häusels Buch „Life Code – Was dich und die Welt antreibt“. Der Psychologe und Hirnforscher gibt spannende Einblicke in menschliche Emotionen, wie sie zusammenwirken und warum sie so mächtig sind.

 

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